Finanzkrise: US-Universitäts-Modell auf dem Prüfstand

„Die Studiengebühren sind in den USA seit Anfang der 1980er Jahre um 440 Prozent gewachsen, die Einkommen der Mittelklasse nur um 150 Prozent. Ein Viertel der amerikanischen Medizinstudenten verlässt die Uni mit 200.000 Dollar Schulden. Mittelstandsfamilien werden für die Ausbildung ihrer Kinder an den Rand des Ruins getrieben.“ Christian Füller, Politikredakteur der taz, zeichnet im aktuellen DSW-Journal des Deutschen Studentenwerks ein düsteres Bild der „durch und durch ökonomisierten amerikanischen Uni-Landschaft“.
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Eine Antwort auf „Finanzkrise: US-Universitäts-Modell auf dem Prüfstand“

  1. Nun, das amerikanische Modell scheint in den USA ja weiterhin zu funktionieren – über Studentenmangel können sich die großen Unis jedenfalls nicht beschweren, Krise hin oder her. Solange die nachfrage nach teuren Studienplätzen da ist, wird sie zu entsprechenden Preisen gedeckt. Und wer weiß, ob nicht einige unserer Kommilitonen lieber 20000€ pro Jahr zahlen würden, um ein wirklich hartes, intensives Studium mit guter Betreuung dem Erlanger Modell vvorziehen würden – wenns denn in der Nähe eine solch renommierte und wirklich vorteilhafte Privatuni gäbe.

    Für mich würde die Lösung des Problems (wie auch die Lösung der miserablen deutschen Bildungslandschaft) nur darin liegen, mehr Universitäten zu bauen – mindestens die doppelte Zahl wäre nötig, denn dann würde eine echte Konkurrenz der Unis mit niedrigen Rankingplätzen untereinander die Gebühren drücken, und das würde auch die nittleren Universitäten unter Druck versetzen. Die großen Elite-Unis der USA erheben ihre Gebühren jedenfalls nicht grundlos.
    Und auch allein Nordbayern bräuchte es mindestens 5 weitere große Universitäten, um ein vernünftiges Betreuungsverhältnis sicherstellen zu können – mit entsprechendem finanziellen Aufwand von Land und Bund, der aber politisch nicht mehrheitsfähig ist, weswegen Deutschland sich niemals aus dem Status einer grauen Maus in Sachen Bildung erheben wird.

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