Bachelor-Studenten brauchen öfter psychologische Hilfe

Erstsemester leiden schon zu Beginn des Studiums unter seelischen Problemen

Der neue Leistungsdruck beim Bachelor-Abschluss löst bei Studenten immer häufiger seelische Probleme aus. „Die Erstsemester wissen, dass die ersten Prüfungsleistungen in ihre Endnote eingehen und fühlen sich von daher von Anbeginn an unter Druck“, sagt Wilfried Schumann von der psychosozialen Beratungsstelle von Uni und Studentenwerk Oldenburg. „Das führt dazu, dass wir in der Beratung tatsächlich mehr Anfragen wegen Prüfungsängsten haben.“

www.3sat.de/nano/bstuecke/121722/index.html

4 Antworten auf „Bachelor-Studenten brauchen öfter psychologische Hilfe“

  1. Das ganze wundert mich nicht wirklich, vorallem wenn man sich die Blauäugigkeit vieler Professoren vor Augen führt, was die Belastung der Studenten durch Nebenjobs angeht.

    Bei 40h für das Studium + 10h oder mehr für die Arbeit in der Woche + Trainieren von Softskills bei ehrenamtlichen Tätigkeiten ist man über kurz oder lang einfach ausgebrannt.

  2. Die Interpretationen sind sicher nicht aus der Luft gegriffen: Die Arbeitsatmosphäre wird rauher. Und das nicht erst in der Uni, sondern schon von Klein auf. Ich wäre trotzdem vorsichtig, ob denn tatsächlich die Bachelor-Umstellung diese „Welle“ ausgelöst hat, oder ob nicht auch Teile der statistischen Abweichung dadurch erklärt werden können, dass bei Betroffenen ein größeres Problembewußtsein und eine steigende Bereitschaft vorhanden sind, sich Hilfe zu suchen (Stichwort: Enttabuisierung). Mir ist diese Berichterstattung zu einseitig Contra Bachelor (obwohl ich als „Opfer“ gewiss kein Befürworter bin) – man riecht das dahinter stehende Interesse.

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