Keine Vollversammlung im SS2011

Hallo liebe Studierende,
da der Konvent auf seiner letzten Sitzung beschlossen hat keine Vollversammlung im SS2011 abzuhalten, wollen wir kurz erklären warum.
Zum einen gibt es zurzeit keine neuen Themen, zum anderen haben wir nicht die Kapazitäten um eine derartige Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Falls jemand trotzdem Meinungen und Informationen austauschen möchte, kann er gerne auf eine der Konventssitzungen kommen.

17 Antworten auf „Keine Vollversammlung im SS2011“

  1. Hallo lieber Konvent,

    da ich nach dem Lesen eures Artikels beschlossen habe meine Wahlbeteiligung im SS2011 zum ersten Mal zu verweigern, will ich kurz erklären warum.
    Zum einen gibt es zurzeit keine neuen Themen, zum anderen haben ich nicht die Kapazitäten um eine derartige Veranstaltung aufzusuchen. Falls jemand trotzdem Meinungen und Informationen austauschen möchte, kann er gerne einen Zettel ausfüllen und in die Tonne werfen.

    Größtes Verständnis für die Verweigerung einer Vollversammlung aller Studierenden
    durch den von mir gewählten Konvent,

    STEFAN

    P.S.: Eure Protokollveröffentlichungen der letzten – wohl allerletzten – Vollversammlung konnte ich bis heute unter „aktuell“ nicht finden. Wo ist eigentlich die Tonne für „historisch“?

  2. Wieso aufregen?

    Früh übt sich halt in Sachen Intransparenz und Kungelei. Nur so dürfte eine geplante Karriere in etablierten Parteien in Bayern erfolgsversprechend sein.

  3. Worauf beziehst du dich denn mit deinem Vorwurf der Intransparenz?

    Die Sache mit dem Protokoll ist tatsächlich sehr unglücklich. Der entsprechende Arbeitskreis hatte im Vorfeld viel Energie in die Vorbereitung der Versammlung gesteckt. Danach müssten sich die meisten allerdings auch vermehrt wieder auf ihr Studium konzentrieren, so dass sich die Aufbereitung und Durchsicht des Protokolls immer weiter verschleppt hat. Ich hoffe allerdings, dass es schon bald online stehen wird.

  4. Hmm, halt ich fürn Fehler, aber da bin ich sicherlich nicht der einzige. Leider sind beide Argumente einfach falsch.
    1. Es gab viele Themen, die in der letzten Versammlung nur angedeutet wurden, die ausgearbeitet gehören.
    2. Außerdem sind Entwicklungen seit der letzten Versammlung festzustellen, die einfach in einer studentischen Versammlung besprochen gehören.
    3. Eine gerade sich bildende studentische Initiative nur in einem anbietenden Rahmen möglich. Die Versammlung hätte weiteres Interesse für studentische Initiativen ausbilden können.
    Zu den Kapazitäten:
    Ich frage mich, welche Kapazitäten denn gefragt sind. Studierende hätten um Mithilfe gebeten werden können. Das war letztes Mal auch der Fall ohne hätte ohne das nicht funktioniert.
    Zu guter Letzt wiedersprechen sich die Argumente gegenseitig. Nur durch studentische Versammlungen können Interessenten zur Mitarbeit gewonnen werden und nur Interessierte können neue Themen miteinbringen.
    Ein wenig traurig, leider auch unlogisch, daher – verzeiht – einfach nur falsch, dies alles…

  5. Es ist Zeitverschwendung, jedes Semester das Audimax mit Studenten zu füllen. Ordentliche Diskussionen kann man in einem so grossen Rahmen eh nicht führen und Vorträge halten ist nutzlos, da schreibt man lieber alles wichtige zusammen und diskutiert dann online. Viel nachvollziehbarer, ordentlich dokumentiert, einfacher, billiger und auch wirklich zielführend. Über eine passende Platform sollte man sich da vielleicht noch Gedanken machen.

    Eine Vollversammlung als Selbstzweck oder „damit Leute sich treffen und Initiativen gründen“ ist vollkommener Schwachsinn.

  6. Liebe Stimmberechtigte im Konvent,

    ich finde es gut, dass das Ergebnis der letzten Konventssitzung in Bezug auf die Vollversammlung und die dazugehörigen Argumente online gepostet wurden.

    Mein Anliegen ist es, Euch zu überzeugen, doch noch eine Versammlung aller Studierenden im SS 2011 durchzuführen. Noch wäre es für die Planung nicht zu spät.

    Die zwei im Posting genannten Argumente gegen eine Vollversammlung sehe ich als entkräftet an:
    – Themen gibt es genug. Alte, neue, wichtige und interessante. In praktisch allen hochschulpolitischen Feldern gibt es momentan kaum Austausch zwischen Studierenden und Konvent, und auch kaum (real life) Foren, in denen sich alle Studierenden der Uni gemeinsam über sie debattieren können.
    – Kapazitäten gibt es genug. Der Konvent kann sich ja, wie in allen seinen Arbeitskreisen/Referaten, Unterstützung von Studierenden holen. Speziell in diesem Fall gibt es viele noch erreichbare HelferInnen von der Vollversammlung aus dem letzten Semester. Im schlimmsten Fall bräuchte der Konvent nur die Kapazität, die Leitung des Arbeitskreises/Referats zu übernehmen, die ja gegeben sein muss, sofern der Konvent handlungsfähig ist.

    Die Vorteile einer Vollversammlung im Allgemeinen sind denke ich Konsens (siehe den Text zur Versammlung und ihren Abstimmungen von Thomas Jakob aus der letzten Konventssitzung), und würden dem Konvent, der Hochschuldemokratie und dem Leben an unserer Uni ausschließlich nützen.
    Und auch die Durchführung einer Versammlung im besonderen im Sommersemester 2011 ist enorm wichtig: Viele HelferInnen sind vom letzten Semester noch erreichbar; es geht aufgrund des kürzeren Abstands zwischen den zwei Versammlung fast kein bereits hart erarbeitetes Wissen verloren; und die Regelmäßigkeit der Versammlung als Institution wird möglich gemacht, die ja bereits so, aufgrund der naturgemäßen Fluktuation bei Konventsübergängen, schwierig genug zu etablieren ist. Außerdem wird der Konvent ein Semester später vermutlich keine grundlegend anderen Möglichkeiten zur Veranstaltung einer Versammlung vorfinden. Und eine kürzere Vollversammlung in jedem Semester ist wahrscheinlich angenehmer für die TeilnehmerInnen, als eine mehrstündige Mega-Versammlung, die dann nur in jedem Wintersemester stattfindet.

    Auch wenn es immer schwierig ist, eine bereits erfolgte Entscheidung gesichtswahrend wiederaufzurollen, würde ich mich freuen, wenn dies im Konvent geschieht, bevor es zu spät für einen Beginn der Planungen wird. Was die vielen Tausend vom Konvent repräsentierten Studierenden von der Sache halten, weiß ich natürlich nicht, aber eine Vollversammlung könnte dazu vielleicht ein bisschen beitragen 😉

    Viele Grüße

    Moritz

    ( @foobar: Eine Vollversammlung ist keine Zeitverschwendung, sie ist vielmehr eine von vielen essentiellen Plattformen (inkl. Online-Plattformen, wie z.B. das Forum&Wiki dieser Seite) und Kommunikationskanälen, mit eigenen Vor- und Nachteilen. Sie wegzulassen wäre ein Schaden, da einige der Vorteile unmittelbaren Kontakts großer Zahlen von Studierenden im selben Raum anders (noch) nicht zu erreichen sind. Aus demselben guten Grund gibt es weltweit Vollversammlungen aller möglichen Gruppen. )

  7. Ebenfalls hallo, liebster Konvent.
    Nachdem die Erlanger Studierendenvertretung über die letzten Jahre nicht in der Lage (oder willens) war in dringlichen Problemfeldern (z.B. Kürzungen der Studentenwerkszuschüsse, von der Bologna-Schizophrenie ganz zu schweigen) einen Standpunkt zu vertreten, welcher als eine TATSÄCHLICHE Vertretung der Interessen der Studenten gewertet werden konnte – wen wundert’s noch dass man sich gar nicht mehr die Mühe machen will, diese „Vertretung“ noch aufrecht zu erhalten oder allen Ernstes mit dem Argument hantiert, es gäbe keine Themen zu besprechen. Ist ja auch einfacher zu der Universitätsleitung „Ja“ & „Amen“ zu sagen, als sich selbst – und anderen – eingestehen zu müssen, dass man keinerlei Einfluss auf die Entscheidungen von Grüßke & Co hat. (Was das für die Existenzberechtigung des Konvents bedeutet sollte selbsterklärend sein)
    Ich wünsche Euch allen viel Spaß in eurer wohlverdienter Sommerpause. Die fantastischen Zustände an unserer asbest-verseuchten, überteuerten Vorzeigeuni werden euch schon nicht davon laufen.

  8. Also, My Name, du solltest schon mal bei Fakten bleiben. Der Konvent war die letzten Jahre keineswegs untätig. Die Petition gegen die Kürzungen bei den Studentenwerken wurde über die LAK organisiert und koordiniert. Und auch an der Umgestaltung von Bologna wurde aktiv in den entsprechenden Gremien gearbeitet. Wobei das aber mehr eine Sache der einzelnen Fächer ist und der Konvent dabei uniweit nur wenig Einfluss nehmen kann. Dementsprechend sind auch die Fachschaftsvertretungen gefragt, diesen Prozess an der eigenen Fakultät voranzutreiben. Übrigens gäbe es auch gar nicht die Möglichkeit eine solche Versammlung aller Studierenden einzuberufen, wenn der Konvent nicht den Antrag gestellt hätte, diese in der Grundordnung der FAU entsprechend zu verankern.

    Wenn es deiner Meinung so wichtige Themen gibt, dann nenn sie doch bitte mal beim Namen und mach Vorschläge, worum sich der Konvent kümmern sollte. Oder komm doch einfach mal auf eine Konventssitzung und stelle dort vor, wo für dich die Problemfelder an der Uni liegen.

    Und zu guter letzt ist der Konvent ja schließlich ein gewähltes Gremium. Es steht jedem Studierenden frei sich zur Wahl aufstellen zu lassen. Wenn dich die Arbeit wirklich schon seit Jahren stört, dann frage ich mich doch, warum du nicht selbst Initiative ergriffen hast, etwas daran zu ändern.

  9. Ich fand die letzte Vollversammlung sowieso recht fruchtlos, da sie leider nur eine Aufwärmung der Themen der Besetzung dargestellt hat. Positiv war mMn nur, dass jetzt die Forderungen von damals auf eine halbwegs „offizielle“ Grundlage gestellt sind. Insofern trauere ich der Vollversammlung jetzt auch nicht so wirklich nach. Vor allem, da eine wirkliche Diskussion in so großem Rahmen nicht möglich ist, weil nunmal 2/3 der Beiträge aus „es wurde zwar schon von jedem gesagt, nur noch nicht von mir“ besteht.
    Sinnvoller fände ich die Einrichtung einer _einfachen_ Beteiligungsmöglichkeit für alle Studis. Sei es in sich wöchentlich/2 wöchtentlich/monatlich treffenden Diskussionskreisen, mit Hilfe eines Forums, durch eine LiquidFeedback-Instanz etc. Falls solche Partizipationsmöglichkeiten existieren, sollten sie besser propagiert werden.
    Dass die Vollversammlung nicht lange bestand haben würde, war jedem vernünftig denkenden Menschen schon bei der Aushandlung derselben bei der Besetzung klar. Im Endeffekt war sie eine geschickte Ruhigstellungsmethode der Unileitung. Deshalb sollten jetzt die Energien nicht dahin investiert werden, eine sowieso hoffnungslose Veranstaltung künstlich am Leben zu erhalten, sondern vielmehr eine vernünftige Möglichkeit zu schaffen, jedem Studi mit _minimalem Aufwand_ eine Teilnahme an Entscheidungen zu ermöglichen.

  10. das ist echt ein blödsinn!
    wenn bei der letzten VV nicht alle nach ermüdender Disskusion abgehauen wären hätte es doch sehr viel gebracht!
    Ein bißchen mehr Aktionismus statt so viel Palaver und die Forderungen hätten erfüllt werden müssen. Denn die Beteiligung war allemal sehr hoch!
    Also ruft die VV nächstes Semester wieder ein, gerade weil sich die Studienbedinungen immer mehr verschlechtern!
    Stellt was auf die Beine!

  11. Ja. Es war ermüdend, weil es so eine hohe Beteiligung gab und trotzdem diskutiert wurde. All das wurde schon tausendmal besprochen und in dutzenden fertigen und halbfertigen Forderungskatalogen festgehalten. Dafür braucht man keine Vollversammlung.
    Wirkliche Arbeit kann man nur in kleinen Gruppen machen. Wirkliche Diskussionen kann man nur in mittelgroßen Gruppen machen. Effiziente Informierung kann man nur in großen Gruppen machen. Aber solange es keine neuen Ergebnisse gibt, braucht man auch nicht informieren.
    Ich war bei der VV bis zum letzten Moment da und wirklicher Fortschritt wurde nicht erzielt. Einfach nur Treffen um des Treffens und Palavern willen ist idiotisch und kostet nur Energie.

  12. @ t.animal
    komplett einverstanden. das palaver um den heißen brei herum à la „Lass uns mal über die nächste Abstimmung abstimmen“ war schon bei der Besetzung lachhaft. Kleinere Studi-Aktions bzw. ArbeitsGruppen wären eine gute Entwicklung. (u.a. da dort wahrscheinlich keiner auf die Idee kommt die Sitzungen zu filmen und live ins netz zu stellen.) Wäre man aber dann (also bei kleinen unabhängigen Gruppen) nicht in dem Problem dass man keine „offizielle“ Legitimationsbasis in der Studentenschaft hätte?

  13. Zuerst: Wir sind uns ja zum Grossteil einig, dass die letzte Vollversammlung etwas zu lang und zu „ermuedend“ war. Das ist eben einer der Fehler, die bei der ersten Durchfuehrung gemacht wurden. Die (ehemalige) Planungsgruppe fuer die naechste Versammlung ist, denke ich, im Konsens, dass diese kuerzer und „spannender“ werden muss.

    Ich kann dem Punkt, dass die Themen alle schon tausendmal angesprochen wurden und es nichts bringt nochmal darueber zu reden, nicht zustimmen. Leider ist nicht jeder Studierende so gut informiert wie es hier einige im Blog zu sein scheinen. Viele auf der Versammlung hatten z.B. vom Semesterticket und den genauen Details zu Studiengebuehren _gar keine_ Ahnung. Und geht es vielleicht nicht auch darum diese Leute zu informieren, damit sie sich in der Konsequenz mehr Engagieren?

    Und da kommen wir zum wichtigsten Punkt: Wir sind uns ja ebenso einig, dass Arbeit und auch Diskussion fruchtbarer in kleinen Gruppen ist. Nur wo sind diese Gruppen?

    Lassen wir mal die Fakultaeten mit den FSIen aussen vor, da diese sich kaum (eigentlich gar nicht – bin selbst FSIler) um unweite Problem kuemmern. Ich selbst bin in einer politischen Gruppe an der Uni aktiv (an einem guten Tag sind max. 10 Leute auf dem Treffen) und bin bei jeder Sitzung des Konvents (20 Menschen, von denen viele ins Amt „gerutscht“ sind – effektiv „arbeiten“ von diesen also auch nur ca. 10). Ausserdem gibt es noch zwei weitere Gruppen an der Uni, die aktiv sind und vielleicht nochmal auf 10 Menschen kommen; weitere 10 Menschen kommen aus uniweiten Gremien. D.h. es gibt zur Zeit grob 40 Leute die sich um uniweite Angelegenheiten kuemmern. 40. Auf ca. 27000 Studierende. Die schaffen es gerade mal, und das eher schlecht als recht, den Laden am Laufen zu halten…

    Die Versammlung hatte fuer viele von uns Planern auch den Sinn eine Art Gemeinschaftsgefuehl zu erzeugen, den Leuten zu zeigen, dass nur mit persoenlichem Engagement „was geht“ und sie zu motivieren selbst etwas zu tun. Das hat bei der letzten Versammlung noch nicht gut geklappt und ist zu verbessern. Trotzdem hat keine andere Veranstaltung, keine E-Mail, kein Forum oder sonst was so viele Studierende erreicht und sie dazu bewegt mal (wenigstens kurz) ueber ihre Uni (und auch Bildungspolitik) nachzudenken.

    Zum Schluss: Ich stimme ja auch zu, dass es fairer waere Online-Abstimmungen zu haben, ein Forum in dem man sich beteiligen kann usw., usf. Aber so etwas existiert zur Zeit einfach nicht. Man kann sich ueberlegen die Versammlung fallen zu lassen, wenn sie nicht mehr noetig ist, weil andere Medien sie ersetzen koennen. Aber so lange das nicht der Fall ist waere es schlicht und ergreifen dumm – und ein Jahr Planung und Arbeit fuer die Katz.

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