Bericht von der Sitzung des studentischen Konvents

Letzten Mittwoch, den 9. Juni beschäftigte sich der studentische Konvent in seiner Sitzung mit dem Thema der „Karte für alles“, studentischen Vertretern im Ausschuss für Lehre und Studium (LuSt) und im zentralen Gremium zur Verwendung der Studienbeiträge (ZGS) und der gescheiterten Versammlung aller Studierenden. Natürlich baten auch die am gleichen Tag stattfindenden Studentenproteste Gesprächsstoff.

Zur Umsetzung der neuen „Karte für alles“ gab es einen kurzen Bericht was bisher an Vorprojekten durchgeführt wurde und wie es nun weitergehen wird. Zunächst gibt es eine europaweiten Ausschreibung. Erst nach deren Abschluss und der Zuschlagserteilung wird es richtig los gehen.

Von den Vertretern aus LuSt und ZGS wurden Berichte über die Arbeit in den Gremien eingeholt und noch Rücksprache zu bestimmten Themen gehalten. So soll die Arbeit in Zukunft durch vermehrten Austausch mit den Vertretern im Senat verbessert werden.

Wie bereits berichtet, findet die Versammlung aller Studierenden in diesem Semester nicht statt. Stattdessen hat sich nun der Konvent mit der Universitätsleitung für die kommenden Semester auf Termine geeinigt, an denen eine solche Versammlung stattfinden kann. Für das kommende Semester wäre das der 23. November. Ob dann im Wintersemester allerdings wirklich eine Versammlung aller Studierenden durchgeführt wird, liegt in den Händen des neugewählten Konvents.

Am Tag der Sitzung fanden auch die bundesweiten Demonstrationen des Bildungsstreik statt. Nach der Demonstration in Erlangen wurde auch kurzzeitig das Schloß als Sitz der Univerwaltung besetzt, aber gegen Abend wieder geräumt.

Weiterhin gab es noch Berichte über die Arbeit der Sprecherräte, aus dem Senat und über die durchgeführte LandesAstenKonferenz (LAK) in Erlangen.

Die nächste Konventssitzung findet voraussichtlich am 1. Juli um 18:00 statt und ist öffentlich. Der Ort wird noch zeitnah bekannt gegeben. Leider hat die Ankündigung der letzten Sitzung auf dem Fauna-Blog aufgrund von fehlenden Absprachen nicht funktioniert. Es wird aber diesmal sicher klappen.

7 Antworten auf „Bericht von der Sitzung des studentischen Konvents“

  1. Von schnell kann da doch eigentlich keine Rede sein, wenn sich das ja schon über ein Jahr hinzieht. Wir haben ja auch ausführlich über das Thema mit der Universitätsleitung diskutiert, woraus jetzt dieser Vorschlag für das nächste Semester entstanden ist. Schade ist es sicherlich, dass es dieses Semester nicht geklappt hat, aber was ist daran denn „bedenklich“?

  2. Vielen Dank @ Rainer!! Genauso stell ich mir die Berichte hier vor… und direkt zur nächsten Sitzung eingeladen… sehr löblich 🙂 Würde mich freuen, wenn auch mal ein paar Nicht-Konventler vorbeischauen würden!

  3. Was soll eine Vollversamlung denn bringen?

    1. Es besteht eh nicht einmal eine theoretische Chance, dass auch nur 20% der Studierenden sich versammeln, da
    a) keine passenden Räumlichkeiten vorhanden sein können
    b) der 23. November ein Donnerstag ist, so dass die meisten Studenten dafür Lehrveranstaltungen ausfallen lassen müssten
    c) eine Mehrheit der Studenten sich wohl kaum für eine von Antifa, Linkspartei, Linksrechtsautonomen Chaoten, Gewerkschaften etc. durchsetzte politische Kundgebung unter dem Deckmantel einer studentischen Basisdemokratie einspannen lassen (belehrt mich gerne eines besseren, ich gehe aus Erfahrungen der Aktionen der letzten jahre an der FAU aus), dazu käme allein schon Jahreszeitbedingt die Gefahr, dass einige Radikalinskis die Stimmung extra aufheizen, um eine erneute Audimaxbesetzung aus der Versammlung heraus durchzusetzen – wenn man schon mal drin ist, bleibt man doch einfach.

    2. Solch eine Versammlung würde selbst im Audimax und bei „nur“ 1000-1500 zusammengedrängten Teilnehmern nichts zählbares hervorbringen, da
    a) ein wesentlicher Redeanteil durch Organisatorisches und Reden von Funktionären und sogenannten Studentenvertretern aufgebraucht würde
    b) eine wohlgeordnete, inhaltliche Diskussion bei so vielen teilnehmern ganz einfach nicht möglich ist, es kommt selbst mit Redelisten und einem Dutzend rumlaufender Mikrofone zu chaotischen Zuständen und nicht aufeinanderbezogenen Beiträgen
    c) Die Wortmeldungen würden voraussichtlich lauter Einzelfälle schildern, die hier und a Probleme haben, denen aber auf einer Vollversammlung nicht geholfen werden kann, da sie individuelle Beratung durch Kundige oder einen Blick in ihre PO bräuchten
    d) Die allgemein-bezogenen Wortmeldungen würden nur oberflächlich-allgemeine Themen berühren können, mit denen die Vertreter sich eh andauernd beschäftigen, es käme nichts neues dabei raus

    Was soll das also alles bringen? Es ist seit langem die Rede von irgendwelchen Vollversammlungen, aber ich verstehe immer noch nicht: Wozu außer zu dem Zwecke, durch einen Massenauflauf seine Muskeln gegenüber der Unileitung spielen zu lassen? Ich sehe keinen vernünftigen Grund für eine eh nicht mögliche Vollversammlung.

    Wenn ihr eine studentische basisdemokratische Plattform wollt, dann richtet doch eine entsprechende unparteiische, von der Unileitung zuminddest unter der Hand abgesegnete und moralisch unterstützte Onlineplattform zur Diskussion von Hochschulpolitik. Damit meine ich kein von radikalen Kräften dominiertes Forum wie studierendenschaft-uni-erlangen, sondern ein ausgeglichenes und freies Äquivalent unter der Leitung sämtlicher hochschulpolitischer Studentenorganisationen und nach einer Anlaufphase unter der Moderation aus der Gemeinschaft heraus wachsender und in der Community immer wieder intern gewählter Persönlichkeiten. Ab einigen Hundert aktiven und einigen Tausend eher passiven Nutzern kann man von einem Erfolg und einer repräsentativen Plattform sprechen. Wenn ihr es schafft, auch nur 5% der Studenten auf diese Weise in die Hochschulpolitik einzubinden, habt ihr schon mehr geschafft, als eure sämtlichen Vorgänger an der FAu und in ganz Deutschland. Studenten für einen Tag mit platten Parolen aus den Hörsälen zu locken oder zu einem Kindergarten-Artigen Besetzungsabenteuer in Hörsäle zu locken ist etwas ganz anderes, als einen Teil der Leute dazu zu bringen, sich vom heimischen PC aus regelmäßig zu engagieren.

    Wir sehen es ja hier wie anderswo – es sind in den meisten Foren und auf den meisten Plattformen die selben Leute, die aktiv sind – ob als Linksextreme Hetzer oder freigeistige Querulanten – im phil-fak-Forum, im Forum der FSI Informatik, auf wiwistud.de oder auf anderen und kleineren Plattformen finden sich immer wieder die selben Namen wieder, die aktiv sind. Zusammen sind es nur wenige Dutzend über viele Communities verteilt. Ein zentrales, auf Hochschulpolitik spezialisiertes und beschränktes Forum hätte jedoch durchaus die Chance, zu einer ebenso festen Größe im Unialltag zu werden, wie es die genannten Foren sind (und auch die anderen, mir weniger bekannten bestimmt auch).

  4. Vielen Dank für deine Mühe, E.T.
    Ich habe aber trotzdem nur die ersten drei Zeilen deines Essays gelesen, dort ist der Unsinn bereits kurz und knapp zusammengefasst, den du von dir gibst.

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