Unionsbräu – Zacharias zwischen Schweiners, Kraut und Knierla

Am Montag, den 26.10., waren alle bayrischen Studierendenvertretungen zu einem Gespräch mit Isabel Zacharias (SPD-Landtagsfraktion) nach München ins Unionsbräu eingeladen. Ziel war natürlich der Austausch zwischen den Studierendenvertretungen, aber vor allem wollte Isabel Zacharias aus erster Hand über die Probleme der Universitäten und Hochschulen informiert werden, um sich dann für unsere Interessen einsetzen zu können. Ich war für die FAU Erlangen-Nürnberg dort und möchte euch nun berichten.

Hier geht’s zu den Themen und Ergebnissen des Gesprächs.

Drei große Themenbereiche wurden besprochen: Auswirkungen des Bologna-Prozesses, Demokratie der autonomen Hochschule und Studiengebühren. Aus den bayrischen Studierendenvertretrungen waren anwesend Uni Würzburg, Uni Passau, HS Neuulm, LMU, TU, HS München, HS Regensburg und natürlich die FAU. Nach einer Vorstellung und Berichten von Isabel Zacharias und den einzelnen Unis und Hochschulen stiegen wir in die Diskussion ein. Dabei stellt sich vor allem heraus, dass wir alle mit ähnlichen Problemen kämpfen (Ausnahme HS Neuulm). Beim Bologna-Prozess sind das die Vergleichbarkeit der Studiengänge zwischen verschiedenen Unis/HS, der enorme Notendruck, der auf den Studierenden lastet, das stark verschulte System und damit die Schwierigkeit neben den Pflichtveranstaltungen persönliche Kompetenzen zu entwickeln und letztlich der Druck einen Master anhängen zu „müssen“, da der Bachelor nicht ausreicht, um für den Beruf zu qualifizieren. Bei den Studiengebühren ging es – wie immer – um die Transparenz der Verwendung, die Mitsprache der Studierenden und die Angst vor Umverteilungen. In der Ablehnung von Studiengebühren waren wir uns fast alle einig (Ausnahme HS Neuulm), so setzt sich Isabel Zacharias seit ihrem Amtsantritt verstärkt für die Abschaffung der Gebühren ein und will das auch weiterhin tun. Jetzt war die Zeit auch schon fast um und das dritte Thema wurde nur verkürzt angesprochen. Deutlich wurde, dass wir uns mehr Mitspracherecht in den einzelnen Gremien wünschen und wir nicht nur als Gutachter, sondern aktiver Mitentscheider gesehen werden wollen.

Letztlich bleibt noch zu sagen, dass ich wirklich positiv überrascht von dem Gespräch war, da sich gezeigt hat, dass es auch in der Politik noch Menschen mit Idealen gibt, die sich für freie Bildung und die Stärkung der Studierendenvertretung einsetzen. Mit Isabel Zacharias haben wir eine aktive Kämpferin für unsere Interessen an unsere Seite.

Ach, um eventuelle Verwirrungen, die aus der Überschrift entstanden sind, zu klären – Isabel (sie duzt uns gerne und wir sollen sie duzen, da sie sich uns so verbunden fühlt) hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, uns zum Mittagessen einzuladen 😉

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