KonventsWE 2 – Kalter Kaffee!?

Am Wochenende vom 07. bis 09. November 2008 fand das diesjährige Konventswochenende im Schloss Weidenberg in Oberfranken statt. Fast alle Konventsmitglieder sowie etliche motivierte Fachschaft’ler aller Fakultäten trafen sich am Freitag Abend um gemeinsam drei unterhaltsame Tage einzuläuten.Erst mal nun eine allgemeine Beschreibung des WE – weiter unten schütt ich dann noch mein Herz aus 😉

Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Teamworks. In einem Vortrag der Dozentin Ina Hundhammer-Schrögel der FH Hof wurden wir in Sachen Teamarbeit geschult. Spielerisch konnten wir uns von der Gruppe zum Team entwickeln und uns gegenseitig kennenlernen. Nach dem offiziellen Teil gingen wir in den gemütlicheren Teil des Abends über.

Am Samstag fanden den ganzen Tag über zahlreiche Workshops statt. Thematisiert wurden Probleme und Projekte der aktuellen Hochschulpolitik: Studiengebühren, Öffentlichkeitsarbeit, IT (Mailverteilerumstrukturierung), Chancengleichheit (Studierende Eltern, Frauengleichberechtigung), Allgemeine Hochschulpolitische Fragestellungen (unsere Zielsetzungen in den nächsten Jahren), Public Relations, Interfakultärer Austausch (z.B. regelmäßige Treffen aller Fachschaften), uvm.

Das breite Angebot an Workshops rundete Stefan Rieger mit einem zweistündigen Programm ab, der sonst Rhetorik und Präsentationstechnik an der FAU Erlangen-Nürnberg vermittelt. Hier konnten wir selbst in kurzen Vorträgen unsere rhetorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und sowohl positives als auch negatives Feedback für die Zukunft mitnehmen.
Am Sonntagvormittag präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse des Vortags. Nach derer Feedbackrunde kehrten wir wieder nach Erlangen zurück, fest entschlossen unsere Teamstärke und Ideen bei der Arbeit in Konvent und Fachschaft in die Tat umzusetzen.

Kalter Kaffee? – Mein erstes Konventswochenende

– diejenigen unter Euch, welche Prosa à la Lucas erwarten, werden wohl herb enttäuscht 😉

Vor etwa einem Monat kam die nette Einladungsmail für das Konventswochenende des WS 08/09 bei mir an. Da ich inzwischen schon seit drei Jahren aktiv in der FSI Chemie- und Bioingenieurwesen als auch der Fachschaft der Technischen Fakultät bin, beschloss ich dieses Mal mitzufahren – wenngleich ich auch kein Mitglied des Konvents bin.
Wir waren ca. 25 Teilnehmer, davon die große Mehrheit natürlich Konventsmitglieder. Aber auch als normaler FSI’ler war man gerne gesehen.
Der Freitag diente hauptsächlich dem gegenseitigen Kennenlernen bei einem Vortrag zu Teamarbeit und v.A. dem anschließenden gemütlichen Teil des Abends. Wir waren im Schloss Weidenberg (in der Nähe von Bayreuth in Oberfranken) untergebracht. Da fast alle Zimmer direkt in den großen Aufenthaltsraum mündeten, war für gute Stimmung gesorgt. Keiner konnte der Feierlaune entkommen, da jedes „ins-Bett-huschen“ sofort bemerkt worden wäre. 😉
So wurde provisorisch aus vier Tischen eine „Tischtennisplatte“ zusammengestellt, da selbige unserer Herberge wohl einer der Wochenendgruppen vor uns zum Opfer gefallen war. Mit ausreichend Leikeim-Pils und fränkischem Wein, sowie Süßem schlugen wir uns die Nacht um die Ohren, was in den müden Gesichtern am Frühstücksbuffet am nächsten Morgen auch deutlich nachzulesen war. 😉
Auf das Frühstücksbuffet bezieht sich auch der Titel (und nicht auf die Diskussionsinhalte wie vielleicht vermutet) – denn der Kaffee war leider geschmacklich ausbaufähig und zusätzlich kalt. 
Wenn ich schon beim Frühstück bin, dann gleich noch ein paar Worte zum restlichen Service unserer Unterkunft. Diese war echt gut ausgesucht, die Zimmer groß und hell, wenngleich wir eh kaum drin waren. Die kulinarische Verpflegung war mehr als ausreichend, wobei wir die Hausherren durch unsere exzessive Nachtaktivität am ersten Abend anscheinend etwas verärgert hatten. Denn ab Samstag waren die Essenszeiten strikt geregelt ohne jeglichen Toleranzbereich. Zur Hervorhebung dieser präzisen Zeitangaben, gingen die Hausherren ab nun mit gutem Beispiel voran und servierten uns den Nachtisch bereits freundlich zusammen mit dem Hauptgang um auch ja uns das Einhalten des vorgegebenen Zeitplans zu ermöglichen. 😉

Nun aber doch noch zum Fachlichen. Alles zu beschreiben wurde an dieser Stelle einfach ausufern, die meisten langweilen und ich weiß ja auch nicht, was jeder einzelne AK so getrieben hat. Daher einfach als Einblick die Beschreibung des Workshops „Chancengleichheit“, in welchem das Hauptaugenmerk auf das Studieren mit Kind gelegt wurde. Wir fanden uns für 2,5 h in einer 6er Gruppe zusammen um verschiedene Aspekte zu hinterleuchten. So mussten wir leider feststellen, dass derzeit leider nicht ausreichend, adäquate Betreuungsmöglichkeit für (Klein-) Kinder existieren. Ebenfalls mangelt es an der öffentlicher Wahrnehmung der speziellen Situation studierender Eltern. Obwohl bereits ein paar Organisationen sich um Verbesserung bemühen, sind deren Aktionen kaum bekannt und werden daher nicht genutzt. Deshalb wollen wir als studentische Vertreter uns in Zukunft stärker für die Unterstützung der Eltern einsetzen. Dies betrifft beispielsweise die Bereitstellung von Krippenplätzen.
Ebenfalls diskutiert wurde die zusätzliche Verwendung der femininen Form (z.B. „Studentinnen“) neben der maskulinen in Texten. Laut einer Studie fühlen sich weibliche Studierende hierdurch wesentlich besser integriert, was zu einer gesteigerten Partizipation in beispielsweise Gremienarbeit führt. Daher soll ein Flyer gedruckt werden, welcher diese Tatsachen nochmals verdeutlicht. Jetzt wird es gleich wieder heißen, dass nur Frauen in diesem Arbeitskreis waren, was ich jedoch verneinen kann. Ebenfalls find ich selbst – bin ja schließlich Ingenieur – dies leicht übertrieben. Aber gegen professionelle Studien kommt man halt nicht an. 😉

Die Workshops wurden am Samstag Nachmittag von einem Vortrag über Rhetorik unterbrochen, was uns allen eine angenehme Abwechslung war. Danach ging es mit den Workshops weiter, bis wir abends alle ausreichen diskutiert hatten und uns erneut dem angenehmeren Teil des Lebens widmen wollten. Etwa die Hälfte unserer Truppe machte sich daher auf um den Ort Weidenberg bei einer Nachtwanderung zu erkunden; selbst die alten Weinkeller direkt unter der Kirche wurden nicht ausgelassen. Wieder zurück wollte man erneut Wein, Weib und Gesang frönen – aber dem AK Chancengleichheit sei Dank und so wurde doch ein Bier, Tischtennis und mp3s daraus.

Da unser lieber Herrgott ja nichts unbestraft lässt, so war das Schlafdefizit am Sonntag Morgen noch größer und noch weniger von uns beim Frühstücksbuffet. Doch bis zur Feedbackrunde fand sich dann doch fast jeder im Aufenthaltsraum ein um die Ergebnisse der AKs zu berichten und seine persönliche Meinung vom Wochenende (inklusive Kritik) zu schildern. Dort wurde ich auch verdonnert diesen Bericht zu schreiben…

…naja, fast. Ich hab mich dann doch freiwillig gemeldet, da das Wochenende wirklich viel Spaß gemacht und ich das nächste Mal auch wieder mit von der Partie bin.
Jedem interessierten FSI’ler – egal ob Konventsmitglied oder nicht – der sich für die allgemeine Hochschulpolitik interessiert, ist es echt nahe zulegen auch mal mitzufahren um seine hochschulpolitischen Visionen auszuleben (oder einfach nur ein geselliges Wochenende zu haben).

5 Antworten auf „KonventsWE 2 – Kalter Kaffee!?“

  1. Ich finds echt ne schöne, inhaltsreiche und überhaupt einmal darstellende Form, über das, was wir am We gemacht haben. Davon hat dein Vorschreiber leider nicht viel rüber gebracht. So weiß nun auch wieder der Letzte (wie ich), was gerade universitätsspezifisch anliegt.

  2. Der andere Text war zwar witzig, aber inhaltlich kam bei mir an: Auf Kosten des SpRats konnten ein paar Leute einen drauf machen.
    (Und vom wen hat der Sprecherrat dafür das Geld bekommen? Spitz: Wurden etwa Studiengebühren genutzt zum saufen? )

    Durch den zweiten Bericht wurde es gerettet und es kam rüber, daß ihr richtig geackert habt.

  3. @Wolfgang Wiese
    die Studierendenvertretung verfügt über einen kleinen Haushaltstitel innerhalb des Uni-Etats der vom Ministerium für die Zwecke der Studi-Vertretung zugewiesen wird. Daraus wird insbesondere der Unterhalt unseres Büros, Fahrtkosten für Zwecke der Studi-Vertretung, Veranstaltungen (kulturelle oder fachliche – natürlich keine Partys) und ähnliches bezahlt.
    Außerdem können wir natürlich auch andere studentische Gruppen bei konkreten Projekten unterstützen (z.B. die Amnesty-Hochschulgruppe, die diversen FSIen, …).

    Der Sprecherrat erhält keinerlei Mittel aus Studiengebühren – obwohl dies rechtlich wohl unproblematisch wäre.

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