Protestbrief der Fachschaftsvertretung der Phil-Fak

Nachdem der Fakultätsvorstand der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie beschlossen hat die Lehr-Evaluation für das kommende Semester auszusetzen hat die Fachschaftsvertretung der Phil-Fak den hier angehängten Protestbrief verschickt. Als Studierendenvertretung (und das schließt den Sprecherrat ausdrücklich mit ein) halten wir diesen Schritt für grob falsch (Gründe siehe Brief) und werden im Rahmen unserer Möglichkeiten Druck ausüben, dass auch im kommenden Semester wieder eine Evaluation stattfindet.

Den Brief gibts hier.

Der „umstrittene“ Fragebogen ist dieser hier.

21 Antworten auf „Protestbrief der Fachschaftsvertretung der Phil-Fak“

  1. Sehr „nett“ formuliert. 🙂 Aber was sind denn nun die offiziellen Kritikpunkte? Das ein Prof-Ego meist kein Feedback verträgt ist ja allgemein bekannt. Und die Erfolge an der Techfak sprechen dafür, dass selbst schlechte Fragebögen helfen.
    Wobei ich sehr dafür wäre die Fragebögen von einem Profi überarbeiten zu lassen. Fragen wie „War das Tempo angemessen“ haben zu wenig Aussagekraft, weil man nicht weiß, ob es zu hoch oder zu niedrig war und wie die Streung ist (Für den einen Studiengang mag es zu hoch für den anderen zu niedrig gewesen sein – je nach vorbildung – aber beide geben evtl die gleiche Note ab).

  2. Ja, das lernt man doch an der Universität: Wenn es ein Problem oder etwas zu verbessern gibt, lässt man es lieber gleich ganz…
    Es ist unbestreitbar, dass Evaluationsbögen nicht der Weisheit letzter Schluss sind, und dass sie auch immer noch verbessert werden können. Aber diese Blockadehaltung finde ich überhaupt nicht hinnehmbar!

  3. Naja der Anspruch an die Anwesenheit scheint bei denen recht niedrig zu sein. *g* Aber was sind denn nun die Methodischen Kritikpunkte? Das ist ungefähr so wie: Ich bin gegen den Bachelor, weil mir das Konzept nicht gefällt. Ich fand den Fragebogen jetzt nicht sooo schlecht.

  4. @morty
    „Ich fand den Fragebogen jetzt nicht sooo schlecht.“ – Wir auch nicht.
    Es geht um „Suggestivfragen“ und darum dass Schulnotenbewertungen nicht skalierbar sind. Das reicht als Argumentation nicht mal ansatzweise aus…

  5. Hm, leider ist der Link zum Potestbrief irgendwie nicht ganz richtig.
    Hab ihn dann aber hier gefunden: http://www.fauna.uni-erlangen.de/blog/wp-content/uploads/2008/05/eva-philfak.pdf
    Gehe mal davon aus, dass der das ist.

    Also, ich muss gestehen, dass ich den UmfrageBogen auch als stark verbesserungsfähigig empfand.
    ABER: Dies als Grund dafür heran zu ziehen die Evaluation einzustellen empfinde ich als äußerst fadenscheinig. Eurer Argumentation des Protestbriefes stimme ich voll und ganz zu!

    Welche über den Protestbrief hinausgehenden Möglichkeiten gibt es denn an dieser Entscheidung noch etwas zu ändern?

    Vielleicht lässt sich ja in Verbindung mit der anstehenden Wahl etwas anstoßen, das den Druck auf die Entscheidungsträger erhöht!

  6. Link:
    Hab den Link korrigiert. @Martin: Das ist schon der zweite Link der irgendwas mit https://vpn.. hat.

    Zum Thema:
    Ist die Eva nicht inzwischen gesetzlich vorgeschrieben?
    Und welche Frage ist denn bitte Suggestiv zum Nachteil der Profs – wenn sind die doch eher zum Nachteil der Studenten. Abgesehen davon kann man doch den mittelmäßigen, dafür erprobten Fragebogen der Techfak nehmen.

  7. @morty
    danke für korrigieren – das Problem war dass ich zum Zeitpunkt der Beitragserstellung in Potsdam saß und nur über VPN Zugang zum Netz hatte. Ist in Zukunft kein Problem mehr – bin wieder in Erlangen mit normalem Netzzugang.

    Was das Gesetz angeht: Der Studiendekan muss einen JÄHRlichen Lehrbericht erstellen der sich auf Evaluationen stützen muss. Damit ist leider weder vorgeschrieben dass JEDES Semester evaluiert werden muss – noch dass ALLE Veranstaltungen evaluiert werden müssen.

    @Peter Kraft
    Naja – man kann über diverse Kanäle Druck ausüben (Öffentlichkeit, Ministerium, Hochschulleitung) und hoffen dass an der Fakultät die Einsicht reift, dass die Aussetzung Unsinn ist…

  8. Hmm, das ist ja nicht gerade viel Einfluss…

    Welche Mitbestimmungsrechte habt ihr denn dabei? Welches Gremium entscheidet über so was und wer sitzt da drin?

    Gibt es andere Wege auf der so eine Evaluation seitens der Studenten erzwungen werden kann?

    Habs zumindest mal auf phil-fak gepostet, weil ich finde schon das sollte nen paar Leute interessieren.

  9. @Peter Kraft
    naja: formal entscheidet das der Studiendekan völlig allein. Faktisch braucht er aber halt schon irgendwo den Rückhalt der anderen Dozenten.

    Wir sitzen im Fakultätsrat (dort gibt es 4 studentische Vertreter).
    Zusammensetzung siehe hier:
    http://www.fauna.uni-erlangen.de/blog/hochschulwahl/fakultatsrat/
    Dort könnten wir natürlich formal einen Antrag stellen, dass diese Evaluation fortgesetzt wird – machen wir vielleicht auch – aber bis zur nächsten Sitzung dauerts noch etwas…
    Andere Wege wie man so etwas „erzwingen“ kann wüsste ich eher net.

    Im Phil-Fak-Forum hab ichs gesehen – habs peinlicherweise vergessen dort auch reinzuposten (bin dort User „ML“).

  10. naja, ihr könnt ja auch nicht alles machen.

    Hab noch mal was ins Phil-Fak Forum geschrieben, damit das oben auf der Tagesordnung bleibt.

    Hm, hab mich mal weng schlau gesurft. Wieso gibts da eigentlich keine offiziellen Protokolle der Sitzungen? Werden die nur intern verteilt?

    http://www.phil.uni-erlangen.de/Fakultaetsgremien/Fakultaetsrat.shtml

    Nächste Termin ist also der 4. Juni. Ist ja gar nicht so lang hin. Aber noch genügend Zeit um mal zu versuchen was anzustoßen, oder?

    Vielleicht wenn genug Leute Mails schreiben? Am besten so ein paar Tage vor dem Treffen am 4. Juni?

    Oder hältst du das für vergebliche Mühe?

  11. Protokolle bleiben tatsächlich intern – da ein paar Mails zu schreiben würde sicher nix schaden – ruhig auch an die Studiendekane

    Als Studierendenvertretung werden wir als nächstes erstmal weiter Gespräche mit Studiendekanen und Dekan führen…

  12. @morty
    naja – da AUCH personenbezogene Daten in diesen Protokollen stehen wirds mit einer regelmäßigen Veröffentlichung wohl eher schwierig. Aber die stud. Vertreter im Fakultätsrat haben diese Protokolle natürlich.
    Ich bin jetzt mal so frei den relevanten Ausschnitt aus diesem Protokoll hier zu veröffentlichen – die Fakten sind ja soweit ohnehin bekannt.
    http://www.fauna.uni-erlangen.de/blog/wp-content/uploads/2008/05/protokol_fr_070508.JPG

  13. @morty: Leider ist die Uni eine Körperschaft des öffentlichen Rechts des Freistaates Bayern. Damit gelten die Regelungen für Einrichtungen des Bundes nicht.
    Bayern wiederum sperrt sich seit Jahren gegen die Einführungen eines eigenen entsprechenden Informationsfreiheitsgesetzes auf Landesebene.
    (Wahrscheinlich wieder aus selben Gründen wie bei der Umsetzung der BayBITV – nämlich wegen dem Konnexitätsprinzip = Potentielle Kosten des Gesetzgebers muss dieser auch finanzieren.).

    Wie steht es eigentlich mit der Variante „Protest durch Konkurrenz“ ?
    Die Evaluation von z.B. MeinProf.de ist sicher nicht sehr genau und nicht detailreich. Aber sie ist in den wenigen abgefragten Dingen einheitlich unabhängig von Fakultät, Uni oder Person und damit vergleichbar.
    Es würde sicher unangenehmen Druck bedeuten, wenn dieser Dienst von studentischer Seite als Maßstab genommen wird, solange die Uni selbst nichts besseres bietet.

  14. Glaube von meinprof.der lässt sich da leider niemand beeindrucken.
    Es geht denke ich eher darum zu erreichen, dass eine vernünftige Evaluation der Lehrveranstaltungen integraler Bestandteil des Lehrbetriebs wird und dass sich dafür auch von oben her eingesetzt wird.
    Weil nur so haben die Dozenten auch was davon und kriegen brauchbares Feedback.
    Allgemein würde ich sagen wäre es gut auch paar Dozenten zu finden, die uns unterstützen, da es sicher auch viele gibt die ein großes Interesse daran haben anständig evaluiert zu werden.

  15. Nach Gesprächen mit Studiendekan und Dekan ergibt sich folgender Stand:

    1. Für das Sommersemester wird immerhin eine freiwillige Evaluation durchgeführt (für die alte EWF ist sie verpflichtend). Es ist zu hoffen dass da auch viele Dozenten und Studenten daran teilnehmen…

    2. Eine gemeinsame Kommission aus Professoren, Studiendekanen und Studierendenvertretern wird den nächsten Fragebogen überarbeiten. Evtl. gibts zur präziseren Ausarbeitung auch ein eigenes Seminar von Prof. Meinefeld (Soziologie).

  16. Immerhin etwas.
    Ist zwar wieder die typisch deutsche Lösung erstmal nen Arbeitskreis zu gründen aber Hauptsache es tut sich etwas in der Angelegenheit.

    An wen genau sollen denn nun Vorschläge zur Verbesserung gehen?

  17. @Peter
    da hast du mehrere Möglichkeiten:
    1. schreibs mir per E-Mail (ml AT phil-fak.com)
    2. schreibs direkt ins Forum (z.B. in der Kategorie Hochschulpolitik) – das hat den Vorteil, dass da andere vielleicht auch gleich was dazu sagen können

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