Staatshaushalt saniert – Lehrerbildung krepiert…

… unter diesem Slogan fand am 22.07. ein großes Hearing von Landespolitikern, Hochschulleitung, Gewerkschaftlern und Studierendenvertretern statt. Der Podiumsdisskussions ähnelten Veranstaltungen wohnten trotz später Stunde, Prüfungsstress und Semesterferien mehr als hundert Studierenden bei und erlebten eine hitzige Diskussion über die Lehrerbildung an der Universität. Thematisiert wurde vor allem die Studienbedingungen an der ehemaligen EWF (FAUna berichtete).

Klare Zusagen konnten die Abgeordneten und Verantwortlichen keine geben, doch das Thema „Studienbedingunge“ dürfte sich auf ein weiteres fest in den Köpfen verankert haben. Die Situation dürfte bewusster geworden sein.

Und was ganz wichtig ist … die Studierenden werden gehört … es lohnt sich den Mund aufzumachen und auch mal laut zu sagen was einem stinkt … die Redner auf dem Podium hatten Respekt davor!

Ergebnisse und Reaktionen im Einzelnen:

Fazit:

Bericht der Initiative Lehrerbildung ( siehe auch http://www.initiative-lehrerbildung.de)

Reaktionen:

Nürnberger Nachrichten – 25.07.08 (Umzug ?!)

Nürnberger Zeitung – 28.07.08 (Umzug!?)

Nürnberger Zeitung – 28.07.08 (Hearing)

4 Antworten auf „Staatshaushalt saniert – Lehrerbildung krepiert…“

  1. Bisschen schade, dass in der medialen Berichterstatttung (zumindest bei der NN) das Thema Umzug der EWF so sehr dominiert. Die Idee ist weder sonderlich neu noch sonderlich realistisch (zumindest auf kurze und mittlere Frist). Wenn die HSL da wirklich etwas vorhat, dann hat Prof. Haberer mit der Erwähnung dieser Idee so kurz vor der Landtagswahl ein Eigentor geschossen. Dass all diese Politiker aller Parteien da jetzt alle Hebel in Bewegung setzen werden um Besitzstandswahrung zu betreiben war absehbar.

    Persönlich halte ich die Idee Juristen nach Nürnberg und Lehrämtler nach Erlangen übrigens für außerordentlich sinnvoll.

    —-

  2. Ja, schade, dass Herr Hoja das dermaßen ausschlachtet. Frau Haberer war heute übrigens zu einem Gespäch in Nürnberg und hat ihre Aussage vom Dienst bedauert (den Inhalt aber nicht zurückgenommen).

    Anscheinend wollen die Juristen nicht. Und die exEWFler wollen eigentlich auch nicht. Ein Modell, das eigentlich kaum Beachtung fände wäre ja, wenn der Standort Nürnberg die komplette Lehrerbildung übernehmen würde, oder zumindest Real-, Haupt- und Grundschule viel klarer ABGEGRENZ INKLUSIVE DER FACHWISSENSCHAFT. Da müsste man halt ein wenig umdenken, aber REALISITSCH ist das allemal… und im Sinne des historische gewachsenen „Schul- und Lehrerbildungsstandorts“ Nürnberg!!

  3. Naja damit Nürnberg sinnvoll die GESAMTE Lehrerbildung übernehmen könnte müsste ca. 75% der Erlanger Phil-Fak nach Nürnberg umziehen (allein die Anglisten und Germanisten sind jeweils schon größer als die ganze EWF im Augenblick). Das halte ich angesichts der Tatsache, dass der Hochschulstandort dann NOCH stärker zersplittert und angesichts der Raumsituation in Nürnberg für die unsinnigste Lösung überhaupt.

    Dass man umgekehrt gleich 2 Fakultäten auf einmal zusammenführt (die ReWi wäre dann komplett in Nürnberg und die Phil-Fak komplett in der Erlanger Innenstadt) hat schon Charme. Nur werden sich die Juristen nachvollziehbarer Weise weigern ihre Top-Räumlichkeiten in ER zu verlassen um in die EWF zu ziehen.

  4. Liest man genau, so geht es ja gerade nicht um die gymnasiale Lehrerbildung und deren Umzug nach Nürnberg. Und ganz unter uns: sind REWI und WISO nicht immer noch 2 Fakultäten? Mein Eindruck ist, dass viele immer noch nicht verstanden haben, was die Lehramtsstudiengänge GS, HS und z.T. auch RS eigentlich ausmacht! Die Verortung Nürnberg oder Erlangen ist gar nicht der springende Punkt; entscheidend ist, dass die Studienangebote sich an den Erfordernissen der Studiengänge orientieren, d.h. es kann nicht sein, dass jemand im LA GS das gleiche fachwissenschaftliche Modul belegen muss, wie jemand, der in Erlangen vertieft zwei oder drei Fächer studiert. LA GS und HS-Leute studieren aber 10 und z.T. mehr Fächer, das muss anders organisiert werden und wurde so auch der HSL (Frau Prof. Haberer, Vizepräsidentin der FAU) heute noch einmal kundgetan. Bedauerlich finde ich , dass viele „Experten“ das immer noch nicht verstanden haben, was in LA GS, HS und auch RS studiert werden muss. Diese Erlanger Fixierung auf LA Gymnasium kann ich aus Erlanger Sicht verstehen, aber man möge doch bitte zur Kenntnis nehmen, dass auch die Lehramtsausbildung für RS, HS und GS an der FAU beheimatet ist und auch in Zukunft verbleiben soll, zumindest haben das Herr Spaenle und Herr Vogel vom Hochschulausschuss des Bayerischen Landtags noch einmal bei einer Gesprächsrunde mit Studierendenvertretern der FAU am Donnerstag letzter Woche bei den NN noch einmal bestätigt. Die Rahmen- und Studienbedingungen sollten das aber auch hergeben, und das gilt für alle Lehrämter und auch für alle anderen Studiengänge, die insbesondere an der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie verortet worden sind. Und nur kurz zum Thema Räumlichkeiten: Hat eigentlich außer der FSI-EWF bei der HSL mal jemand nachgefragt, wie die Planungen für eine „EWF“ in Erlangen konkret aussehen, und ich meine da nicht irgendwelche „vorstellbaren Realisierungsmöglichkeiten“, wie sie wohl auf auf einer Strategiesitzung der FAU 2007 angedeutet wurden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.