Versammlung aller Studierenden kommt – Ausarbeitung beginnt

Am Montag den 25.10.2010 fand das erste offizielle und offene Treffen zur Vorbereitung der am 23.11.2010 im Audimax tagende Versammlung aller Studierenden der FAU statt. Mitglieder von Sprecherrat und Konvent berieten sich mit der Gruppe Luks (Linke Und Kritische Studenten) und des Erlanger Bildungsprotests über Ablauf und Themen.

In den konstruktiven Gesprächen wurde eine Grundstruktur, welche kürzlich auf einem zweitägigen Strategieseminar des Konvents (Konventswochenende) ausgearbeitet wurde, durch neue Ideen und Themen ergänzt. Die Schwerpunkte liegen beim jetztigen Stand der Planung auf Informationsarbeit zur Verwendung der Studiengebühren und deren Alternativen, sowie die Entwicklungen des Bologna Prozesses speziell an der Universität Erlangen – Nürnberg.

Die Wichtigkeit von Werbung wurde betont. Es sei im Sinne aller Studierenden über die Möglichkeit einer VaS Feedback und Input an die Vertreter zu geben. Gleiches gilt für das Einholen von Informationen über uniweite Studienmodalitäten und deren Änderungsmöglichkeiten.

Das nächste offene Treffen für alle die sich an der Planung beteiligen wollen findet am Montag den 01.11.2010 statt. Um 17:00 wird für alle Einsteiger eine Einführung in das bisher Ausgearbeitete gegeben. Ort ist das Sprecherratsgebäude in der Turnstraße 7.

Mitarbeit herzlich willkommen!

Termine
– Versammlung aller Studierenden (VaS): 23.11.2010; 14:00h; Audimax
– Planung der VaS: 01.11.2010; 17:00; Sprecherratsgebäude, Turnstr. 7
– Konventssitzung: 02.11.2010; 19:00h; Sozialraum Math. Institut, Bismarksraße 1 1/2

12 Antworten auf „Versammlung aller Studierenden kommt – Ausarbeitung beginnt“

  1. Ist der Audimax bis dahin denn überhaupt wieder benutzbar?

    Schon seltsam, wie sich jemand den Anstrich von Neutralität und Vertretung „aller Studierenden“ gibt, und gleichzeitig mit solchen Extremisten wie Luks und „Erlanger „Bildungs“protest“ unter einer Decke steckt.
    Ich gehe jede Wette ein, dass unter euch kein einziger Oppositioneller sein wird, der eure eigene Veranstaltung kritisch sieht – denn ihr würdet doch niemals jemanden in euren Reihen dulden, der eine von der „Parteilinie“ abweichende Meinung hat. Oder?

  2. Ja, die Renovierung des Audimax wird bis dahin abgeschlossen sein.

    Warum sollte die Stuve nicht mit jedem zusammenarbeiten, der sich engagieren will? Die Treffen sind nach wie vor offen für alle – unabhängig von Zugehörigkeit zu einer Partei oder bestimmten Hochschulgruppen.

  3. Ich sehe das durchaus kritisch, wenn damit den eher extremeren Gruppierungen ein Forum geboten wird. Allerdings möchte wir als Stuve die Möglichkeit nutzen, mit mehr Studierenden in Kontakt zu treten und um Meinungen einzuholen.

    Demnach zähle ich mich zu den von dir bemühten „Oppositionellen“ und kann deine Wette damit widerlegen.
    Wie Rainer bereits geschrieben hat sind die Treffen offen für alle und wir freuen uns, neue Gesichter zu sehen.

  4. Ach E.T…. das sind ja herzerweichende Tiraden (: Das Übliche halt, wie auch schon beim Bildungsstreik.

    Die Extremisten des Erlanger Bildungsprotestes sind kurz davor die Revolution auszurufen und die Uni zu sprengen… oder was? Mach dich mal nicht lächerlich. Vielleicht merkst du dann auch, dass es weder bei Luks noch bei den Erlanger Bildungsstreikern irgendetwas gibt, was an eine Parteistruktur und damit Parteilinie heranreicht. Aber wahrscheinlich machen dir selbst Gruppen wie die Grünen Angst… oder alles andere, was nicht deinem (deinen anderen Kommentaren nach reichlich rechtskonservativen) Weltbild gleichkommt. Ich auf jeden Fall gut dass ein Meinungsaustausch stattfindet. Komm doch einfach Montags vorbei wenn du Probleme damit hast.
    By the way, ich möchte eine verfasste Studierendenschaft, die Abschaffung der Studiengebühren und die soziale Öffnung der Hochschulen… bin ich extremistisch?

    So, dann inhaltliche Kritik: Ich finde es schade, dass auf der obigen Liste die studentische Mitbestimmung bzw. die Einführung einer Verfassten Studierendenschaft nichtmal auftaucht. Grade der Stuve sollte das enorm wichtig sein. Es hat schon Gründe dass die Wahlbeteiligung bei 7,5% liegt und ich bezweifle, dass die Leute aus Faulheit nicht hingehen.

  5. Nachdem die nicht unerwartete Diskussion mit etwas Verzögerung nun tatsächlich ausgebrochen ist, erlaube ich mir an dieser Stelle auch mal eine Wortmeldung.
    Die Versammlung aller Studierenden ist nach § 25 Abs. 5 der Grundordung eine Veranstaltung des Studentischen Konvents, der die Versammlung einberuft. Als Organ der Studierenden der Universität ist der Studentische Konvent an die Gesetze gebunden, und da gibt es für öffentliche Einrichtungen so etwas wie ein Neutralitäts- und Gleichbehandlungsgebot.
    Wenn die Regierung es in ihrer Öffentlichkeitsarbeit an Differenzierung zwischen der Regierung und den sie tragenden Parteien vermissen lässt, regt sich die Öffentlichkeit darüber zu Recht auf (jedenfalls solange es noch einen Rest an funktionierender Presse gibt). Genauso sollte auch die Studierendenvertretung aufpassen, dass sie in ihren öffentlichen Verlautbarungen die Grenze zwischen den Aktivitäten der gewählten Organe und sonstigen Interessenvertretungsgruppen nicht verwischt. Die Vollversammlung ist eine Veranstaltung der Studierendenvertretung, nicht die irgendeiner privaten Gruppe. Die Studierendenvertretung sollte es tunlichst vermeiden, den Eindruck zu erwecken, dass eine solche private Gruppe einen unangemessenen Einfluss auf die Planung oder die Inhalte der Veranstaltung nimmt.
    Dabei ist es im übrigen völlig gleichgültig, welche Gruppe das ist. Die Diskussion „extremistisch oder nicht“ geht am Thema vorbei. Es geht nicht darum, wer verfassungsfreundlicher oder was auch immer ist, sondern darum, wer kraft Wahl durch die Studierenden legitimiert ist, die grundordnungsmäßigen Aufgaben der Studierendenvertretung wahrzunehmen.

    (Und nein, es geht auch nicht darum, dem Sprecherrat die Zusammenarbeit mit studentischen Interessengruppen zu verbieten. Es muss auch niemand an der Tür zum Sprecherrat seine politischen oder weltanschaulichen Überzeugungen abgeben. Aber auf eine saubere Grenzziehung sollte man schon achten.)

    PS, @arne: Eine Wahlbeteiligung von 7,5% ist erbärmlich, keine Frage. Aber so gering ist der Wert tatsächlich nur in Teilen der Uni. Wie man online unter http://www.wahlen.uni-erlangen.de nachlesen kann, lag die Beteiligung bei der letzten Wahl uniweit bei 13,2% (auch noch lausig, aber immerhin); 7,5% war tatsächlich der Wert in der PhilFak.

  6. Die Vollversammlung ist eine Veranstaltung der StuVe, daran gibt es kein Zweifel. Die StuVe ist die letzte Instanz, sowohl bei Inhalt und auch Form. Dessen sind wir uns sehr bewusst.

    Wer etwas tiefer in dei Politik reinsieht wird wissen, dass sie aus drei Bereichen besteht Polity (jurist. Rahmenbedingungen) – Politics (Art der Politikgestaltung und Lösungswegfindung) – und Policy (pol. Inhalte)

    Veranstalter der Versammlung ist im juristischen Sinne die Stuve (polity). Inwieweit aber bei der Durchführung andere Gruppierungen beteiligt werden ist eine politische Entscheidung (politics), also nicht juristisch.
    Es ist die politische Enscheidung der StuVe, auch andere Gruppierungen mitarbeiten zu lassen. Das ist das Recht der StuVe. Der Einfluss anderer Gruppen ist gewollt. Das ist nichts schlechtes und auch nichts ungewöhnlich, sondern politische Praxis (Neokooperatismus, Konkordanz- / Konsensdemokratien) und absolut legitim, gerade weil allen Gruppierungen der Hochschule gleichermaßen die Chance gegeben wird, sich zu beteiligen.

    Woran man die StuVe messen kann ist somit nicht der Weg der Entscheidungsfundung. Sondern der Output. Daher möchte ich alle Skeptiker aufrufen, entwerder sich zu beteiligen und wenn nicht, Kritik erst nach dem 23.11 zu äußern.

  7. 1. Bei allem Verständnis für politologische Quadropilotomie muss ich als Rechtspositivist darauf beharren, dass policy-Entscheidungen nicht den Handlungsrahmen der polity sprengen dürfen, und politics-Entscheidungen erst recht nicht. Es kommt eben nicht nur darauf an, was „hinten raus kommt“!
    2. „gerade weil allen Gruppierungen der Hochschule gleichermaßen die Chance gegeben wird, sich zu beteiligen.“ – Ich bin gespannt, ob Sie das auch dann noch sagen, wenn eine Gruppe mitmachen will, die den Policy-Grundkonsens nicht teilt. 😉
    (Und die Universität müsste im übrigen spätestens dann etwas gegen eine Mitwirkung haben, wenn die betreffende Gruppe ihrerseits den Rahmen der Rechtsordnung verlässt, also z.B. Straftaten begeht oder dazu aufruft.)
    3. Dürfen Nicht-Studierende eigentlich an der Vollversammlung als Zuhörer teilnehmen? (Das ist keine polity-Frage, sondern eine politics-Frage. Wenn die StuVe keine „Lauscher“ wünscht, soll es mir recht sein. Wenn es zugelassen wird, würde ich aber gerne zuhören.)

  8. Ich bin zwar ein Politikstudent aber möchte auch noch einmal bekräftigen: Jede Studentin und jeder Student, der an der Versammlung aller Studierenden mitgewirkt hat und mitwirkt, ist willkommen. Das gilt im übrigen auch für alle anderen Arbeitskreise / Referate.
    Das hieß und heißt ausdrücklich NICHT, dass die „Gewählten“ sich ihres Amts nicht bewusst sind oder keine ziemlich konkreten Vorstellungen davon haben, wie diese Versammlung sowohl inhaltlich und organisatorisch ablaufen soll. Ein Vergleich der Ziele der FSIen-Liste ( http://www.fsi-liste.studierende.uni-erlangen.de/ ), der 19 von 20 Konventsmitgliedern angehören, mit den Themen der Versammlung macht das deutlich ( http://stuve.uni-erlangen.de/blog/versammlung-aller-studierenden/themen/ ). Mitarbeit von möglichst vielen Studierenden bei der Realisierung dieser Vorhaben ist allerdings sehr erwünscht und dringend notwendig! Das ist es, was die Studierenden, die sich mittlerweile schon über Wochen in regelmäßigen Sitzungen an der Vorbereitung beteiligen tun: Sie engagieren sich, vielfältig bei organisatorischen Angelegenheiten, die keinen Grund für die Emotionen geben, die manche Beiträge hier auslösen wollen! Dieses Engagement finden wir, und auch ich ganz persönlich, SEHR GUT!
    Für alle die sich noch im Vorfeld beteiligen wollen: Nächstes Treffen ist am Montag den 08.11.2010 um 19 Uhr im Sprecherratsgebäude in der Turnstraße 7 in Erlangen. Alle anderen sehe ich dann am 23.11. im Audimax 🙂

  9. Herr Leber, bitte nehmen Sie E.T. nicht ernst. Da in den modernen Medien eine gewisse Anonymität herrscht, versuchen manche Leute, gezielt zu provozieren und harsche Reaktionen bei den Gesprächspartnern hervorzurufen, um sich daran zu erfreuen. Man nennt dies einen „Troll“. Seien Sie gewiss, dass diese Personen im „real life“ eher unscheinbar sind und niemals solche Aussagen von sich geben würden. Abhilfe: Einfach ignorieren!

    Zurück zum Thema: Ich begrüße die Vollversammlung überaus! Sie stellt ein Mittel dar, um möglichst viele Studenten aus allen Fachbereichen und Fakuläten zusammenzubringen und über aktuelle Themen sprechen und Meinungen bilden zu können. Die Wahlbeteiligung war in der Tat erbärmlich. Meine einzige Idee, wie man dies verbessern könnte, ist, die studentische Mitbestimmung (wie sie derzeit existiert) besser zu propagieren! Das geht nur, indem man die Erstsemestler besser anspricht! Genau dies versuchen wir von der FSI immer zu tun: Erstsemestereinführung (fachliche Infos, Infos zu Mensa, CIPs, Uni-Gewohnheiten, Erklärung der Uni-Struktur, Wichtigkeit der FSI-Arbeit an der Uni, usw.), Betrieb einer Website mit Forum für Austausch, immer wieder mal Aktionen und so viel mehr! Außerdem ist es wichtig, den Kommilitonen die Ergebnisse aus den Kommissionen (jaja, nichtöffentlich!) mitzuteilen und davor zu besprechen.

    Ich wurde nirgendwo gewählt. Das schöne an der FSI ist ja eben, dass das auch nicht nötig ist! Trotzdem bewirken wir auf Department-Ebene so viel und stehen in gutem Kontakt mit Department-Geschäftsführung und den Lehrstühlen.

    Eine Ebene höher auf Fakultätsebene und auf dann auf Uniebene sollten die Vertreter in meinen Augen gewählt sein. Und genau dort sollte einiges in Sachen Mitbestimmungsmöglichkeiten getan werden – leider ist da vieles nur über München machbar.

    Gibt es für die Vollversammlung bereits Flyer und Plakate? Ich würde FSIler zusammentrommeln und meine Fakultät damit tapezieren.

  10. @Stefan E.: Ich lese hier schon länger mit und amüsiere mich über die Provokationsversuche von E.T. (und dass man Trolle nicht füttern soll, wussten wir übrigens auch im letzten Jahrtausend schon! 😉
    Was die FSI’en betrifft, stimme ich Ihnen 100%ig zu. Es geht mir, wie ich hoffentlich hinreichend deutlich gemacht habe, auch nicht darum, studentisches Engagement zu behindern, im Gegenteil. Aber es gibt eine feine Grenze zwischen studentischem Engagement und studentischer Amtsführung. Wenn man die zu wenig ernst nimmt, macht man sich unnötig angreifbar gegen formale Angriffe, die typischerweise von denjenigen kommen, die mit ihren Inhalten nicht durchdringen. Das sollte man, im eigenen Interesse, vermeiden.

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