Studie zu Studiengebühren an der Uni Erlangen-Nürnberg

Die von einem studentischen Seminar bei Herrn Professor Wittenberg vom Lehrstuhl für Soziologie durchgeführte Studie zur Studiengebührenerhebung und -verwendung sind jetzt veröffentlicht. Dazu wurden Studentinnen und Studenten unserer Uni zu ihrer Situation, ihrem Wissen um die Studiengebühren und die Meinung und Wünsche befragt.

Die Ergebnisse der Studie sind hier in einer Präsentation zu finden (1,4 MB):
studienbeitraege.pdf

Die wesentlichen Ergebnisse sind dass sich die Studierenden nur befriedigend bis ausreichend über die Verwendung informiert fühlen, und dass die Mehrheit der Studierenden Studiengebühren prinzipiell ablehnen.
Ebenso spricht sich eine sehr deutliche Mehrheit gegen Gebäuderenovierungen aus, da sie das als grundsätzliche Aufgabe des bayerischen Staates sehen.
Die Hochschulleitungs ist sicherliche erfreut, dass zwei Drittel der Studierenden mit ihrem Studium an der FAU zufrieden sind.
„Studierende unterstützen Maßnahmenpaket“

Wobei ich mir die kritische Nachfrage erlauben darf, was sollen sie denn sonst tun? Die letztliche Entscheidung hat in allen Fällen der Rektor, und vom schlechten Ausgangspunkt wird die Situation sicher besser.

12 Antworten auf „Studie zu Studiengebühren an der Uni Erlangen-Nürnberg“

  1. Ich finde es absolut erschreckend, wie wenig Studierende die FAUna kennen, noch viel viel weniger sie lesen und sie noch dazu auch noch schlecht bewertet wird! Jedes Käsblatt das kostenlos irgendwo rumliegt ist bekannter! Das ist doch eine absolute Frechheit und wieder mal ein klares Zeichen, dass es die große Mehrheit einen feuchten Dreck interessiert, was ihre Studierendenvertretung tut!

    Die Antwort auf die Frage nach „Wissen um Mitbestimmung“ bei den Studienbeiträgen ist auch signifikant. Die 4 Fragen hätte besser gelautet: Interesse an den Aspekten der Studienbeiträge, dann wäre das Bild nämlich noch viel viel düsterer geworden.

    Aber wie schon festgestellt erreiche ich hier ja eh nur die Leute dies interessiert und der Rest wird das hier eh nicht lesen. Frustrierend!

  2. Die anderen „Käsblätter“ erscheinen aber regelmäßig und haben in vielen Fällen auch einen festen Platz, an dem man sie bekommt. Wenn die Fauna in einem eigenen Ständer verfügbar wäre und zu festen Terminen erscheinen würde, wäre die Bekanntheit glaub kein so großes Problem.

  3. @Florian und Bruno

    die FAUNA in der Umfrage konnte sich schon deswegen nicht auf die FAUNA-print beziehen weil die Umfrage abgeschlossen wurde bevor die erste Ausgabe der neuen FAUNA überhaupt erschien. Es ging da nur um die FAUNA-online – die allerdings zugegebenermaßen auch bekannter werden könnte…

    @Bruno
    feste Termine (5 im Jahr) gibts faktisch schon (müsste man nur mal bekannt machen). Feste Plätze wären sinnvoll – muss sich aber halt erstmal etwas einspielen das ganze…

  4. Hallo,

    als Initiator der FAUNA online bin ich da gar nicht so enttäuscht wie ihr. Wichtig ist erstmal, dass überhaupt ein gutes Angebot geschaffen werden konnte. Wenn man die Fauna ab und an liest, findet man viele interessante Beiträge. Vor allem Philipp geht ja gut ab – die Presseverweise runden das Angebot hier gut ab und sind ein Grund mehr für Interessierte, hier reinzuschauen.

    Kommen wir nun zu den schlechten Nachrichten, dass das Gros der Studierenden die Seite nicht kennt/liest/whatsoever. Dazu sage ich, dass nichts von heute auf morgen passiert. Die Seite muss sich erstmal etablieren, und das ist natürlich schwieriger, da die Thematik Hochschulpolitik nach wie vor nicht sonderlich attraktiv ist. Aber genau das zu ändern war ja ein wichtiges Ziel der FAUNA online — die Hochschulpolitik leicht zugänglich aus einer spannenderen Perspektive heraus vermitteln.

    Wir müssen uns also gar nicht wundern, dass die Seite nicht gleich von Vornherein mit Begeisterung aufgenommen wird. Stattdessen muss diese „Begeisterung“ erst noch geweckt werden und das ist ein gutes Stück Arbeit, mit der hier zumindest schon erfolgreich (im Sinne von: es läuft) begonnen wurde.

    Man sollte jetzt natürlich mal darüber nachdenken, wann es an der Zeit ist, eine zweite große Kampagne zu fahren. Damit meine ich, wann ist die Seite so weit gereift, dass sich die viele Mühe mit Plakaten, Flyern, etc. noch einmal lohnt. Dieses Mal wird man der Zielgruppe ein lebendiges Portal bieten können, was die Chancen erhöht, dass einige tatsächlich „dranbleiben“ und die Seite im Hinterkopf/den Bookmarks behalten.

    Allzuviel darf man auch dann erstmal nicht erwarten – wenn nur 10% der Leute überhaupt wählen gehen, wieso sollten dann mehr als 1% (man könnte mutmaßen soviele Studenten sind bereits in FSIen engagiert) sich aktiv informieren? Das kann man als Ernüchterung sehen, aber auch als Herausforderung. fauna online ist eine Antwort auf diese Herausforderung.

    Viele Grüße aus New York,
    Johannes

  5. Viele Grüße nach New York 😉
    Danke für das Lob, und ich sehe die Sache genauso: es ist ein Zwischenstand, der etwas enttäuschend sein mag,wir erwarten ja immer viel. Aber ich sehe es auch als Herausforderung, die Sache weiter auszubauen, mit einer Umfrage wollen wir die Präferenzen der Studis herausfinden und dann dementsprechend die Seite und unser Konzept optimieren.
    Ich bin immer noch der Überzeugung dass wir auf dem richtigen Weg sind.

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