7 Antworten auf „Interview einer Mentorin bei der bundesweiten Initiative ArbeiterKind“

  1. Mal wieder eine Maßnahme zur Ausbügelung von Erziehungsunfähigkeit mancher Leute und der Bildungskatastrophe an deutschen Schulen.
    Jeder und alles muss gefördert werden, jedem muss man alles vorkauen.
    Sind die Leute zu blöd, sich selbst auszurechnen, dass ein Studium viel höhere Gehälter bringt, dass der Weg zum Studium keine geistigen Höchstleistungen erfordert und dass die Arbeit von Nichtakademikern niemand mehr braucht?

    Imer dieses gerede vom „Informationsdefizit“. Ohne polical correctness heißt es doch schlicht: Sozialneid gegenüber den Akademikern, die ihrem Nachwuchs durch die Weitergabe eigener Erfahrungen einen Startvorsprung verschaffen – ein Schreckensszenraio für so manchen selbsternannten Gleichschaltungsbeauftragten. Es darf ja nicht sein, dass intelligentere, erfolgreichere, höher gebildete, wohlhabendere Menschen ihrem Leben einen Sinn geben, indem sie versuchen, dem eigenen Genpool Vorteile zu verschaffen.

  2. Hmmm, erschreckende Antwort, erschreckender Kommentar.

    Dazu zunächste ein Frage an die Betreiber dieses Blogs, nur als kleine Anmerkung:
    Wenn sich die FAUNA für Belange aller Studenten einsetzten möchte, wäre es wohl eher abschreckend, solche Kommentare hier zu finden. Zumindest auf den ersten Blick lässt auch die Tatsache, dass hier bisher keine Einwände gegen obigen Kommentar erfolgt sind, zunächst kein so gutes Licht auf die Fauna fallen.
    Ich denke, auch hier ist es wichtig, solche Sachen nicht unkommentiert stehen (und damit auch gelten) zu lassen, sondern auch wirklich zu zeigen, dass die Fauna- hoffentlich (?) selbst keine eugenische/sozialdarwinistische Politik vertreten will.

    Nun kurz zu dem Kommentar:

    Zunächst gab es de facto sehr wenig- bisher eigentlich praktisch gar keine -Anlaufstelle für Personen, die als erste Personen in der Familie einen Uniabschluss anstreben. Die Behauptung, dass das halt mal wieder eine von diversen unnötigen Initiativen wäre, ist daher nicht zu halten.
    – Offenbar wird hier auch ein doch sehr undifferenziertes Bild voller Ressentiments gezeichnet:
    Auf der einen Seite, diejenigen, die sich selbst folgendermaßen beschreiben:
    „intelligentere, erfolgreichere, höher gebildete, wohlhabendere Menschen“
    Hier wird entsprechend Intelligenz- Wohlstand- Bildung und generell Erfolg
    fest miteinander gekoppelt, als ob es – vielleicht sogar genetisch (???) bedingt, quasi ein Naturgesetz wäre, dass diese Faktoren so miteinander verbunden wären.
    Auf der anderen Seite sind dann diejenigen zu finden, denen die Attribute „Sozialneid“, „zu blöd“ zugeschrieben, sowie aber auch der Hinweis darauf, dass diese doch eher die Arbeitvon Nichtakademikern – dh. vielleicht eher „einfachere“ Arbeit verrichten sollen. Wenn diese zweite Gruppe also an ihrem „natürlichen“ Platz bleiben würde, würde sie wohl auch entsprechend dort wertgeschätzt. Vielleicht aber würde genau diese Gruppe eine solche „wohlmeinende“- eigentlich wirklich herablassende Wertschätzung für ihre „einfache“ Arbeit gar nicht in der Form wollen? Dies dürfte vor allem dann der Fall sein, wenn mit dieser Form der „Anerkennung“ zugleich das verbunden ist, dass diese Menschen zugleich als blöd, neidisch und dergleichen dargestellt werden. Eine solche Zuschreibung erkennt nicht das an, wie diese Menschen sind, wer sie sind, und womit sie versuchen ihr Leben zu bewältigen, sondern packt sie in ein Bild, mit dem sie sich dann abfinden sollen, und bitte noch dankbar dafür sein sollen, dass man ihnen zynischerweise erklärt, dass sie halt eben „anders“ sind ( und bitte bleiben sollen, damit diese Konstruktion aufrecht erhalten werden kann…)

    Da die Gesellschaft und die darin wirkenden Strukturmechanismen aber keinesfalls auf solche vereinfachenden Faktoren zurückgeführt werden können, wird dabei unterschlagen. Als kleine Erläuterung dazu kann man beispielsweise – nur als kleine Anmerkung – anführen, dass die – sozial- und nicht natürlich (was auch immer das heißen mag…)- geschaffene Umwelt, sehr viel stärkere Einflussfaktoren für den Erfolg, die Integration und generell die Lebenschancen- darstellen.
    So ist im Vergleich der OECD- Länder- Deutschland eines der Länder, etwa
    in dem die soziale Herkunft- am stärksten über den Bildungserfolg entscheidet.
    Die kann nicht auf irgendwelche – meinetwegen- genetischen Ursachen zurückgeführt werden, sondern vielmehr auf die Mechanismen der sozialen Auslese, die im deutschen Bildungssystem greifen-
    so erhalten etwa Kinder ausländischer Herkunft – bei gleicher Schulleistung (!!!!) deutlich weniger häufig eine Gymasialempfehlung als ihre deutschen Altersgenossen. Hier ist also nicht die Leistung des Kindes das ausschlaggebende Moment, als vielmehr die Zuschreibungen in den köpfen der Menschen.
    Als weiteres Beispiel könnte man Untersuchungen über die Stipendienvergabe bei den unterschiedlichen Stiftungen anführen – auch hier ist die Vergabe einseitig- stark davon beeinflusst, wie sehr der Habitus der Bewerber demjenigen der Auswählenden ähnelt- unabhängig von der erbrachten Leistung.

    Bei weiteren Fragen, Literatur oder aber auch Diskussionen bin ich gerne bereit noch weitere Auskunft zu geben, und hoffe hiermit- wenngleich nur kurz und kusorisch- einen Einblick in die Schwierigkeit der Materie gegeben haben zu können.

    Chrsitine

  3. @Christine
    Danke aber für deinen Beitrag!

    dass niemand auf E.T.s Kommentar geantwortet hat dürfte daran liegen, dass das „don’t feed the trolls“-Prinzip beachtet wurde und zumindest die regelmäßigen Leser E.T.s Beiträge einschätzen können. Zumindest ich habe u.a. deswegen darauf verzichtet zu antworten.

    Du hast aber recht für weniger regelmäßige Leser machen derartige posts umkommentiert keinen guten Eindruck. Man sollte sie also entweder löschen (was legitim wäre, da es niemanden zuzumuten ist auf jeden provozierenden Beitrag eine intelligente Antwort zu verfassen) oder eben wie du beantworten.

  4. Auja, missliebige Meinungen loeschen war schon immer ein gutes Mittel. Gerade solche Anstalten sind es, die euch die Leser vergraulen. Wenn schon der kleinste Witz oder Trollversuch in „loescht es, zerrt ihn vor Gericht, sowas kann doch nicht sein“ endet gibts halt garkeine Kommentare mehr.

    Ist ja nicht so, dass die Inhalte hier besonders hochwertig waeren, 90% ist Spam vom RRZE, der Frauenbeauftragten oder aehnlich sinnfreies Geblubber wie „heute war mal wieder Sitzung, da gibts ein Protokoll…“.

    FAUNA war eine Totgeburt, ihr spritzt grade dem toten Baby Botox damits schoener wird…

  5. @foobar
    was hättest du denn gern für Inhalte? und warum bist du trotz derart langweiliger Inhalte hier?

    Ansonsten geht es nicht um missliebige Meinungen – sondern um eher stumpfe, ständige Provokationen (ich kenne E.T. übrigens auch aus einem anderen Forum). Jeder hat die Möglichkeit im Netz abzusondern was er will – aber wer (zuvielen) Trollen eine Plattform bietet läuft auf Dauer Gefahr vom Rest der „normalen“ User gemieden zu werden.
    Ansonsten hab ich übrigens durchaus Sympathie für deine Aversion gegen „Zensur“. Sehe das im Prinzip ähnlich wie du und bin immer noch seehr zurückhaltend beim Löschen von Beiträgen die nicht direkt rechtswidrig sind. Jahrelange Erfahrung als Moderator/Admin eines Forums hat bei mir allerdings die Einsicht reifen lassen, dass „einfach laufen lassen“ nicht immer die richtige Entscheidung ist.

  6. a) relevantere Beitraege: Eure Zielgruppe sind Studenten dieser Uni, d.h. die Themen sollten fuer die relevant sein. Bundesweite oder landesweite Themen sind zwar gelegentlich ganz nett, aber sowas findet man auch in der Tagespresse auf die ja dann auch meistens verlinkt wird. Was man in der Tagespresse nicht findet sind aber lokale Themen, darauf solltet ihr euch konzentrieren.

    b) weniger Werbung, weniger Randgruppenbeitraege: Mich interessiert nicht das diesjaehrige Kursprogramm des RRZE und wenn doch ist die ganze Uni mit entsprechenden Plakaten gepflastert. Mich interessieren auch nicht die letzten paar Ausfaelle und Reboots von StudOn oder aehnlichem und wenn doch gibts dafuer eine Webseite auf der ich das nachschauen kann. Davon brauche ich nicht noch eine redundante Wiederholung die sich wiederholt…
    Auch interessiert vermutlich niemanden die neueste Veranstaltung der reformiert-orthodoxen altkatholisch-armenischen Freikirchen-Hochschulgemeinde Bruck Suedwest…

    Das war jetzt was ich lieber nicht lesen moechte. Was ich gerne lesen moechte waere:

    c) Meinungen zu relevanten Themen dieser Uni. Was haltet ihr von XY? Gerne auch von mehr als einer Seite beleuchtet, so ala Pro/Contra. Gerne auch mal was Provokantes, oft hat man hier den Eindruck dass sich erst in den Kommentaren die Leute trauen zur Sache zu kommen (und dann will gleich wieder wer loeschen…).

    d) Berichte ueber aktuelle Vorgaenge an dieser Uni. z.B. die Baumassnahmen im Erlanger Suedgelaende. Planungen fuer die Zukunft. Neue Studiengaenge. Interessante Projekte die jemand gemacht hat, der aus seiner Sicht als Student drueber erzaehlt.

    Und warum ich noch hier bin ist ganz einfach, gelegentlich laesst sich mal jemand von E.T. trollen, dann wirds zumindest noch etwas unterhaltsam. Wenn die Trolle auch noch weg sind, dann ist wirklich Schluss.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.