Antrag auf Senkung der Studiengebühren – ABGELEHNT!!

Eine der zentralen Forderungen der aktuellsten Studierendenproteste ist weiterhin die Abschaffung der Studiengebühren. Unterstützt wird diese Forderung durch die neue Vorabauswertung einer Studie des Hochschulinformationssystems vom November 2009, welche aufzeigt: Studiengebühren schrecken vom Studieren ab! 69 Prozent derer, die kein Studium aufnehmen wollen, geben an, dass Studiengebühren die finanziellen Möglichkeiten übersteigen (Studie-HIS).

Abschaffen kann die Gebühr nur der Minister Heubisch, aber die FAU könnte auf den Mindestbetrag (nach bay. Hochschulgesetz) von 300€ senken. Daher reichten die Studentischen Mitglieder im Senat einen Antrag auf Senkung der Studiengebühren auf diesen Mindestbetrag ein.

Laut der Evaluation von Studiengebühren an der FAU durch Dr. R. Wittenberg (2008) bewertet die Mehrheit der Studierenden Tutorien, Studentische Hilfskräfte und die Zusatzausstattung für Bibliotheken, PC-Pools und Ähnlichem als aus Studiengebühren finanzierbar. Summiert man diese drei Posten aus dem Antragsvolumen eines Semesters, ergibt sich an der FAU ein Betrag von rund 235 Euro. Auf diesem Argument baute der Antrag auf Senkung der Studiengebühren hauptsächlich auf. Die Studienbeitragssatzung der FAU sieht vor, das Zentrale Gremium zur Verwendung der Studienbeiträge (ZGS) bei der Bestimmung über die Höhe der Studiengebühren mit einzubeziehen. Trotz paritätischer Besetzung sprach dieses Gremium sich gegen den Antrag aus – nach Stimmengleichheit entschied der Vorsitz! Dieser Empfehlung kam der Senat nach, und lehnte den Antrag auf Senkung der Studiengebühren ab.

Besonders aufgrund des geschilderten Beispiels lässt sich ernüchternd feststellen: Solange in Gremien eher unstrittige Anliegen diskutiert werden, wird nach der Entschlussfassung in der Öffentlichkeit allzu gerne auf die Beteiligung von Studierenden in Hochschulgremien verwiesen – als Musterbeispiel für gelebte Mitbestimmung. Sobald jedoch die studentische Meinung abweicht, wird diese Stimme einfach überstimmt. Damit stellt sich natürlich die Frage: Ist eine tatsächliche Mitbestimmung der Studierenden an FAU gewünscht oder wird sie nur nett in den Medien kommuniziert, um weitere Proteste zu vermeiden?

38 Antworten auf „Antrag auf Senkung der Studiengebühren – ABGELEHNT!!“

  1. Ob das die richtige Entscheidung war? Ich bin gespannt… Denn jetzt halte ich es für gut möglich, dass die Studenten lauter und radikaler werden, als sie es im November waren. Schließlich war die Senkung der Studiengebühren wohl eine ihrer Hauptforderungen an die Universitätsleitung.

    Viele Grüße.
    Manfred

  2. Wurde irgendein Grund für die Ablehnung angegeben.. ?! Falls es kein halbwegs vernünftiger Grund war bzw. der Grund nicht unter den Studenten kommuniziert wird, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das Ganze wie ein Schlag ins Gesicht aufgefasst wird. Das führt sicherlich nicht zur Entspannung der Lage…

  3. Studentische Mitverantwortung bedeutet nun mal nicht eine Diktatur des Studentenmobs, sondern eben Teilhabe. Das heißt, Studenten dürfen ihre Meinung äußern und mitabstimmen – MITentscheiden und nicht ENTscheiden. Kann nun mal nicht alles nach der FSI-Pfeife tanzen, daran sollten sich die lieben Vertreter wohl gewöhnt haben.

    Und wer radikaler wird, gegen den sollten endlich Maßnahmen ergriffen werden. Unsere Demokratie sollte sich endlich als wehrhaft erweisen gegen radikale Elemente.

  4. „Und wer radikaler wird, gegen den sollten endlich Maßnahmen ergriffen werden. Unsere Demokratie sollte sich endlich als wehrhaft erweisen gegen radikale Elemente.“

    1. Demokratie bedeutet Mitbestimmung und wir haben sicherlich nicht in diesem Maße Mitbestimmung, in dem wir sie haben sollten.

    2. Schon mal was von radikaldemokratisch gehört? Aber soviel Mitbestimmung macht dir wahrscheinlich nur Angst. Radikal heißt weder gewalttätig, noch undemokratisch. Radikal sind zum Beispiel Forderungen nach einer umfassenden Veränderung des Bildungssystems. Ist das etwa undemokratisch?
    Denk mal über deinen Inhalt nach bevor du hier soviel polemischen Mist schreibst (ist ja nicht das erste Mal).

    Und ja, die Studenten sollten aufhören zu hoffen, dass sie irgendetwas geschenkt bekämen, wenn sie nur häufig genug bitten würde. Wer sich über Vorgänge wie obigen wundert, der hat definitiv zuviel Hoffnungen in diese Art der „Mitbestimmung“.

  5. „1. Demokratie bedeutet Mitbestimmung und wir haben sicherlich nicht in diesem Maße Mitbestimmung, in dem wir sie haben sollten.“

    Wer sagt, dass Studenten diese haben SOLLTEN? Das liegt ja wohl kaum im Ermessen des Studenten. Seit wann bestimmt der Wolf, wie viele Schafe er fressen darf?

    Und was du mit unserem Bildungssystem machen würdest, kann ich mir vorstellen. Dann schon lieber das System von heute…

  6. Es handelt sich um ein paritätisch besetztes Gremium, das allerdings rein über Belange der Studierenden tagt! Das heisst nicht, dass man die Studierenden in der Entscheidungsfindung alleine lassen sollte, ich denke es ist vollkommen richtig und wichtig, dass dieses Gremium auch mit Professoren besetzt ist.

    Allerdings: Wenn die Studierenden sich in diesem Gremium einig sind, dann ist das etwas, das von Professorenseite akzeptiert werden muss. Die ordentliche Vorgehensweise des Gremiumsvorsitzes ist in diesem Fall, sich entspr. zu enthalten. Das Entscheidungsrecht des Vorsitzenden für die Patt-Situation ist an die Funktion des Vorsitzes, und nicht die Person/Meinung des Betroffenen gebunden.

    Im Studiengebührengremium der Informatik z.B. sind die Professoren integer genug, dies entsprechend umzusetzen. Dort würde ein Beschluß nie gegen den einstimmigen Willen der Studierenden erfolgen. So etwas würde ich eigentlich auch auf den höheren Ebenen erwarten!

    Die Interpretation des Ergebnisses durch die Studierenden als „Schlag ins Gesicht“ ist leider ganz klar gerechtfertigt.

    p.s.: E.T. bitte getrost ignorieren.

  7. YEAH, unangenehme stimmen werden ignoriert, was soll man von den Linken auch sonst erwarten, haha.

    Die Professoren MÜSSEN gar nichts akzeptieren. Ob die Studenten sich einig sind oder nicht – das hat null Aussagekraft. ja es geht um Belange der Studierenden – aber im Rahmen der Universität als Körperschaft des öffentlichen Rechts, und nicht als privaten Studentenklub. Und dementsprechend haben sich Studenten (wie auch Professoren) an die Satzung zu halten – mehr nicht. Alles darüber hinausgehende ist eine nette Geste an die sogenannten Studentenvertreter – aber diese undankbaren ewig unzufriedenen meinen, daraus irgendwelche Rechte beanspruchen zu können oder der Unileitung irgendwelche Pflichten auferlegen zu dürfen. Nenene, so läuft das nicht. Die Hoheitsgewalt über unsere Universitäten liegt (glücklicherweise) beim Land Bayern und nicht bei den Studenten, und wem das nicht passt, kann darauf bei den nächsten Landtagswahlen Einfluß zu nehmen versuchen oder eine private Universität gründen.

  8. E.T., du bist immer für einen Lacher gut. Kann man dich irgendwie abonnieren? Ich hoffe, du wirst für deine großartige Arbeit bezahlt. Wenn nicht, such dir einen Sponsor! Axel Springer oder so was in der Art.
    So, ich freue mich schon riesig auf deine Antwort!

    PS: Proteste und Aktionen werden definitiv folgen. Versprochen.

  9. […] „Studienbeiträge in Höhe von 500 Euro pro Semester stellen insbesondere für einkommensschwache Familien und für diejenigen, die sich ihr Studium ganz oder teilweise durch Arbeit selbst finanzieren müssen, eine ernstzunehmende Belastung dar.“ […]

  10. Julia schrieb: „Ist eine tatsächliche Mitbestimmung der Studierenden an FAU gewünscht oder wird sie nur nett in den Medien kommuniziert, um weitere Proteste zu vermeiden?“

    Ich denke, dass dies nicht gerade weitere Proteste vermeidet. Für mich heißt es jetzt schon: Die halb fertigen Pläne wieder aus der Schublade holen und bis Semesterbeginn ausarbeiten. Es darf sich gespannt werden.

    Jeder ist dazu eingeladen, mitzuhelfen und mitzumachen! Die Studierendenschaft umfasst ja bekanntermaßen jeden Studenten. Auch kritische Zeitgenossen dürfen sich beteiligen und ihre Ideen einbringen. Ansonsten geht deren Stimme verloren und sie schieben sich selbst aufs Abstellgleis der schweigenden Masse. Blog-Kommentare helfen da auch nicht. 😉

  11. Ihr habt eigentlich echt Recht. Ich denke, ich arbeite in den Arbeitsgruppen der Studierendenschaft in Zukunft mit. Vielleicht ist der Dialog mit euch doch besser als die Konfrontation. Schließlich ziehen wir ja doch alle an einem Strang. Wann und wo muss ich sein, um mitmachen zu können?

  12. Welch Glanzleistung, unter fremden Namen zu posten!

    Ich habe das Mitarbeit durchaus versucht – und fertige Konzepte unter anderem für WISO-Studiengänge entworfen, Unmengen an Ideen im WISO-Fachbereichsqualitätsforum im studon gepostet – und viele andere Vorhaben als Blödsinn auseinandergenommen.

    Nur scheinen die Mühlen der Studierendenvertreter sehr langsam zu mahlen, was konstruktive Vorschläge angeht.

  13. Allora, die Konzepte für WiSo-Studiengänge würden mich jetzt wirklich interessieren – vor allem weil in der BA-Kommission gerade ziemlich viel Bewegung ist. Wurden deine Ideen schon bei Wiwi-Klartext aufgegriffen? Falls nicht, schau doch mal im FSI-Büro vorbei und berede das mit den Leute in der Kommission oder schicke uns eine Mail an post[at]fsi-wiso.de.

  14. Ja einige Dieen wurden von RCDS-Vertretern bei wiwi-Klartext in ihrer präsentation erwähnt, auch wenn ich dem RCDS nicht zutraue, diese in vollem Umfang verstanden zu haben.

    Ich kann dir/euch gerne mal eine kleine Excel- oder Powerpointdatei zuschicken mit einer möglichen Neustrukturierung, die mir als ein Anfang vorschweben würde – oder wir können das auch gerne persönlich besprechen.

  15. Ich persönlich finde es sehr schade, dass die Gebühren nicht gesenkt wurden- auch wenn dies erst ein kleiner Schritt zur Erreichung des Zieles gewesen wäre.
    Studentische Mitbestimmung, so wie man sie uns derzeit gewährt ist demnach für mich nicht existent und verdeutlicht eigentlich nur, wie verzweifelt die Studenten waren und wieso man Hörsaäle besetzt hatte- denn in den vorgesehenen Strukturen geäußerter Unmut und Unzufriedenheit verpufft offensichtlich ohne Echo.
    Allein dieser Umstand sollte uns nachdenklich stimmen.
    Noch trauriger machen mich allerdings die bedenklichen Aussagen des E.T.. Ich bin aber auch so tolerant und gewähre diese Toleranz vorbehaltlos jedem, egal welche Position er vertritt, dass ich dessen Aussagen nicht weiter kommentieren muss.

  16. Nennt doch mal einen einzigen vernünftigen Grund, STudenten mehr Mitbestimmung zu geben? Warum sollte man eine staatliche Einrichtung, vom Steuerzahler bezahlt, vom Ministerium verwaltet, von der Unileitung geführt, auch von Studenten mitführen lassen? Arbeitslose führen im Arbeitsamt nichts zu bestimmen, Steuerzahler haben gegenüber dem Finanzamt nichts zu bestimmen, warum sollten Studenten an staatlichen Anis also was zu sagen haben?
    Im Übrigen haben Studenten an der FAU heutzutage mehr Mitwirkungsrechte, die ihnen freiwillig und ohne gesetzliche Regelungen dazu eingeräumt erden, als an den meisten anderen deutschen Unis. Es gibt kaum einen Fachbereich hier, an dem studentische Vertreter nicht mit Dozenten über Probleme reden könenn und einiges bewirken können. Aber wie egsagt, es kann (und sollte) ja auch nicht alles nach der anarchistischen Studentenpfeife tanzen.

    Ich bin gespannt, ob auch nur eine brauchbare Antwort kommen wird.

  17. Jeder Arbeitgeber, der ein bisschen Hirn hat, ermöglicht seinen Angestellten Mitbestimmung! Bei Google dürfen die Mitarbeiter über 20% ihrer Zeit selber verfügen. Und das obwohl es Google GELD kostet.
    Wer garantiert dafür, dass der Staat die richtigen Entscheidungen trifft? Du etwa, E. T.? Geh zurück auf deinen Marsplaneten, oder wo du hergekommen bist.
    Du hälst uns Studenten wohl für dumm und faul. Dabei sind wir diejenigen die unter der BACHELORBULIMIE leiden. An unserem Bildungssystem ist schon länger vieles faul. Und hast du es repariert? E.T.? Beweg mal was, anstatt nur hier eine Diskussion ohne Sinn anzufangen. Mach Vorschläge, was sich an der Uni verändern könnte. Bist du dazu fähig mitzubestimmen?

  18. Na klar bin ich das. ich hab aber nicht vor zu bestimmen, weil ich keine Legiotimation zum bestimmen habe – und die gibt es an einer staatlichen Einrichtung nur vom Staat. Wenn, dann bin ich ebreit zu Vorschlägen.

    Und dieses Luschenstudium, über das ihr alle euch ständig beschwert, als Bulimie zu bezeichnen, nun das kommt eben von den ewig Unzufriedenen denen mans nie recht machen kann. Die Bachelorstudiengänge müssen im Einzelnen gewiss noch rationalisiert und optimiert werden, hier und da braucht es immer etwas Feintuning, aber das System selbst ist ein ziemlich großer Fortschritt gegenüber den alten Studiengängen. Das soll hier jedoch nicht das Thema sein.

    Ich kenne 5-6 Studiengänge dieser Uni sehr gut und bin mit ca. einem Dutzend Studiengänge grob vertraut, und ich denke ich habe durchaus einige Ideen, die interessant wären, um einige inkrementelle Verbesserungen durchzuführen.

  19. Da passt es ja, dass ich noch einmal auf deine Studiegangskonzepte für die WiSo zu sprechen kommen will. Schicke sie mir am besten an sprecherrat[at]stuve.uni-erlangen.de, werde die Mail dann an die Personen in der Kommission weiterleiten. Danke!

  20. Hallo zusammen!
    Jetzt misch ich mich doch mal ein wenig ein…
    Ich finde, die Diskussion hier hat eine falsche Wendung genommen.
    Meiner Meinung nach sollte man sich eher darüber aufregen, dass die Studiengebühren nicht gesenkt werden, als darüber, dass die Studenten das nicht mitbestimmen durften.
    Obwohl mehr Mitbestimmung natürlich ganz toll wäre, finde ich, dass man sich da erst gar nicht Hoffnung machen braucht. Wir haben eben einfach ein bevormundendes System und viel zu wenig wütende Meute, die sich dagegen auflehnt.
    Am besten ist, wir schließen unser Studium jetzt ganz schnell ab und machen (wie E.T. so toll vorgeschlagen hat) unsere eigene Uni auf, die vom Staat unabhängig ist. Wäre übrigens keine Neuheit (Université populaire de Caen).
    Dafür müssen wir allerdings erstmal dafür sorgen, dass jeder überhaupt ersmal auf einen passenden Bildungsstand kommt, das heißt das, wie schon so oft erwähnt, Bildung für alle zugänglich ist.
    Und ja, mein Statement ist übertrieben, aber dennoch nicht als Scherz gemeint.

  21. Ich kann dein Grinsen über den Zeit-Artikel förmlich sehen… Du hast bis zum Erbrechen raushängen lassen, dass du hochschulpolitisches Engagement von Studenten wirklich bis auf den Tod hasst. Der Stein wird aber nun mal von vielen jetzt ins Rollen gebracht. Wenn du wirklich überzeugende Argumente bringst, dann begeistere doch _andere_ davon, organisiere selbst Demonstrationen. Oder von mir aus eine Gegendemo gegen unsere geplante zu Semesterbeginn! Ich würde dich sogar persönlich über Ort, Zeit, Dauer und Ablauf informieren. Bitte, verstehe mich jetzt nicht falsch, diesmal meine ich wirklich alles ernst. Es ist vollkommen in Ordnung, dass du eine andere Meinung hast als ich. Es bringt aber rein gar nichts, wenn du sie immer nur hier und im PhilFak-Forum kundtust. Du musst rausgehen und Gleichgesinnte suchen!

    Bitte merke dir: Du bist auf deinem Weg nur zwei Dingen unterworfen: Ein paar Gesetzen und deinem Gewissen. (Naja gut, und vielleicht wie immer auch einer Frau…) 😉

  22. Demos sind in für mich kein akzeptables Mittel des politischen Konfliktaustrags, sondern eine pöbelhafte Ansammlung des Mobs, der sich nicht anders behelfen kann als den Rechtsstaat durch Lärmbelästigung und Behinderung des Straßenverkehrs herauszufordern. Wer etwas verändern will, muss dafür einen klaren Auftrag vom Souverän (der wahlberechtigten Bevölkerung) erhalten. Dies ist in diesem land immer noch nur im Rahmen der Landtagswahlen oder durch ein Volksbegehren möglich, beides steht euch als demokratisches und legitimes Mittel zur Verfügung. Anscheinend sehr ihr euch außerstande, eure Ziele mehrheitsfähig zu gestalten, und begebt euch somit auf den militanten Pfad. Das kann und werde ich niemals gutheißen, weil das für mich ein Akt der Barbarei ist und ich es realpolitisch nur als einen potenziellen aggressiven Akt seitens der Feinde unserer freiheitlichen und demokratischen staatlichen Ordnung und ihrer Mitläufer deuten kann.

    Ich sagte nie, dass ich Engagement nicht gutheiße. Ganz im Gegenteil. ich würde mir mehr davon wünschen. Jedoch nicht in der von euch geforderten Form. Studenten haben nicht zu bestimmen, wie eine Körperschaft öffentlichen Rechts zu funktionieren hat. Meine weiteren Argumente und Vorbehalte zum Thema habe ich bereits weiter oben ausführlich, wenn auch zugespitzt, dargelegt.

  23. Ok, hier dreht sich die Diskussion grad bisschen wenig um Studiengebühren sondern ist in die Ecke „Sind StudierendenvertreterInnen & StudentenInnen die sich engagieren wollen legitim oder nicht?“ abgedriftet.

    Erst mal – da du (E.T.) ja schreibst, für dich haben nur Gewählte Vertreter die auch durch Gesetze legitimiert sind was zu melden – würde ich spontan mal das BayHSchG mit den Artikeln zu der Zusammensetzung der Gremien etc. empfehlen. Detaillierter ist das auch in der GO unserer Uni geregelt, was z.B. Studiengebührengremien etc. angeht. Links zu beiden findest du – wie du wahrscheinlich weisst hier http://www.sprecherrat.uni-erlangen.de/rechtsgrundlagen.shtml

    Und ums vorwegzunehmen: den Teil mit „(der wahlberechtigten Bevölkerung)“ hab ich registriert. 1) Sind die Wahlberechtigten bei Hochschulwahlen ein Teil dieser Bevölkerung, 2) Gibts für alle Interessensgruppen in unserer Bevölkerung auch zwischen den Wahlen Möglichkeiten auch Politische Entscheidungen Einfluß zu nehmen. Jede Gruppe (z.B. Studierende) die sich davon ausnimmt, braucht sich am Ende nicht wundern wenn „nach der Wahl“ nicht „nach der Wahl“ ist.

    Auch um zu vermeiden dass wir uns jetzt weiter im Kreis drehen: Natürlich kann das BayHSchG nur der Bayerische Landtag ändern – genauso wie ausreichend Mittel für Hochschulen zur Verfügung stellen die Studiengebühren überflüssig machen würden. Aber jede vom BayHSchG und Studiengebühren betroffene Gruppe bringt ihre Vorschläge und Bewertungen dazu ein. Gleicher Punkt wie bei Wahlen… Wers nicht tut braucht sich nicht wundern.

    Letzten Endes sind auch Gesetze nicht in Stein gemeißelt, und manchmal nicht mit unserem obersten Gesetz in der BRD – dem Grundgesetz – vereinbar. Ohne dass ich jetzt populistisch Beispiele dafür aufführen will. Der Punkt ist, Ich und alle anderen Studierendenvertreter der FAU die ich kenn, erkennen selbstverständlich das Grundgesetz an!

    Back to topic: Bitte mal Kommentare zum Thema Studiengebührensenkungsantrag! Bewertungen usw.
    Dass Studentische Mitbestimmung hier mit angesprochen wurde ist wichtig, aber wir sollten mal wegkommen von „alles linksradikale aktivisten“ (–> komm einfach mal vorbei, und du wirst positiv überrascht sein). Schließlich gings in dem Artikel gar net um „Wir wollen die Mehrheit in allen Gremien stellen“ sondern lediglich drum, dass in dem einzigen paritätisch besetztem Gremium unsere Uni eine Abstimmung die unentschieden ausging nicht etwa als solches Ergebnis behandelt, sondern einseitig in eine Richtung gekippt wurde.

  24. „in dem einzigen paritätisch besetztem Gremium unsere Uni eine Abstimmung die unentschieden ausging nicht etwa als solches Ergebnis behandelt, sondern einseitig in eine Richtung gekippt wurde“

    und das völlig zurecht und legitim.

    „komm einfach mal vorbei, und du wirst positiv überrascht sein“

    Danke, ich kenne zwei FSI-Gruppen unserer Uni bereits. Meine Abneigung ist auch nicht persönlich gemeint.

    „Studiengebührensenkungsantrag“

    Wurde eigentlich besprochen, was mit den fehlenden Mitteln passieren soll? Würden die irgendwie ersetzt? Nach der STudiengebührensenkung für Familien mit mehr als einem studierenden Kind hat die Uni bereits enorme Ausfälle an Studiengebühren zu verzeichnen, die nicht kompensiert wurden und z.B. and er WISO-Fakultät eine Kürzung der Zuschüße für Skripten, eine Streichung des Druckguthabens in CIP-Pools und weitere Sprmaßnahmen zur Folge hatte.

    Welche weiteren Verwüstungen wären durch eine weitere Senkung zu erwarten? Nicht dass ich meine Studiengebühren gern zahle, aber irgendwo genieße ich es schon, dass die von mir benutzten Bibliotheken hochaktuelle Literartur anschaffen können und würde es ungern wieder vermissen.

  25. Der Staat würde natürlich nie auf die Idee kommen, die fehlenden Mittel zu ersetzen. Wir haben uns vor der Antragsstellung auch Gedanken über die Ausfälle gemacht. Zum einen beruhen die vorgeschlagenen Kürzungen auf den Wünschen der Studierenden (Umfrage zu Studiengebühren an der FAU durch Dr. Wittenberg) und zum anderen bestünde schon noch Einsparungspotential, ohne dass zusätzliche Tutorien, Zusatzausstattung für Bib & PC-Pools und Hiwis gestrichen werden müssten.

    Um nur ein paar Beispiele an der Wiso zu nennen – wo wir gerade schon mal hier sind: überteuerte Glaskastenlerninseln (3 für ca. 5.000 Studis), Glaskasteninfothek, Beamer in JEDEM Raum und dazu noch 5 mobile Teile (man weiß ja nie), die plötzliche und unvorhersehbare Aufnahme von 1.200 Erstsemester – hopla – Übertragungstechnik in die anderen Hörsäle muss finanziert werden, Masterkoordinatoren, Mentorenprogramm (zusätzlich zur Planspielwoche)…
    An den anderen Fakultäten sieht das Einsparungspotential nicht viel anders aus.

    Die Streichung der Skripte-Druck-Subvention wird kaum auffallen, da die Bezuschussung sowieso sehr gering war.

    Abgesehen davon spielt die Grundeinstellung gegenüber Studiengebühren wohl eine entscheidende Rolle.

  26. Genau das ist das Problem: Anstatt dass erst überlegt würde, was wirklich sinnvoll wäre und auf dieser Basis die Höhe der Studiengebühren berechnet würde, wird momentan gemäß des bayer. Landeshochschulgesetz einfach generell der Höchstsatz verlangt. Und dann muss das Geld aber auch ausgegeben werden, auf Teufel komm raus.

    Hätte ich Geld im Überfluss und wollte mir ein Auto anschaffen, würde ich mir auch weniger Gedanken darüber machen, ob es ein Porsche sein muss oder ob mir nicht ein Golf reicht.

  27. Um E.T. zu beruhigen:
    Deine beiden Punkte, die seit der Geschwisterregelung nicht mehr finanzierbar seien („Zuschüße für Skripten“ und „eine Streichung des Druckguthabens in CIP-Pools“) sind bei näherer Betrachtung nie eine Leistung, sondern eine doppelte Umverteilung mit Abzug gewesen.

    Von deinen 500€ Studiengebühren werden Verwaltung- und Sicherungsfondkosten abgezogen (zusammen 8%). Das heißt, um dein Druckguthaben zu finanzieren – sagen wir in Höhe von 20€ – bezahlst du nicht nur diese 20€ sondern etwa 21,74€ an Studiengebühren. Bei der Skriptensubventionierung funktioniert das entsprechend (Ein Skript, für das du mit selbstaufgeladenem Druckguthaben in den Cip-Pools 5€ brauchst, kostet dich 5,42€ Studiengebühren. Fällt nur nicht auf, weil du das Geld ja schon Monate vorher bezahlt hast).

    Die restliche Erklärung… unnötige Kosten… Wohlfahrtsverlust… etc. … erspar ich uns.

  28. hey E.T.

    du bist ein autoritärer, reaktionärer STAATsbürger.
    eine Diskussion mit dir muss antagonistisch verlaufen.
    Was also willst du? Bzw. was wollen alle anderen, die mit diesem Typen diskutieren. Er steht auf der anderen Seite.
    Eine drummer Schelln ist das passende Argument für solche Typen

  29. Danke elliot, ich sehe das ähnlich. Die krankhafte (vielleicht auch zwanghafte) Einstellung von E.T. ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Ein Student ist bereits aus dem Alter heraus, wo er noch von Eltern und Älteren erzogen wird. Jetzt muss er selber seinen Charakter weiterformen. Dazu gehören nun mal Toleranz, Weltoffenheit, Gerechtigkeitsbewusstsein und höfliche Umgangsformen. Letztere würde ich allerdings selber kurzzeitig beerdigen, sollte ich E.T. mal nachts irgendwo begegnen.

    Viele Grüße an alle netten Menschen!

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