3 Antworten auf „Uni Bonn privatisiert Toiletten“

  1. Warum studiert jemand unter schlechten Bedingungen?
    Wenn die Uni ineffizient arbeitet und ihr Budget (was mehr ist als Studiengebühren) nicht richtig einsetzt, sollte man zu einer anderen wechseln.
    Konkurrenz sorgt dafür, dass die verantwortlichen Leute sich Gedanken über eine höhere Attraktivität und bessere Bedingungen machen.

  2. @Wolfgang Wiese
    So einfach ist das mit dem Uniwechsel nicht (allerdings im erweiteren Pott einfacher als z.B. in Bayern). Uniwechsel heißt ja auch Aufgabe des Wohnortes, damit möglicherweise Fernbeziehung, Verlust oder Einschränkung des Freundeskreises, höhere Fahrtkosten nach Hause (oder zu Freund/Freundin), höhere Mieten (oder überhaupt Mieten bei denen, die sich ein Studium nur leisten können, wenn sie zu Hause wohnen) etc. Dann wird die Fächerkombination, die man studiert, möglicherweise an anderen Unis nicht angeboten, oder erworbene Scheine werden nicht anerkannt und das Studium verlängert sich (was mit Kosten verbunden ist). Und was wie entscheide ich mich, wenn die Uni die Studiengebühren zwar zweckentfremdet, der/die Prof, bei der/dem ich studiere, aber einen Top-Ruf hat?
    Die summierten Kosten (Nutzeneinbußen) eines Uniwechsels dürften den persönlichen Vorteil aus einem Wechsel zu einer Uni mit besserer Studiengebührenverwendung deutlich übersteigen.
    Die Universitätslandschaft ist für einfache ökonomische Wettbewerbsmodelle viel zu komplex. Wettbewerb funktioniert bei homogenen Gütern, aber nicht bei derart heterogenen.

  3. Hm… ich bin auch von Norddeutschland hier nach Erlangen zum studieren gekommen. (Und danach hier haften geblieben).
    Aber Erlangen war auch damals bestimmt nicht günstiger als meine anderen Favoriten (Braunschweig, Saarbrücken, Potsdam). Sicher, wenn man nach Freundeskreis und Nähe der Familie geht, wäre etwas näheres vielleicht besser gewesen. Aber auch das gleicht sich aus, weil man ganz automatisch mit den Kommillotonen einen neuen Freundeskreis aufbaut.
    Unterm Strich fand ich, hat sich der „Wechsel“ von „da oben“ nach „hier unten“ für mich gelohnt.

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