Antwortschreiben vom Ministerium

Wir haben heute das Antwortschreiben des Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst erhalten bzgl. des Forderungskatalog. Erstaunlich war, dass der Brief erst nur an die Universitätsleitung gerichtet war. Der Brief ist schon vom 07.01.2010 und das Ministerium bat darum, dass der Brief hinsichtlich der Fragen Mitbestimmung und verfasste Studierendenschaft nicht mehr aktuell ist, da das am 13.01.2010 stattgefundene Gespräch und die dort vereinbarte Einsetzung einer Arbeitsgruppe noch nicht berücksichtigt sind.

Antwort des Ministeriums

27 Antworten auf „Antwortschreiben vom Ministerium“

  1. Abenteuerliche Argumentationszüge … Bürger zwangsweise zu einem Staatsvolk zusammenzufassen und ein Parlament wählen zu lassen, das auch Steuergelder kostet, ist dann wahrscheinlich auch im Widerspruch zum Leitbild des selbstbestimmt lebenden Menschen?
    Bei unserem lieben Wissenschaftsminister dreht sich mir in kürzeren Abständen der Magen um, als die FDP ihre Positionen wechseln kann.

  2. also mich hat noch niemand gezwungen Bayer zu sein… Ich bin das freiwillig… Und wählen gegangen bin ich bisher auch immer freiwillig. Aber vielleicht bin ich einer der wenigen, der nicht von der „Staatsmacht“ abgeholt wurde, und gezwungen wurde die aktuelle Regierung zu wählen…
    Ein Universitätsstudium ist etwas grundlegend anderes als die Mitgliedschaft in einem Staatsvolk (die es ja im eigentlichen Sinne nur ideell gibt). Ausländische Studierende oder Studierende, die an eine Uni gehen müssen (ZVS, einzige Uni, die den entsprechenden Studienschwerpunkt anbietet, etc), könnten sich durchaus „gezwungen“ fühlen…
    Versteht mich nicht falsch. Vom Prinzip her bin ich nicht gegen die VS, nur man muss wirklich stark aufpassen, dass sich die Stuven damit nicht schlechter stellen, als sie es bisher haben!

  3. wie soll mensch sich den sonst organisieren? willst du wohl das einzelpersonen zur rechenschaft gezogen werden? so wies momentan läuft ist das ja wohl ein witz an studimitbestimmung!

  4. @jo: Auch eine verfasste Studentenschaft befreit den einzelnen Handelnden nicht von seiner Verantwortung (und ggf. juristischen Haftung). Wenn jemand glaubt, man sei da als Studivertreter in einer VS besser dran und genieße quasi einen Freischein für beliebiges Verhalten, dann irrt er sich. Natürlich haftet grundsätzlich erstmal jeder für sein eigenes Verhalten, auch wenn er gewählter Verteter einer Körperschaft ist.
    Ein Blick in den Gesetzestext ist da sehr hilfreich: Das Hochschulgesetz NRW sieht z.B. ausdrücklich vor, dass Studi-Vertreter für Schäden, die sie im Amt verursacht haben, haften – natürlich auch finanziell – und zwar in dem gleichen Umfang wie z.B. auch ein Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber haftet (= bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit). Eine solche Regelung gibt es im BayHSchG nicht! Laut Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (NJW 1996, 2669, über die UB kann man das auch online nachlesen) kann daher derzeit eine bayerische Uni einen Studi-Vertreter nicht einmal für vorsätzlich verursachte Vermögensschäden in Regress nehmen!

    Der Umfang der Mitbestimmung ist eine ganz andere Frage. Aber auch das hat nur sekundär etwas mit der VS zu tun. Entgegen der halbinformierten Darstellung z.B. in der SZ hätten die Studis mit Einführung einer VS eben gerade nicht automatisch mehr Mitbestimmungsrechte! Wenn man aber von dieser unsinnigen Annahme ausgeht bzw. ihr nicht deutlich entgegentritt, dann geht man genau denjenigen auf den Leim, die mit den altbekannten (und in der Summe nach meiner Meinung zutreffenden) Argumenten gegen die VS gleich auch noch hinterrücks die Frage der Mitbestimmung abhaken. Man sollte nicht das Kind auch noch ins Bade werfen, mit dem es dann bequem zusammen ausgeschüttet werden kann.

  5. Interessanterweise muss ich zwangsweise Studentenwerksbeitraege zahlen. Wieso denn das bitte, wenn das im Widerspruch zum Leitbild des selbstbestimmt lebenden Menschen steht? Garnicht zu reden von Studiengebuehren…

  6. @jo: Korinthenkacker hat meine Antwort eigentlich schon vorweg genommen… Die Irrung, der im Moment einige aufsitzen ist tatsächlich, dass eine VS nicht per se mehr Mitbestimmung bedeutet UND dass eben gerade durch die VS eine persönliche Haftung für Studivertreter deutlich wahrscheinlicher ist…

    Gibt da bspw in NRW grad so nen Fall, wo ein AStA-Vorsitzender persönlich (!) für ein rund 200.000€ großes Defizit einer Uni-Party haftbar gemacht wird. Ob er sich über die möglichen Konsequenzen seines fahrlässigen Verhaltens im Klaren war ist dabei egal… Er blecht jetzt wohl erstmal (Fall ist meines Wissens noch nicht abgeschlossen)

    Außerdem: die Studentische Mitbestimmung, die wir im Moment haben ist zumindest im Bezug auf die Zahl der Gremien an der FAU in denen Studis anwesend sind, im Moment so groß wie nie (und evtl sogar, wie nirgendwo anders). Dass unser Stimmengewicht zumeist minimal ist, steht auf einem anderen Blatt und das würde sich auch durch eine VS nicht verändern. Gerade die bisherige konstruktive Arbeit der Stuve in den letzten Jahren hat uns diesen erweiterten Einfluss beschert. Aber wenn man mal einen guten Stand hat, dann muss man auch versuchen seine Gesprächspartner nicht immer wieder zu brüskieren…

    Fazit: eine VS zu fordern, ohne sich um die Auswirkungen Gedanken zu machen ist in meinen Augen äußerst gefährlich!

  7. @ThoBi:
    1. Die VS-Diskussion ist IMHO eher nutzlos als gefährlich. Sie ist ein bequemer Nebenkriegsschauplatz. Was passiert denn, wenn Heubisch nach langer Diskussion und heldenhaftem Kampf der Studis eine VS ins Gesetz schreiben lässt? Dann ist die Welt in Bayern plötzlich genauso toll wie in in einem x-beliebigen Nord-Bundesland. Wo bekanntlich alles gut, alle Unis durchfinanziert, alle Studis wahnsinnig engagiert und die Bachelor-Probleme gelöst sind.
    2. Dass die studentische Mitbestimmung an der FAU größer ist als irgendwo sonst oder je zuvor, kann man sicher nicht sagen. Und selbst wenn es stimmen würde, wäre das kein Grund, es für ausreichend zu halten.

  8. ThoBi hat völlig recht.

    Außerdem sind die Astas in sämtlichen Bundesländern von Anarchokommunisten besetzt, ich sehe nicht ein, warum ich zwangsweise dafür zahlen soll, damit der Feind auf meine Kosten ein fettes Budget aufbaut, mit dem dann Akte der Staatszersetzungsförderung wie Besetzungen oder sonstiger Spuk bezahlt werden kann. Momentan kann jeder Student sich engagieren oder nicht, für seine Studentenvertreter spenden oder nicht. Wer versucht, hier Zwangsmaßnahmen einzuführen (und es versuchen nur die, die davon profitieren würden), will mir nicht nur Geld und einen Teil meiner Freiheit nehmen, sondern auch meine Beiträge auch noch zur Indoktrinierung weiterer Studenten benutzen, um das extremistische Kampfpotenzial zu steigern. Dem muss seitens aller demokratischen Studenten Einhalt geboten werden, auch auf Kosten möglicher, jedoch völlig unsicherer und rein spekulativer Vorteile.

  9. ThoBi muss das ja sagen, um mit seinen neuen Freunden beim RCDS auf Linie zu sein. Sonst gehen ihm nämlich die Gruppen aus, denen er alternativ noch beitreten kann wenn das auch nichts wird… Und bei den Kommentaren von E.T. frage ich mich jedes mal aufs Neue, wo da die Hochschulzugangsberechtigung hergekommen ist. Aber zwischen Euch beiden entwickelt sich sicher eine wunderbare neue Beziehung ^^

  10. normalerweise begebe ich mich ja nicht auf ein solches Niveau herab, aber ich muss schon sagen, dass ich es überaus feig finde unter einem Synonym wie „Name“ posten zu müssen, um Leute kritisieren zu können. Da hat wohl wer Angst Kritik unter seinem Namen aufrichtig zu vertreten. Aber was will man sich erwarten. Face to face Dispute sind hald nur was für Leute mit Rückrad

  11. sprach das Pseudonym ThoBi mit einem Rad hinten…

    Ich finde aus der Antwort wird deutlich, dass der Katalog einige olle Kamellen zuviel enthalten hat, die mit vorhersehbaren Standardantworten abgebuegelt werden konnten, was dann zum O-Ton „90% der Forderungen konnten wir erfuellen oder ins richtige Licht setzen“ fuehrt. Was zum Beispiel soll bitte die tolle Studentenausweis-Karte in der Aufzaehlung? Ist doch vollkommen offensichtlich, dass das dem Ministerium am Arsch vorbeigeht und vollkommen berechtigt, dass sie dann mit dem Aequivalent von „ihr verschwendet unsere Zeit“ antworten.

    Ich finde zukuenftige derartige Aufzaehlungen sollten sich auf die wichtigen und treffenden Ziele konzentrieren, zB die Abschaffung der Studiengebuehren und anderer finanzieller Huerden wie dem Studentenwerksbeitrag.

  12. Ich kann es mir einfach nicht verkneifen: Sehr bezeichnend, dass dem Herrn Binder das Wort “Rückgrat” nicht fehlerfrei über die Lippen kommt…
    (Als kleine Nachhilfe: http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckgrat)

    In der Tat war die Forderungsliste recht allgemein, aber ich denke als Bestandsaufnahme ein guter Anfang. Jetzt ist es natuerlich wichtig, Prioritaetzn zu setzen und die Probleme an der richtigen Stelle weiterzuverfolgen, die Karte z.B. in der Tat nicht beim Ministerium.

  13. @ThoBi, Korinthenkacker, E.T. und Heubisch

    Ihr baut doch Schimären auf, auf die ihr dann lustvoll einschlagt, die aber mit der Realität nichts zu tun haben:

    1. Zur Frage Zwangsmitgliedschaft: Es gibt vielfältige Institutionen, in denen ich Zwangsmitglied werde, weil ich mich entscheide, etwas zu tun: Alle staatlichen Ebenen bspw., denen ich durch Wohnsitzwahl „beitrete“. Wenn ich gerne in Erlangen wohnen will, dann werde ich auch zwangsweise „Mitglied“ in Bayern und in Deutschland.

    Übrigens bin ich mit der Entscheidung, an der FAU zu studieren (und jetzt zu arbeiten) auch ganz automatisch Mitglied der FAU geworden. Künftig werde ich mit der Entscheidung für ein Studium eben auch Mitglied der Studierendenschaft. Und mit dieser Mitgliedschaft geht nicht der Zwang einher, an Wahlen teilzunehmen, nur das Recht dazu, dies zu tun

    Übrigens werde ich iin der BRD durch die Wohnsitzwahl zwar Mitglied mit Pflichten – Einhaltung der Gesetze, Steuerzahlung -, für das Wahlrecht aber muss ich noch einmal separat als Mitglied aufgenommen werden. So etwas ist bei der verfassten Studierendenschaft nicht vorgesehen.

    2. Die Haftung: Bisher haften die StudierendenvertreterInnen in Bayern nicht, weil sie auch nichts entscheiden dürfen. Wenn sie etwas entscheiden dürfen, haften sie natürlich auch für vorsätzliche und (in begrenztem Umfang) für fahrlässige Fehler. Darin unterscheidet sich die Rechtsstellung nicht z.B. von der einen Bürgermeisters/einer Bürgermeisterin oder eines Ministers/einer Ministerin oder eines/einer Angestellten eines Unternehmens. Eine Schlechterstellung der Studierendenvertretung bedeutet das nicht, nur eine höhere Verantwortung.

    3. Die ASten werden in allen Bundesländern von den Studierenden der jeweiligen Hochschule gewählt. Wenn die eine linke Mehrheit wählen, dann ist das eben so und zu akzeptieren. Und es liegt in der Kontrolle der WählerInnen, wofür der AstA sein Geld ausgibt: Wenn man glaubt, dass er es in falsche Projekte lenkt, dann wählt man die AStA-Mehrheit eben nicht und hofft darauf, dass es hinreichend andere auch tun und der AStA damit abgewählt wird. So weit, so demokratisch.

    Übrigens gibt es auch viele ASten, an denen RCDS, Julis, Juso-Hochschulgruppen, Junge Grüne und andere Jugendorganisationen staatstragender Parteien von links bis rechts beteilligt sind. Sind die wirklich alle Anarcho-KommunistInnen?

  14. Zu 1.: Deine an staatsfeindliche Hetze grenzenden Sprüche (ich meine damit die offensichtliche Ablehnung von Staatsbürgerschaften und somit ein deutliches politisches Signal, das nach ganz weit außen im politischen Spektrum hindeutet) kannst du dir gerne sparen.
    Eine Unmenge an Studenten würde es, nach getaner Aufklärungsarbeit, gewiss begrüßen, nicht durch solch einen Zwangsverbund repräsentiert zu werden, sondern lieber auf freie Studentenvereinigungen nach bisherigem Muster zu setzen.

    Zu 3.: Gerade deswegen darf es keine Asten geben. Der gewöhnliche Alibistudent will doch nur Leute, die zukunftslose, ungerechte und ungerechtfertigte Klientelpolitik für ihn betreiben, ob nun ideologisch verseucht oder nicht – hauptsache auf Kosten anderer leben. Nicht dass die anderen Hochschulgruppen so viel anders agieren würden, aber die an unserer Uni präsenten sind wenigstens zu ca. 70% mit demokratischen Werten vereinbar – was man von den Asten an den meisten deutschen Hochschulen nicht behaupten kann.

    @Philipp: Genau das mit den richtigen Adressaten für die richtigen Probleme habe ich von Anfang an gepredigt. Aber der Besatzermob im Audimax hat sich ja einen Dreck um vernünftige Vorschläge gekümmert, der Weg zur Weltherrschaft schien ja fast schon offen, nachdem der Rechtsstaat und die Vernunft der Unileitung bereits kapituliert hatten. Ohne die Forderungen zu unterstützen und teilweise in direkter Feindschaft zur völligen Inkompetenz der meisten ihrer Fürsprecher und deren williger Vollstrecker, habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass es einer extrem starken Differenzierung bedarf. Man sieht ja, wie weit es die sogenannten Studentenvertreter bringen, solange sie keine Struktur in ihr Handeln bringen, ihre Argumente nicht wirklich mit Freund UND Feind ausloten und keine ideologiefreien Diskussionen zulassen. Vielleicht weil viele von ihnen aus dem Bauch heraus denken und gar nicht die Kompetenz und die Fähigkeiten zur klaren Lagebeurteilung haben? Vielleicht weil vielen von ihnen die Argumente fehlen und sie gegen Argumente nicht ankommen? Allzu oft habe ich es erleben dürfen, wie solch ein Möchtegernvertreter ins Schwitzen kam, sobald man etwas tiefer bohrte oder mit Fakten kam. Das wirft gewiss kein gutes Licht auf die fähigen Leute, die es trotz ihrer völlig falschen, ideologiegetränkten Herangehensweise zweifellos auch gibt (ja, ich kann auch dem Feind manchmal einiges zugestehen).

  15. „Staatsfeindliche Hetze“ – jetzt werden aber die großen Keulen ausgepackt. Und eine Premiere: Den Vorwurf hat mir glaube ich noch nie jemand gemacht.

    Aber zum eigentlichen Thema zurück: Du sitzt einem riesigen Irrtum auf. Du bist nämlich bereits Zwangsmitglied einer Studierendenschaft. Die nennt sich zwar nicht so und hat auch nicht die Rechte einer Verfassten Studierendenschaft, aber: Die Studierendenvertretung der FAU spricht auch in deinem Namen. Ob du sie gewählt hast oder nicht, ob du mit ihren Positionen einverstanden bist oder nicht, ganz egal. So ist Demokratie.

    An diesem Grundsatz würde sich bei der Verfassten Studierendenschaft nichts ändern. Der Unterschied wäre nur, dass die Studierendenschaft nicht mehr der Aufsicht der Hochschulleitung unterstehen würde und andererseits (und natürlich unangenehmer) sich über eigenständig erhobene Beiträge der Studierenden finanzieren würde. Ansonsten aber ist es eine Studierendenvertretung, deren Mitglieder demokratisch gewählt werden, in allgemeinen, freien, gleichen und geheimen Wahlen, wenn du’s pathetisch willst.

  16. Typisch, du liest nur das, was du lesen willst und wie du es lesen willst. Du kannst so viele Verfasste oder sonstige Studierendenschaften gründen, das ist mir egal – solange ich niemanden finanzieren MUSS. Aber du brauchst diesen Zwang, denn anders würde ja eure Gleichschaltungsmaschinerie nicht funktionieren.

  17. Oh, ein kleiner Sloterdijk…

    Ich zahle zur Zeit ziemlich viel Geld für eine Regierung, die lauter Dinge tut, die ich gar nicht will. Das ärgert mich zwar (und ich arbeite daran, dass es diese Regierung durch Abwahl möglichst bald nicht mehr gibt), aber ich zahle natürlich trotzdem. Denn eine Mehrheit der Menschen, die mit mir in diesem Staat leben (oder vielmehr derjenigen, die mit mir in diesem Staat leben und wählen dürfen) hat diese Regierung nunmal gewollt. Blöd gelaufen für mich.

    Und übrigens finanziere ich jeden Monat mit glücklicherweise nicht soviel Geld eine Studierendenvertretung, die a) für mich gar nicht zuständig ist (kein Student mehr) und b) noch dazu viele Dinge tut, die ich gar nicht möchte. Wieder blöd gelaufen für mich.

  18. Nun, in unserem land bist du nun mal gezwungen, die Demokratie hinzunehmen (was für dich ja ganz schlimm sein muss, aber vielleicht wanderst du ja auch einfach nach Nordkorea aus).

    => Gerade deswegen braucht es keine Verfasste Studentenschaft, damit es keine pseudodemokratisch legitimierte Gruppe von Aktivisten schafft, hier etwas mitentscheiden zu können. So wie es jetzt ist, läuft es doch sehr gut – ich sehe immer noch keinen Grund, etwas zu ändern, und es hat auch noch nie jemand einen vernünftigen Grund geäußert. Warum nicht? Weil die befürworter zu 80% demokratiefeindliche Spinner sind, die wissen, dass sie in diesem Land keine Perspektive haben, und deswegen wenigstens die Hochschulpolitik füt ihre Absichten mißbrauchen können, da die Grundstrukturen der Hochschulpolitik sehr anfällig dafür sind, einer kleinen aber aktiven Revoluzzergruppe zur Machtergreifung zu verhelfen, sobald die Möglichkeit einmal eingeführt wurde.

    Im übrigen argumentierst du wieder am Thema vorbei – ich höre seit etlichen Zeilen von dir nichts anderes als dass es dir nicht passt, in einem demokratischen Land mit einer demokratisch gewählten Regierung zu leben – das hat mit dem zwang, gebühren für eine Asta abzudrücken, praktisch gar nichts zu tun. Aber das liegt ja anscheinend in deiner Natur, vom Thema abzuweichen, sobald dir nichts einfällt, um dich argumentativ zu behaupten.

    Das du als Ex-Student hier weiterhin aktiv bist, bestätigt mich nur noch mehr – denn in der realen Politik da draußen gibt es für dich keinen Platz, an dem du mitgestalten könntest, während du dich durch die geringe Anzahl aktiver und den hohen Anteil an Gleichgesinnten unter den Aktiven wohl fühlst.

    Im übrigen geht dein geld nicht an diese Regierung, die dir so mißfällt, sondern an den Staat als gesamtes gebilde, 90-95% von dessen Ausgaben völlig unabhäämgig von der konkreten personellen oder parteilichen Zusammensetzung der Regierung ist. Wenn dir also nicht passt, was mit deinem Geld gemacht wird, müsstest du dich gegen jede Art der Regierung aussprechen, die das momentane politische System Deutschlands repräsentiert, was wiederum eine grundsätzlich verfassungsfeindliche Einstellung wäre. Und dann willst du dich noch aufregen, dass man dir staatsfeindliche Hetze vorwirft (wobei ich es dir nie direkt vorgeworfen habe, wir sind doch hier höflich zueinander)?

  19. Junge, Junge. Ich empfehle ja: Erst lesen, dann schreiben. Wo in dem folgenden Zitat aus meinem obigen Kommentar siehst du den Nicht-Akzeptanz von Demokratie:

    „Das ärgert mich zwar (…), aber ich zahle natürlich trotzdem. Denn eine Mehrheit der Menschen, die mit mir in diesem Staat leben (…) hat diese Regierung nunmal gewollt.“

    Für mich ist das Akzeptanz von Demokratie und nicht das Gegenteil. Aber vielleicht bin ich auch nur zu dumm, das zu begreifen.

    Und der Zusammenhang zum Thema: Mir ging es um die Feststellung, dass man Steuern (Beiträge zu einer Studierendenvertretung) auch dann zahlen muss, wenn einem die Zusammensetzung der aktuellen Regierung (Mehrheit der Studierendenvertretung) nicht passt. Das hattest du in deinem letzten Kommentar ausdrücklich bestritten („Du kannst so viele Verfasste oder sonstige Studierendenschaften gründen, das ist mir egal – solange ich niemanden finanzieren MUSS“).

    Zur Frage, warum ich als Ex-Student immer noch in diesem Forum aktiv bin und ob ich in der realen Politik keinen Platz finde, empfehle ich Google.

  20. Diskutiert doch nicht mit E.T., wer seine Beiträge schon länger gelesen hat, hat schon längst gemerkt dass das ein totaler Schwachkopf ist. Oder ein sehr elaborierter Troll. Sicherlich jedenfalls kein vernünftiger Diskussionspartner, vor allem nicht beim Thema Politik.

    Halt! Eigentlich reichen dazu ja schon die Beiträge, die er hier zu diesem Thema abgelassen hat.

    Die Antwort des Ministers finde ich sehr interessant, das Argument mit der verf. Studierendenschaft ist tatsächlich kaum zu halten. Aber die Staatsregierung kann ja auch schwer reinschreiben, dass sei einfach keine Stärkung der Studierenden in der Hochschule möchte. Dass einige Asten Mist gebaut haben, stimmt, allerdings sind das die typischen Aufregerausnahmen. Sonst hätten ja die anderen Länder alle genauso gehandelt wie Bayern.

  21. Ich stimme Ford Perfect in beiden Punkten zu.

    Ich hoere auch keinen konservativen Repraesentanten ein Parteiverbot fuer die eigene Organisation fordern, nur weil ein Mitgleid in kriminelle Aktivitaeten verwickelt war, oder ein Verbot aller Banken, weil es jetzt ja ein Beispiel fuer Probleme im System gab. Hier wie dort ist eine differenzierte und nuechterne Betrachtung angebracht, auch wenn politisch-taktischer Populismus das leider in beiden Faellen fuer das jeweils andere Ende des politischen Spektrums verhindert. Schade.

    Im Sinne einer nuechternen Betrachtung moechte ich anmerken, dass es ebenso angebracht ist, sich Gedanken ueber die Ausgestaltung einer handlungsfaehigen Studierendenvertretung zu machen. Dazu gehoert in meinen Augen definitiv kein allgemeinpolitisches Mandat, und auch die (durch Ba/Ma noch wesentlich verschlechterte) personelle Kontinuitaet erfordert strukturelle Sicherheitsmaßnahmen z.B. in Finanzfragen.

    Aber es ist eben nicht mit allen Menschen moeglich, dazu eine post-pubertaere Diskussion
    zu fuehren…

  22. „Gerade deswegen braucht es keine Verfasste Studentenschaft, damit es keine pseudodemokratisch legitimierte Gruppe von Aktivisten schafft, hier etwas mitentscheiden zu können.“

    Hahaha… herrlich, eine völlig neue Form der Unterhaltung. Naja, das zeigt, wessen Geistes Kinde du bist. Naja, Demokratie ist ja eigentlich auch gar nicht so wichtig, was?

    Eine verfasste Studierendenschaft wäre ein weiterer Baustein in einer aktiven Demokratie, einer Demokratie, die sich nicht darin erschöpft, dass alle vier Jahre Bundestagswahlen statt finden. Es wäre die Gelegenheit einer ernsthaften Mitbestimmung und auch Mitgestaltung.

  23. Mein Gott, dieser E.T. ist ein echter Penner. Kennt man dich eigentlich persönlich, hast du dich schon mal irgendwo in natura blicken lassen? Warst du im Plenum im Audimax dabei? Wenn nicht, kann ich das verstehen (waren ja alles nur Neomarxisten und Pseudo-68er, was? 😉 ), aber engagierst du dich in deiner Fachschaft und in der Studierendenschaft? Ach übrigens: FSI heißt ausgeschrieben „Fachschaftsinitiative zur Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft“. E.T., du sorgst bei mir immer für gute Unterhaltung. Möchtest du das nicht auch im Forum von http://www.studierendenschaft-uni-erlangen.de tun? Ich wäre dir dankbar, jeder Lacher ist ein guter Lacher.

    Bist du eigentlich ein S&M-Fetischist, oder warum forderst du immer weniger Mitspracherecht, höhere Studiengebühren und die Erschießung von Kommilitionen, wenn du selber ein Student bist? Ich dachte immer, dass Studenten Studenten sind.

  24. Wobei man dem E.T. echt lassen muss, dass er sich für seine Beiträge immer viel Zeit nimmst. Außer er beherrscht das Zehnfingertippen. Ändert trotzdem nix am hirnverbrannten Inhalt. Ich würde dich gerne mal persönlich kennenlernen. Bist du einer von denen, die mit polierten Lederschuhen, langem schwarzen Mantel, Ledertasche unterm Arm und Bügelfaltenhose in die Uni mit dem eigenen Auto oder dem Bus fahren und sich jeden Morgen am Kiosk davor die Süddeutsche kaufen, um sie dann im Bus und in der Caffete publikumswirksam zu studieren und dabei einen schwarzen Kaffe trinken und ein neues BlackBerry Bold 9700 schön auffällig neben die Kaffeetasse legen? Du stehst auf blond mit zünftiger bayerischer Tracht? Du gehörst zwar nicht zu meinem Freundeskreis, nur interesseshalber würde ich dich aber schon mal persönlich sehen wollen (aus sicherer Entfernung, nicht dass du mir noch an die Gurgel springst, wie hier im Forum immer).

    In diesem Sinne: Mit bayerischem Gruße. Dein Superfreund

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