36. Mitgliederversammlung des fzs in Bielefeld

Von Freitag (27.02.) bis Sonntag (01.03.) fand die 36. Mitgliederversammlung des fzs in Bielefeld statt. Natürlich waren auch wir wieder dabei.

Berichtenswerte Ergebnisse:
Zwei Mitglieder des Vorstands wurden nachgewählt – zusammen mit den schon länger amtierenden Vorstandsmitgliedern Florian Keller (Uni Heidelberg) und Anja Gadow (TFH Berlin) bilden jetzt auch Thomas Warnau (Universität zu Köln) und Sarina Schäfer (Uni Hildesheim) den Vorstand. Ein Abwahlantrag gegen Anja Gadow wurde zurückgezogen und die Angelegenheit in breiter, offener Debatte bereinigt.

Zusätzlich wurden Sarina Schäfer und Jens Jungblut (Uni Mainz) als Bolognaexperten des Verbands gewählt:

Außerdem wurden Neuwahlen für alle Ausschüsse des fzs durchgeführt und ein Nachtragshaushalt verabschiedet. Letzteres wurde aufgrund erheblicher Deckungslücken im Haushalt nötig, die mehrere Gründe haben (v.a. Rückforderungen des Bundesbildungsministeriums und eine zu optimistische Schätzung der Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen).

Inhaltliche Anträge zu folgenden Themen wurden verabschiedet:

  • Kritisch gesehen wird die Tendenz, dass für immer mehr Studiengänge Bewerbungen nötig werden, was zu erheblichen Chaos führt (Hintergründe siehe u.a. auch in diesen Artikel). Statt Bewerbungschaos wird eine bundesweite, transparente Studienplatzvergabe gefordert.
  • Zum Thema e-learning wurde ein Thesenpapier (erarbeitet durch Ausschuss Studienreform) verabschiedet. Die Kernsätze:
  1. E-Learning braucht Austausch und Kommunikation (es sollte also auch Präsenzphasen geben, damit sich die Lernenden untereinander austauschen können)
  2. E-Learning benötigt Qualifikation und Reflexion der Lehrenden (die Didaktik darf nicht vernachlässigt werden)
  3. E-Learning benötigt Qualifikation und Reflexion der Lernenden (Problem des Zugangs zu entsprechender technischer Ausstattung und Erwerb technischer Grundkenntnisse)
  4. E-Learning ist eine Möglichkeit zur Öffnung der Hochschule (ermöglicht Diskurs über Grenzen der Hochschulen hinweg)
  5. E-Learning muss Datenschutz garantieren
  6. E-Learning benötigt Begleitforschung (ständige methodische Weiterentwicklung)
  • Der Ausschuss VS/PM fasste bereits bestehende Forderungen nach einer rechtsfähigen Organisationsform für die Studierendenvertretungen und bzgl. ihrer Rechte zusammen.
  • Ein von uns eingebrachter Antrag gegen den Fortbestand von Konkordatslehrstühlen außerhalb der Theologie wurde verabschiedet.

Ein immerhin 16-seitiges Positionspapier zum Thema „gute Lehre“ und deren Finanzierung welches durch den Ausschuss Hochschulfinanzierung und -struktur erarbeitet wurde, konnte letztlich (noch) nicht beschlossen werden, weil die Mehrheit der Mitglieder das Papier für unfertig hielt und die Validität der errechneten Zahlen im Papier (bzgl. zusätzlichen Finanzbedarf für die geforderten Verbesserungen in der Lehre) anzweifelte. Dies ist gerade vor dem Hintergrund bedauerlich, dass das Papier bis zur nächsten Mitgliederversammlung erheblich an Aktualität verlieren dürfte.

Letzteres hat allerdings immerhin wesentlich dazu beigetragen, dass die MV ca. 3 Stunden vor dem Zeitplan beendet werden konnte. Alles in allem war auch dies wieder eine atmosphärisch recht angenehme MV – obwohl ein Abwahlantrag gegen ein Vorstandsmitglied und Haushaltskürzungen auf der Tagesordnung standen.

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