China-Leseabend am 28. Mai im Café Muskat

„Wenn ein Fall vor Gericht kam, stand für die Staatsanwälte die Schuld des Angeklagten schon fest.“ Mit diesen deutlichen Worten zieht Xiao Rundcrantz Resümee über ihre Zeit als Staatsanwältin in China. Ihre Autobiographie „Rote Staatsanwältin. Meine Entscheidung gegen Korruption und Machtmissbrauch in China“ gewährt tiefe Einblicke in das chinesische Justizsystem.

Aus Rundcrantz‘ Erinnerungen und anderen Veröffentlichungen über das Land, das dieses Jahr die Olympischen Spiele veranstaltet, werden wir (Amnesty Hochschulgruppe Erlangen) an unserem Lese-Abend am 28.05.2008 um 20.00 Uhr im Restaurant-Café Muskat (Hauptstr. 41, Erlangen) ausgewählte Passagen lesen. Wir möchten den Zuhörern einen Blick auf das Reich der Mitte vorstellen, der über bekannte Klischees hinausgeht und vielleicht ein paar Rätsel dieses vielseitigen Landes klären kann. Der Eintritt ist frei.

Neben der oben genannten Autobiographie werden Kai Strittmatters Eindrücke von China (veröffentlicht als: „Gebrauchsanweisung für China“) präsentiert. Der studierte Sinologe, der seit einigen Jahren Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Peking ist, beschreibt die unterschiedlichsten Alltagsphänomene in China, demontiert auf amüsante Weise etliche Stereotypen über Chinesen und die chinesische Kultur und liefert so ein umfassendes Bild von der heutigen chinesischen Gesellschaft.
Einen etwas anderen Ansatz wählen Harald Maass und Li Wei, die in „Kinder des Himmlischen Friedens. Gespräche mit der neuen chinesischen Generation“ ihr Augenmerk auf die chinesische Jugend richten. Hierfür haben sie unterschiedlichste Menschen, z.B. einen Aids-Aktivist oder einen Umweltschützer, interviewt und zeichnen so ein vielschichtiges Porträt der jungen chinesischen Generation.

Die Hochschulgruppe freut sich auf viele interessierte Gäste!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.