Sitzung des zentralen Gebührengremiums

29.01.2007, 20:30

Nachtschicht für eure Studivertreter im zentralen Gebührengremium:

Nachdem das komplette Gremium (5 Studenten, 5 Professoren, ein Vertreter der Mitarbeiter, Frau Haberer als Prorektorin und Herr Merker) schon zweimal getagt und diverse Anträge von Universitätsbibliothek, RRZE, Sprachenzentrum etc. diskutiert hatte, luden Frau Haberer und Herr Merker gestern Abend nur die Studenten in den Senatssaal im Schloss ein, um darüber zu diskutieren, welche Maßnahmen wir am ehesten fördern wollen und wo wir keinen Bedarf sehen. Von uns waren anwesend Julia Baßler, Antje Giede-Jeppe, Frederic Sandmann, Matthias Reich, Philipp Schrögel und ich.
In lockerer, netter Atmosphäre besprachen wir alle vorliegenden Anträge, was wir aus unserem Geld davon fördern wollen (z.B. längere Bib-Öffnungszeiten, Verstärkung der Auslandsberatung zentral und an den Fakultäten) und was nicht (z.B. TV-Aufzeichnungen von einzelnen
Vorlesungen).


Insgesamt waren Herr Merker und Frau Haberer sehr erfreut, dass wir uns schon im Vorfeld Gedanken gemacht haben und waren bei fast allen Punkten mit unseren Entscheidungen einverstanden.

Wie geht’s nun weiter?

Alle „Antragsteller“ werden nun mit unseren Anregungen/Streichungen etc. aufgefordert, nochmals einen standardisierten Antrag für die verbliebenen Posten zu stellen; das Gremium kommt am 27. Februar und am 06. März nochmals komplett zusammen, um dann entgültig über die Verwendung zu beschließen.

Es geht insgesamt um ca. 3,5 Mio Euro, die für das SS 2007 zu verteilen sind.

24 Antworten auf „Sitzung des zentralen Gebührengremiums“

  1. @Johannes:
    Ich kann das wirklich nicht alles zusammenschreiben, weil es zum einen sehr viele einzelne Dinge aller Antragstellenden Institutionen waren, zum anderen nichts in „standardisierter Form“ vorliegt im Moment. Außerdem ist ja noch nichts verabschiedet – die Veröffentlichung der standardisierten Antragsformulare inkl. Abstimmungsergebnis wird aber sicher nach der Sitzung im März möglich und sinnvoll sein.

    Lehrhiwigehälter aufstocken ist ja eine Sache, mit der sich der Personalrat der Uni beschäftigen muss (das haben wir ja im letzten Konvent angeregt) und nichts zwingend mit Studiengebühren zu tun hat/haben muss.

  2. An der Diskussion stand es einmal zur Diskussion, Lehrhiwigehälter mittels Studiengebühren aufzustocken, siehe Konzeptpapier Studiengebühren TechFak.

    Deswegen halte ich es für sinnvoll, wenn man dieser Möglichkeit nochmal nachgeht. Das kann/sollte logischerweise nur im uniweitem Gremium erfolgen.

    Ich glaube nicht wirklich dran, dass man diese Anpassung wie sie im Papier steht anderweitig bekommt.

    Es hat also nicht zwingend etwas zu tun, außer Frage. Das hat aber so ziemlich keine Maßnahme, die man durch Studiengebühren finanzieren kann.

  3. Ich halte prinizipiell nicht viel davon die HiWi Gehälter mit Studiengebühren zu finanzieren.
    Wenn wir mit Studiengebühren zusätzliche Stellen schaffen und das Angebot den Markt übersteigen sollte (was ich für sehr wahrscheinlich halte), dann ist es nicht Aufgabe unserer Beiträge das zu finanzieren. Hier ist meiner Meinung nach der Staatshaushalt gefragt seinen Teil beizutragen bzw. der Haushalt der Uni, der Fakultät oder des Lehrstuhls.
    Ansonten öffnen wir doch ein Fass ohne Boden.

  4. Also mich würde auch sehr interessieren, was eure Positionen wirklich sind.
    Die letzten Gerüchte, wofür bzw. wogegen ihr seit, haben bei einigen Studis, die ich gefragt ob, nämlich etwas Kopfschütteln ausgelöst…
    (Zum Beispiel das Gerücht, das laut euch der WLAN-Empfang am Campus nicht gebraucht wird)

  5. @Denis: An der TF bleiben oft HiWi Stellen sehr lange unbesetzt, weil sich keine Leute finden die Zeit und/oder Lust haben fuer den „Lohn“ zu arbeiten – D.h. hier ist das von Dir beschriebene Ueberangebot schon offensichtlich erreicht.
    Ich stimme Dir vollkommen zu, dass es nicht richtig ist, Studiengebuehren dafuer zu nehmen, um das HiWi Gehalt aufzustocken. Aber bevor man diese (von oben verordneten) Gelder sinnlos verprasst, dann besser die Tutoren besser entlohnen!
    Insgesamt ist eine Angleichung wie von der GebKom der TF vorgeschlagen nur zu begruessen – immerhin sind ja die HiWi Gehaelter seit Ewigkeiten nicht mehr erhoeht worden.

    @Wolfgang: Die Positionen der TechFak befinden sich in dem von Johannes verlinkten PDF. Zum Thema Ausbau des WLANs mit Studiengebuehren: Baumassnahmen und sonstige Infrastrukturmassnahmen sollten nicht aus Gebuehren finanziert werden – Es ist Aufgabe des Staates das zu tun.
    Aber die Formulierung im Gesetz „Die Studienbeiträge dienen der Verbesserung der Studienbedingungen.“ ist sehr schwammig…

    Die ganze Sache zeigt, wie Johannes ja auch bereits meinte, dass man ja eigentlich nur krampfhaft nach Moeglichkeiten sucht, dass Geld auszugeben…
    Ich will garnicht wissen, wie viel Geld virtuell bereits durch die vielen Gremiumssitzungen vernichtet wurde (was kostet noch gleich ein Prof. pro Stunde?)…

  6. es wäre vllt auch schön, wenn man nicht allen gerüchten gleich glauben schenkt. die wenigsten leute sind wirklich informiert oder haben ihr wissen auch nur aus zweiter hand.

    allerdings kann ich verstehen, dass es schön gewesen wäre, wenn die themen wenigsten kurz angerissen worden wären. hätte mich jetzt auch interessiert und von matthias hab ich noch nichts gehört (was aber auch dran liegt, dass er mehr zu tun hat als gebührengremium).

    an der phil fak ist im moment auch wlan zu bekommen. aber es befindet sich noch in der testphase, deshalb wurde es auch nicht weiter groß bekannt gegeben. so wie es im moment läuft ist es für die breite masse nicht nutzbar. aber wie bereits gesagt: das sollte eigentlich anders finanziert werden.

    vllt sollte man allgemein freie hiwi stellen öffentlich inserieren. wir an der phil fak nehmen auch jobs für 5,62 die stunde (zumindest hab ich genug anfragen von leuten schon bekommen). natürlich ist es nicht viel geld. aber besser als gar nichts. und es kommen eben nicht alle bei siemens unter.

  7. In der Informatik im Speziellen ist es z.B. so, dass es Übungsveranstaltungen gibt, bei denen die HiWis für einen „Hungerlohn“ arbeiten müssen. Deswegen halten sich die qualifizierten Leute erstrecht von solcher Veranstaltung fern und die Qualität leidet deutlich darunter.

    Auch sind wir in der Informatik gerade dabei, viele neue Hiwi-Stellen mittels der Gebühren zu schaffen, wobei wiederum die Frage im Raum steht, wer diese Stellen eigentlich alle annehmen soll.

    Wenn ich nun also eine Verbesserung der Lehre mittels Hiwistellen erreichen will, kann es nicht einseitig durch die Schaffung neuer Stellen gehen, die Stellen an sich müssen attraktiver werden! Zwei unterbezahlte unmotivierte Hiwis sind auch nicht immer besser als ein motivierter, gut bezahlter und geförderter (wir wollen Didaktikseminare anbieten) Hiwi.

    Wie gesagt, das ist nur die Sicht aus der Informatik, wie es dann z.B. an der Philfak aussieht, weiss ich nicht, anscheinend deutlich anders. Aber bei uns stehen die Lehrhiwistellen im harten Wettbewerb zu RRZE, Fraunhofer, Siemens, etc. pp. und wer eine solche Stelle annimmt, ist von der Bezahlung her eindeutig der Blöde.

  8. Die Hiwis haben doch alle einen festen Satz von 5,62 die Stunde. Bei Siemens ist es weit mehr… Es müsste auch irgendwo geschrieben stehen, was Hiwis machen müssen und was nicht. (Bsp: Bügeln der Signatur Folien in der Bib ist kein Hiwi Job – den ich aber auch schon gemacht habe. Einfach weil ichs nicht weiter gewusst habe. Und es mich jetzt auch nicht umgebracht hat 😉 )

  9. @Sebastian Werner
    „Die ganze Sache zeigt, wie Johannes ja auch bereits meinte, dass man ja eigentlich nur krampfhaft nach Moeglichkeiten sucht, dass Geld auszugeben…“

    da muss ich widersprechen – das Antragsvolumen war etwa doppelt so hoch wie die verfügbaren Mittel – und Ausgaben wie sie etwa für eine gemeinsame Karte (Ausweis+Mensakarte+UB-Ausweis+Kopierkarte) anfallen würden waren da noch gar nicht drin…
    Auch find ichs eher seltsam von „verprassen“ der Gelder zu reden – ich glaube es herrscht einfach eine gefühlsmäßig völlig falsche Vorstellung wie wenig diese paar Kröten aus Studiengebühren eigentlich sind wenn man sie so auf die verschiedensten Einrichtungen der Uni verteilt.

    @Wolfgang Wiese
    W-Lan gibts jetzt auch an der Phil-Fak – damit bleiben ohnehin nicht mehr viele Bereiche unabgedeckt – ansonsten ist die Frage wohl weniger ob man da dafür oder dagegen ist sondern aus welchen Topf man das Geld nehmen soll…

    —-

    Das mit den HiWi-Gehältern ist wohl im Moment tatsächlich ein spezielles Tech-Fak-Problem (glaube euch aber gerne das es da wirklich ein Problem ist). Habe da ähnlich wie Denis die Befürchtung hier ein Fass zu öffnen das sich nicht mehr schließen lässt und dadurch Mittel langfristig bindet und man sich so den nötigen finanziellen Bewegungsspielraum für spätere Jahre nimmt.

    Grundsätzlich würde ich hier erstmal versuchen politische Mittel auszuschöpfen um den HiWi-Stundensatz bayernweit anzuheben (8,62 EUR ist dabei aber wohl ein erheblich zu ehrgeiziges Ziel).
    Gibt es zu dieser Sache eine aktuelle Stellungnahme des Wissenschaftsministeriums? Wenn nicht anschreiben! Hat man schon eine Petition versucht?

    Im Zweifelsfall müsste eine Erhöhung der HiWi-Gehälter aus Studiengebührenmitteln aber wohl auch eher aus Mitteln der Tech-Fak erfolgen.

  10. @Martin: Ich haette besser ein „sinnvoll“ vor dem „verprassen“ einfuegen sollen… Klar, dass es unendlich viele Sachen gibt. Das weiss ich aus eigener Erfahrung (und auch dem damit verbundenen Sitzungsmarathon) in diversen Gremien der TechFak recht gut. Die wirklich bahnbrechenden Verbesserungen (vgl Gesetzestext „…zur Verbesserung der Studienbedingungen…“) durch Verwendung der Studiengebuehren suche ich nach wie vor.

    Ich aergere mich ueber die grundsaetzliche Denkweise: Bei Studiengebuehren wird erst festgelegt „500 Euronen“, dann sucht man nach Moeglichkeiten, wie das Geld satzungsgemaess eingesetzt werden kann – daher auch die gewaehlte Formulierung „verprassen“.

    Logischer waere: Suche zuerst nach _sinnvollen_ Verbesserungsmoeglichkeiten, akkumuliere die kosten und lege DANN die Beitragshoehe fest.
    Diese, in oeffentlichen Haushalten verbreitete Problematik, fuehrt ja dann bekannterweise dazu, am Ende des Jahres, wenn noch Geld ueber ist, dieses fuer $irgendwas auszugeben, damit im naechsten Jahr das Budget nicht gekuerzt wird…
    Nach dem Blick in die Entwuerfe einiger Verwendungskommissionen haben sich mir irgendwie bereits die Nackenhaare aufgestellt.

    In so fern: Wie waers denn mal die gesamten Antraege offenzulegen?

    Aber mich amuesiert die Idee der gemeinsamen multikompatiblen Allzweckkarte wie Du sie beschreibst – Wenn das aus Studiengebuehren bezahlt werden soll, dann ganz ehrlich: Wie verbessern sich dadurch die Studienbedingungen?

  11. Die wirklich bahnbrechenden Verbesserungen (vgl Gesetzestext “…zur Verbesserung der Studienbedingungen…”) durch Verwendung der Studiengebuehren suche ich nach wie vor.

    Hast du die jemals ernsthaft erwartet? Mich hat schon vor Einführung die Naivität der Diskussion verwundert…. Das Argument „Wenn das Studium dann besser wird, zahle ich gerne“ kam viel zu häufig. Eigentlich sollten wir uns nicht wundern, wenn die ganzen Gebühren in Zukunft für Dinge benutzt werden, die vor 10 Jahren noch aus dem Haushalt bezahlt wurden (wie zB Übungsgruppenleiter, Reperatur von Hörsälen etc…) Aber ich bin vielleicht zu alt und paranoid.

  12. In so fern: Wie waers denn mal die gesamten Antraege offenzulegen?

    Das wäre eine sehr sinnvolle Sache. Zumindest die tatsächlichen Ausgaben sollten öffentlich gemacht werden und evaluiert werden (also nach einiger Zeit geschaut werden, ob das tatsächlich zu einer Verbesserung der Studienbedingungen geführt hat).

  13. „und Ausgaben wie sie etwa für eine gemeinsame Karte (Ausweis+Mensakarte+UB-Ausweis+Kopierkarte) anfallen würden waren da noch gar nicht drin…
    Auch find ichs eher seltsam von “verprassen” der Gelder zu reden“

    Wenn ich den vorhergehenden Satz lese, finde ich es nur verständlich, von einem „Verprassen“ zu reden.

    Da wird tatsächlich von der Möglichkeit gesprochen, die Studiengebühren für so einen Firelefanz, der mit der Lehre _überhaupt_ nichts zu tun hat, einzusetzen? Sowas wird ernsthaft diskutiert? Da geht mir das Messer in der Tasche auf!

  14. @Johannes: „Da wird tatsächlich von der Möglichkeit gesprochen, die Studiengebühren für so einen Firelefanz, der mit der Lehre _überhaupt_ nichts zu tun hat, einzusetzen?“

    Das ist etwas was mit den Studienbedingungen zu tun hat.
    Oder findest du, daß das rumgenerve mit all den verschiedenen Karten, Zugangssystemen, Datenschutz, etc. etwa keine Zeit und kein Geld kostet?

    Zudem: Für jedes System muss sich mindestens einer kümmern. Die Leute die das tun, haben für jede Minute Zeit die sie darauf verschwenden weniger Zeit für andere Dinge – beispielsweise eben um die Bibliothek länger zu betreuen und sie so länger geöffnet zu haben.

    Schau halt bei der Südmensa: Nur wegen der Verwaltung der Mensakarten sitzt da jeden Tag eine Mitarbeiterin im Büro zw. 11 und 13 Uhr um sich drum zu kümmern. Selbst wenn die während der Zeit auch andere Dinge macht, wird die sich mind. eine halbe Stunde pro Tag nur um die Karten kümmern.
    Das wäre eine halbe Stunde, die beispielsweise lieber bei der Verlängerung der Öffnungszeit der Bib investiert sein könnte!

    Reche alle (bis auf eine mögliches zentrales) Kartensysteme zusammen, und lass die mögliche Arbeitszeitersparung einer großen Bib zukommen. Dann hätten die ggf. genug Arbeitszeit übrig um auch durchgängig am Wochenende öffnen.
    Und wäre das nicht etwas, was man Verbesserung der Lehre nennen könnte?

  15. Das klingt für mich zwischen lächerlich und an den Haaren herbeigezogen. Entschuldigung, wenn ich das jetzt so direkt sage.

    Die Kopierkarten kommen von einem externen Anbieter, und ich glaube nicht, dass es für die Uni selbst eine Kostenersparnis ist, die Betreuung der Kopierer in Zukunft selbst zu übernehmen.

    Die Mensakarten kommen vom Studentenwerk. Das Studentenwerk hat mit der Universitätsbibliothek nichts zu tun. Ich glaube auch nicht, dass Leute bei Problemen mit ihrer Mensakarte in die Bibliothek gehen sollten. Also braucht man diese Stelle dort wohl ohnehin. Ich glaube auch nicht, dass das Studentenwerk freigewordene Stellen an die Unibib exportiert ;-))…

    Damit hätten wir jetzt alle drei (schrecklich!!) Karten zusammen, die an der Uni irgendwo ausgegeben werden. Und noch den lumpigen Studentenausweis, wo anscheinend alle was viel schickeres brauchen, z.B. eben eine Super-Kombi-Karte.

    Diese Karten zusammenzuführen, wird der Universität absolut keine Kostenersparnis bringen. Wovon du (ich bin mal so frei) dann aber redest, ist ja im Prinzip eine kleine Strukturreform. Ob die Kostenersparnis bringt, ist eine gute Frage. Dass die Studiengebühren aber nicht dazu da sind (oder da sein können), so eine Reform anzuleiern, sollte doch jedem einleuchten.

    Anstelle das Geld für schicke Kärtchen zu verprassen und blauäugig daran zu glauben, dass damit irgendwie die Bib vielleicht mal länger offen haben könnte, würde ich das Geld lieber gleich in eine direkte, aktuelle Verbesserung der Öffnungszeiten investieren.

  16. Brauchst dich nicht entschuldigen. Es wundert mich nicht, daß du und andere es als an den Haaren herbeigezogen siehst. Deswegen ist es gut, wenn du es sagst.

    Aber leider ist es wirklich so, daß viele Dinge nicht so offensichtlich sind, wie man leicht denkt, sondern daß sehr viele tiefergehende Zusammenhänge vorhanden sind.

    Ich sehe es so, dass die Studiengebühren dazu da sind, die Situation für Studierende zu verbessern. Und nicht etwa nur den Status Quo zu behalten und das Land/die Verwaltung aus seiner Pflicht zu nehmen, seine bisherigen Aufgaben weiter zu leisten. Da sollte doch wohl Einigkeit bestehen, oder?

    Wo wir offenbar unterschiedliche Ansichten haben, ist das „Wie“.
    Wenn eine kleine Strukturreform (die natürlich überwacht werden müsste! Blauäuig wäre es nur und wirklich, sowas ohne Kontrolle zu machen.) an der einen Stelle zu einer Entlastung bei der anderen Stelle führt, dann sollte man darüber nachdenken und es nicht einfach gleich als unmöglich oder themenfremd verwerfen.

    Eine Zentralisierung an der Stelle der Zugangssysteme würde garantiert Zeit und Geld sparen. Da dir das Beispiel mit der Mensa nicht einleuchtet: Ich hätte auch sagen können: Sekretariat und Hiwis der Informatik.
    (Was nicht heißt, daß ich für Zentralisierung aller Dinge bin. Viele andere Dinge funktionieren viel besser und sind günstiger, wenn es keine zentrale Vorgabe gibt. Z.B. Webauftritte)

    Übrigens haben wir leider weit mehr als 3 Karten und Zugangssysteme an der Uni 🙂

  17. zur Transparenz:
    wir werden klar die Sachen veröffentlichen. An die Vergabe der Gelder wird auch eine Zielvereinbarung gekoppelt, so dass wir in einem Jahr/Semester prüfen können was tatsächlich umgesetzt wurde, und wie. Wir werden da vieles selber prüfen und testen, bzw. selber Studierende befragen. Aber wir sind auch ganz klar auf Rückmeldung von allen Studierenden angewiesen.

    zur Karte:
    Ich persönlich halte es für eine sinnvolle Sache. Es stört nicht die Uni, dass die Studenten x Karten im Geldbeutel hat mit x Auflademöglichkeiten und x unterschiedlichen Zwecken und Ansprechpartnern, sondern die Studenten. Die Uni hat da keinen weiteren Vorteil, das könnte ohne Einschränkungen so weiterlaufen.
    Und es ist schon naiv dann wieder alles für die Bib zu fordern. ich möchte nur darauf hinweisen dass ein Jahr nur 365 Tage a 24 Stunden hat in denen man eine Bib öffnen kann, und wenn die Bibliothek ständig mit 50 Betreuungshiwis besetzt ist, wird der Platz zum Lernen auch knapp.

    Das prinzipielle Problem der längerfristigen Verwendung der Studiengebühren sehe ich ganz klar, da müssen wir schauen was daraus wird.
    Und die Diskussion was nun Grundversorgung ist oder nicht ist nun wirklich beliebig zu führen und eher philosophisch/moralisch/sozialtheoretisch zu betrachten. Da gibt es keinen objektiven Standpunkt, deswegen kann man da auch wunderbar Tagelang darüber streiten.

  18. Ich persoenlich haette auch lieber eine Karte mit einem Konto dahinter anstatt der vielen verschiedenen Karten. Aber so Studiumsbehindernd finde ich das jetzt auch nicht, dass man das von den Studiengebuehren einfuehren sollte.

  19. Also diese Super-Kombi-Karte scheint ja die Super-Erfindung schlechthin zu sein. Doch hat Johannes vollkommen recht, dass dies der Uni keinerlei Vereinfachung bringen wird aufgrund diskutierter Problematik.
    Außerdem stellt sich mir die Frage in wie weit meine persönliche Studienbedingung durch eine Multi-Karte vereinfacht wird. Denn der Einsatz des Studentenausweis begrenzt sich doch zumeist auf die Prüfungen. Die Kopierkarte wird sicherlich nicht von allen Studenten genutzt und die Hälfte der Studenten wäre wahrscheinlich schon übertrieben, da es auch außerhalb der Uni genügend Möglichkeiten der Vervielfältigung (man denke nur an unseren lieben Ali am Südgelände) gibt. Somit ist das einzige wirkliche Problem das Aufladen der Mensakarte, was wirklich direkt nach Vorlesungsende um 11.45 Uhr manchmal die Nerven raubt:/ Doch hilft hier Mitdenken und das Aufladen vor der Vorlesung!!! 🙂 Des Weiteren wird die Notwendigkeit des Aufladens wohl kaum durch eine Zusammenlegung der drei Karten bewerkstelligt…
    Deshalb wäre eine Einführung einer solchen Multi-Tasking-Karte wirklich rausgeschmissenes Geld und keine Verbesserung der Lehre!

  20. Also die Superkarte die alles kann moechte ich nicht. Soetwas ist totaler Bloedsinn, der eigentlich nur dazu fuehrt, dass man viel Geld in ein hinterher total unflexibles System steckt. Man kann auch ganz leicht mit bestehenden Mitteln schon was verbessern, ohne wirklich was ausgeben zu muessen und gleich die Mensakartenausgabetanten mit einsparen: Einfach bezahlen mit ‚Geldkarte‘ in der Mensa und am Kopierer. Aufladen darf jeder an der Bankfiliale seiner Wahl, wo sich natuerlich die ganz in der Naehe anbietet. Schon ist das Problem ‚Bezahlkarte‘ erschlagen.

    Aus dem lapprigen Papierchen namens Studentenausweis (O-Ton: „janaja, schoene Kopie, aber ich haett gerne das Original?!“) koennte man ne Karte machen, aber was bringts ausser viel Kosten? Digitale Scheine, fuer die ich trotzdem ins Pruefungsamt rennen darf, um sie auf die Karte laden zu lassen? Technisches Spielzeug ersetzt keine organisatorischen Veraenderungen, und die will man ja eigentlich. Wenn man die Organisation aber schoen effizient gemacht hat braucht man die Karte eigentlich auch nicht mehr… Ein Laminiergeraet koennt ich noch befuerworten 😉

  21. Apropro Bücher: Die Universität hat 2003 die Berliner Erklärung (Open Access) unterschrieben und sich damit verpflichtet, dafür zu sorgen, daß die Forschungsergebnisse und Publikationen die an der Uni während der bereits bezahlten Arbeitszeit von den Profs und Dozenten erstellt wurden frei zugänglich gemacht werden.
    Hätte man dies konsequent(er) umgesetzt, gefördert und (insbesondere auch von den stud. Vertretern der) gefordert, bräuchte man jetzt nicht so viele Bücher teuer einkaufen.
    (Aber davon will ja keiner was wissen, weil es hiesse ja sich mit einigen Profs und Verlage anzulegen 🙁 Politisch ist es einfacher gegen sogenannte Piraten vorzugehen oder gegen FSIn zu meckern, die verbotenerweise auch die Skripten bereitstellen)

    IMHO hat auch jedes Vorlesungsskript frei im Internet zur Verfügung zu stehen.
    Das man dafür teilweise eine Kopierpauschale zahlen soll ist ein Unding.

  22. Diese Berliner Erklaerung ist sehr interessant, und mir neu. Sie scheint sich aber nicht auf Vorlesungsunterlagen zu beziehen, sondern nur auf Publikationen im Sinne von Papers o.ae.?

    Abgesehen davon stimme ich Wolfgang Wiese voll zu, dass nicht klar ist, warum oeffentlich finanzierte Werke nicht auch oeffentlich verfuegbar sein sollten…

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