Hochschulausbau: Eine Milliarde Förderung – aber für wen?

Zu diesem Thema hat Marlina Pfefferer einen recht differenzierten und gut recherchierten Artikel für Lottaleben am Campus geschrieben.

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Ein anderer Artikel derselben Zeitschrift beschäftigt sich mit der Verwendung der Studiengebühren. Die Ämter und Funtionen von Philipp sind zwar falsch (er ist kein Konventsvorsitzender und war zum Zeitpunkt des Interviews auch nicht mehr im zentralen Gebührengremium) – aber immerhin hat er eine tolle Bildunterschrift bekommen 😉

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8 Antworten auf „Hochschulausbau: Eine Milliarde Förderung – aber für wen?“

  1. Zum zweiten Artikel fällte mir nur Heule-Philipp ein (oder kommt das nur so rüber).
    Ich würde mich mal zu den Uni-Politik interessierten zählen und was Studiengebühren angeht steigt auch bei mir langsam die Resignation. Es wird gejammert, dass von den Studenten keine Vorschläge gemacht werden, wie die Millionen zum Fenster rausgeschmissen werden können. Das liegt, denke ich, zum Teil daran, dass man ja letztendlich eh kaum Einfluss darauf hat. An der Techfak sind längere Bib und Cafeten-Öffnungszeiten ja bereits umgesetzt. Und der Rest betrifft die Lehrstühle. Klar sind kleinere Tutorien sicher besser, aber das ist nun mal Aufgabe des Lehrstuhls. Und am Ende geht das gesparte Geld der Institute ja doch ans Sprachenzentrum. (Ich gehe davon aus, dass dem immer noch so ist, da ich bisher nichts gegenteiliges gehört habe.)
    Verbessert wird die Situation auch nicht durch die grandiose Informationspolitik – auch seitens der Studentenvertreter. Welche Anträge eingereicht wurden und welche durchgegangen sind wird nicht veröffentlicht. Und auch die in dem Artikel versprochenen Anträge für das SS08 konnte ich auf der tollen neuen Uni-Seite, auf der man die Unterseiten mit einem Klick auf erreicht, nicht finden. (Das man Links nicht auf legt, lernt man in jedem Web-Grundkurs.)
    Aber nochmal zurück zur Informationspolitik: Solange all dies hinter verschlossenen Türen geschieht, Protokolle unter Verschluss gehalten oder gar nicht erst angefertigt, die Ausgaben in aussagelosen Listen veröffentlicht werden, kann man nicht wirklich erwarten, dass sich da jemand engagiert. Viel besser ist es, es einfach hinzunehmen. Das Spart zeit und nerven und bringt ungefähr genauso viel.
    Und wozu wählt man die Studentenvertreter? Um einen zu vertreten. Und wenn man Probleme veröffentlichen würde, dann würde es sicher auch Reaktionen geben. Aber so lange solche Sachen nur auf irgendwelchen FSI-Verteilern rum gehen, und auch da nur sehr vorsichtig, kann man nicht von den Studenten erwarten, dass diese Hellsehen können und sagen: Da läuft was schief! Zumindest geht man da erstmal von Larsens Welt aus und denkt sich: Das ist nur bei den Anderen so und unsere Vertreter werden uns schon informieren wenn was nicht stimmt – tun sie aber nicht – sie jammern nur rum – wenn man Glück hat.

  2. @morty
    „Und am Ende geht das gesparte Geld der Institute ja doch ans Sprachenzentrum.“
    Inzwischen gibt es die Regelung, dass Geld auf Institutsebene übertragen werden kann. Dazu muss das Institut lediglich sagen, was es denn mit dem Geld nächstes Semester zu machen gedenkt. Wir haben inzwischen außerdem schriftlich von der HSL, dass sie bei künftigen Abweichungen von Gremienempfehlungen umgehend eine begründete Mitteilung machen wird.
    Gelder zu verwenden ohne Studis zu beteiligen (was faktisch ja beim SZ passiert ist) ist ohnehin rechtswidrig – wir haben das vorläufig als einmaligen Ausrutscher verbucht und sehen das als geklärt an. Eine Wiederholung wäre aber natürlich inakzeptabel.

    Was die Informationspolitik angeht: Es wird Mitte Mai einen detaillierten Rechenschaftsbericht der HSL über die ersten beiden Semester geben (ist auch gesetzlich so vorgeschrieben). Transparenz bzgl. der Studiengebührenverwendung herzustellen ist m.E. in erster Linie Aufgabe der Uni-Verwaltung – die hat nämlich auch die Ressourcen dafür. Sprecherrat und zentrales Gremium sind derzeit recht intensiv dabei der HSl möglichst klarzumachen, dass Transparenz noch nicht erreicht ist wenn man eine Liste hat auf der dann aussagelose Titel wie „Sachkosten an Institut X: 20.000 EUR stehen“.

    Als Studi-Vertreter könnten wir max. Anträge veröffentlichen (was rechtlich evtl. kritisch wäre und ziemlich viel Arbeit mit sich brächte, weil z.B. nicht alle Anträge immer online vorliegen und v.a. praktisch nie selbsterklärend sind).
    Viele Departments-Studi-Vertreter bemühen sich aber um gute Informationspolitik – nur kommt da extrem wenig Feedback.

    Aber danke: Studis die sich (völlig zurecht) über mangelnde Transparenz beschweren sind ja auch schon mal was 😉 .

  3. Anträge: Dann müssen die halt selbsterklärend formuliert werden. Und es gibt immer eine Möglichkeit einen Antrag zu digitalisieren und online zu stellen (Wenn man’s drucken kann, kann man’s auch in PDF drucken und wenn’s Papier ist, gibt es so altmodische Dinger…. *denk* Scanner! Von denen stehen sogar welche mit Einzug beim RRZE rum.)
    Rechtlich würd mich auch mal interessieren wo das Problem ist. Ist es jetzt sogar verboten, dass wir erfahren wofür unser Geld aus dem Fenster geschmissen wird. Wenn das veröffentlicht wird, macht sich evtl auch mal jemand Gedanken und schreibt keine „auf gut Glück“-Anträge.
    Theoretisch sollte das mit unserem ach so tollen, aus Studiengebühren finanzierten, StudOn Portal doch recht einfach zu realisieren sein, die Anträge zu veröffentlichen. (Studon verstößt übrigens gegen Datenschutzbestimmungen, aber das interessiert ja auch keinen… – anscheinend auch nicht den Datenschutzbeauftragten der Uni.)

  4. Tja lieber Mecker-Morty, dann möchte ich doch mal ein paar Sachen ergänzen:
    Du hast natürlich Recht, alle Beteiligten warten nur darauf alles transparent und verständlich zu formulieren, von den Anträgen bis zu aussagekräftigen Berichten. Aber es scheitert am Widerstand der bösen Studierendenvertretung, die seit einem Jahr alles unternimmt um das zu verhindern. Und dann verhindern wir ebenfalls mit allen Mitteln, dass sich jemand informiert oder beteiligt
    Und dann wage ich es noch in einer scheinheiligen Aussage die Dinge zu kritisieren, wie schändlich.
    Aber gottseidank gibt es auf der Welt noch tatkräftige und engagierte Menschen, die nicht nur viel schreiben, sondern auch immer wieder bei allen Institutionen vorbeizuschauen, in ihrer Freizeit Satzungen ließt und Finanzierungsverflechtungen recherchieren, und die viel Zeit darauf verwenden ihre Mitmenschen gegen deren Willen zu informieren.

    Möglicherweise ist es in der Realität aber doch andersherum…

  5. Als Studierendenvertreter werden wir sicher nicht anfangen mehrere 100 Seiten per Hand einzuscannen. Dass wir die Anträge gern per pdf hätten und möglichst selbsterklärend – das hat sich so langsam wohl in einigen Gremien rumgesprochen – aber bis du das dem letzten Prof. an der Phil-Fak verklickert hast…

    Außerdem kann man schon darüber streiten obs sinnvoll ist einen riesigen Wust Anträge zu veröffentlichen, der oft auch nochmal zur Überarbeitung zurück an den Antragssteller verwiesen wird. Außerdem müsste man da halt klar trennen zwischen erfolgreichen Anträgen, zurückgestellten Anträgen (die z.B. auf der Prioritätenliste stehen wenn Restmittel „gefunden“ werden), abgeänderten Anträgen und abgelehnten Anträgen. Das so darzustellen, dass mans auch versteht macht Arbeit – glaubs mir.

    Nur damit das klar ist: Ich widerspreche dir nicht inhaltlich (hätte ich die Anträge halbwegs vollständig und vernünftig als pdf beisammen würde ichs gern veröffentlichen) – ich will nur etwas um Verständnis werben, dass es nicht die Studi-Vertreter sind, die in erster Linie in der Pflicht stehen hier Transparenz herzustellen.

    Da ich selbst kein Mitglied des zentralen Gebührengremiums mehr bin habe ich leider nicht die aktuellsten Protokolle des Gremiums.
    Ich bin allerdings guter Dinge, dass wir auf dieser Seite in Kürze eine Rubrik haben, unter der zumindest alle Protokolle des ZBG abrufbar sind.

  6. @Philipp: Nein, ich möchte die Arbeit der Studentenvertreter nicht kritisieren. (Wenn damals nicht einiges Schief gelaufen wäre, wäre ich wohl auch einer.) Ich mache aber dir einen Vorwurf, dass du dich über mangelnde Beteiligung beschwerst, obwohl dies, selbst wenn man will, praktisch unmöglich ist.

    @Martin: An der Wiso scheint das ja auch zu funktionieren. (Bin ich gerade drüber gestolpert: http://131.188.245.243/anwendungen/studienbeitraege/massnahmen/ ) Außerdem kann man für sowas ja die Pauschalen 5% gut verwenden. Die müssten, wenn sie nicht abgegriffen werden, doch eh an den Staatshaushalt fließen, oder nicht?

  7. @Morty
    richtig – die WiSo ist dabei Vorbild für die Rest-Uni

    Nein – wenn die Pauschale nicht ausgeschöpft wird (wird sie (noch) nicht – zuletzt warens etwa 3%) fließt das restliche Geld in die normalen Töpfe.

  8. Ich möchte ja nicht die Welt schön reden, sicherlich können wir unsere eigene Öffentlichkeitsarbeit verbessern, da sind wir eigentlich auch die ganze Zeit dabei und nehmen konkrete Vorschläge auch gerne auf.
    Aber ich habe die Erfahrung gemacht und mir ein Bein ausgerissen um von Nürnberg bis Erlangen auf Vollversammlungen/Infoveranstaltungen über die Gebührenverwendung etc. zu informieren, und da dann teilweise vor 10 Leuten zu sprechen von denen 4 eh schon FSIler sind ist wirklich mies. Zu allen 250000 persönlich ins Wohnzimmer zu kommen schaff ich nicht.

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