StudOn: Neue Medien in der Lehre

Ich bin Mitarbeiterin bei dem Projekt FAU-StudiumOnline. Mit meinen Kollegen zusammen bin ich verantwortlich für die E-Learning-Plattform „StudOn“ und viele Angebote, die sich darum ranken. Da vielleicht noch nicht alle von diesem Service gehört haben, möchte ich einmal von unseren Aktivitäten, die schließlich über Studiengebühren finanziert sind, berichten.

Seit dem Sommersemester 2007 gibt es an der Universität Erlangen-Nürnberg dank der gezielten Verwendung von Studienbeiträgen unter dem Namen „FAU-StudiumOnline“ eine Gesamt-Strategie zur Nutzung Neuer Medien für Studium, Lehre und Prüfung.

Ein Arbeitsteam unter der Leitung der Prorektorin für Lehre, Frau Prof. Haberer, unterstützt Lehrende der FAU bei allen Fragen des Einsatzes von Neuen Medien. In diesem Team kooperieren das Institut für Lern-Innovation und das RRZE.

In nur drei Monaten wurde die zentrale Lernplattform „StudOn“ aufgebaut, auf der sich innerhalb eines Jahres bereits 15.000 Studierenden registriert haben. Die Plattform soll den Zugang zu Informationsquellen erleichtern und die Betreuung bzw. die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden verbessern. Konkret können die Lehrenden für Ihre Lehrveranstaltungen in StudOn Kurse einrichten, in denen Dateien wie z.B. Skripten, Zeitpläne, Zusatzliteratur, aber auch komplette Online-Lerneinheiten zur Verfügung gestellt werden können, man kann Foren oder Chats für einen einfacheren und direkteren Austausch untereinander einrichten, Newsfeeds informieren über Neuigkeiten, Hausaufgaben können online zur Verfügung gestellt, abgegeben und bewertet werden, man kann sich aktiv an Wikis beteiligen und externe Online-Quellen können unmittelbar in den Kurs eingebunden werden.
Auch Online-Prüfungen werden schon durchgeführt, die sich einfacher auswerten lassen, so dass die Studierenden schneller ihre Ergebnisse erhalten.
Ebenso kann sehr unkompliziert und natürlich anonym die Lehrevaluation über StudOn erfolgen.
Für die Studierenden hat sich seitdem vieles geändert und verbessert: So nutzen inzwischen bereits über 500 Dozenten StudOn und ergänzen somit ihre Lehre.
Doch nicht nur Lehrende können die Lernplattform nutzen, auch den Studierenden steht StudOn zur Verfügung, um Arbeitsgruppen oder studentische Veranstaltung online zu unterstützen.
Damit in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Lehrende den Studierenden Online-Unterstützung anbieten können, gibt es ergänzend zahlreiche Kurs- und Beratungsangebote. Es geht eben nicht darum, nur ein technisches System aufzubauen, sondern vor allem auch darum, durch didaktische Unterstützung die Lehre und Betreuung qualitativ zu verbessern!

Ich hoffe mit diesem Beitrag etwas zur Transparenz beitragen zu können und würde mich über Rückmeldungen freuen. Denn Eure Erfahrungen interessieren uns sehr, Rückmeldungen helfen schließlich unmittelbar, das Angebot gemeinsam ständig zu verbessern. Daher sind wir sehr an Vorschlägen, Fragen,  Kritik und Lob interessiert.
Zu guter Letzt unsere Kontaktdaten:

studon@uni-erlangen.de
Telefonische Hotline: 852.1183
Projektwebsite: www.fau-studiumonline.uni-erlangen.de
StudOn: www.studon.uni-erlangen.de

3 Antworten auf „StudOn: Neue Medien in der Lehre“

  1. Welche der bekannten Standard-Schnittstellen bietet ihr, damit der Content von euch in andere Websites synchroniert werden kann?
    OAuth, OpenSocial, RSS, Microformats ?

    Was ich mich auch frage: Der Zugang ist derzeit wohl nur für Studenten/Studentinnen und Dozenten möglich. Aber ignoriert das nicht das Bekenntnis der Universität zu OpenAccess?
    Das was Steuerzahler und Studierende bezahlen, sollte auch von all diesen frei zugänglich sein.

  2. Zur 1. Frage: Wenn die Schnittstellen für die News gemeint waren: RSS
    Zur 2. Frage: Natürlich begrüßen wir selber OpenAccess sehr und das System von StudOn (also die Lernplattform ILIAS, die StudOn zugrunde liegt) unterstützt mit seinem Rechtesystem auch die öffentliche Zugänglichmachung von Inhalten. Nur müssen wir uns mit unserem Angebot an den Bedürfnissen der Nutzer, also der Studierenden und Lehrenden ausrichten. Und da ist es auf Seiten der Lehrenden bisher noch ganz klar so, dass ihnen in der Mehrheit der OpenAccess-Gedanke noch fremd ist. Das zeigt ja auch die jüngste RRZE-Umfrage zum Podcasting, nach der nur 11% der Lehrenden überhaupt OpenAccess kennen. Meist bestehen urheberrechtliche Bedenken, was oft auch nicht unberechtigt ist. Schließlich wird Lehrenden für bestimmte Fälle explizit geraten, ihre Zusatz-Materialien in den geschlossenen, passwortgeschützten Bereich zu legen, um keine Urheberrechtsverletzung zu begehen.
    Ich denke daher, dass sich der OpenAccess-Gedanke an deutschen Hochschulen noch nicht so bald durchsetzen lässt, auch wenn es sehr wünschenswert ist.
    Immerhin bietet StudOn die Möglichkeit, was man an den Lernmodulen der UB sehen kann, die erfreulicher Weise öffentlich zugänglich sind.

  3. Das entspricht auch meiner Erfahrung als Student. Die Dozenten, die Materialien garnicht oder nur unter mehr oder weniger wirksamen Sicherheitsvorkehrungen ins Netz stellen fuerchten insbesondere dass jemand Externes die mangelnde Qualitaet oder die grossen Anteile an falsch zitiertem Fremdmaterial bemerkt und daraus die entsprechenden Schluesse zieht. Natuerlich ist das erstmal nur eine Koinzidenz, aber eine Kausalitaet liegt da doch sehr nahe…

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