Bitte um Meinungsbild zu Antrag aus Studiengebühren

Hallo liebe Studenten!

dies ist ein Versuch, unsere (=studentische) Unipolitik einer breiteren Basis verfügbar zu machen und von euch ein Stimmungsbild einzufangen. Bitte lest also weiter, auch wenns lang ist!

Bei uns an der TF gibt es momentan zwei Projekte, die aus Studiengebühren/-beiträgen gezahlt werden sollen und unter Studentenvertretern so umstritten sind, dass wir gerne versuchen würden, eine breitere Basis (= EUCH!) zu erreichen.

Vorab ein Artikel zur Information, warum wir überhaupt über so viel Geld diskutieren:
http://www.sueddeutsche.de/bayern/wohin-mit-den-studiengebuehren-millionen-muessen-raus-1.1337914

Es besteht also ein politischer Druck. Das kann uns aber egal sein, wir wollen das machen, was unsere Studenten wollen, nicht, was ein Politiker von uns möchte oder erwartet.

Ich möchte euch heute nur über das erste Projekt informieren und befragen, das zweite Projekt ist noch so in den Kinderschuhen, dass wir noch ein paar Wochen brauchen, bis es Sinn hat, es auf größerer Basis zu diskutieren.

Projekt 1: „Erschließung“ von Räumen für Stud. Belange im MHB-Gebäude (Mensa-Hörsaal-Bibliotheksgebäude) + Laborumbau am LS EEV

Aus Reihen der TF wurde ein Antrag gestellt, dass unter anderem aus Studiengebühren/-beiträgen ein Werkstattraum für das FabLab und ein kleinerer Raum für Planungstreffen/Konzept-/Projektarbeit (für FabLab/FSIen/FSV) geschaffen werden soll.

Diese Räume liegen hinter dem H7-H9 im Untergeschoss und umfassen insgesamt ca. 80m² (Raumnummer: U1.239).

In den Räumen ist momentan das Kraftwerks- und Netzmodell (http://www.eev.eei.uni-erlangen.de/forschung/technik/modell.shtml) des Lehrstuhls für elektrische Energieversorgung aus der EEI aufgebaut und wird in der Lehre eingesetzt. Dieses Modell muss demontiert und anderer Stelle wieder auf- und ausgebaut werden (Ausbaukosten trägt der Lehrstuhl, Durchführung zu einem späteren Zeitpunkt (ab Okt. 2012). Die geschätzten Gesamtkosten, um die MHB-Räume nutzbar zu machen, betragen 150.000€.

Dies beinhaltet auch die Rüstkosten für das Labor, in dem das Modell zukünftig aufgebaut sein soll, sowie die frei werdenden Räume.

Der Antrag, der zur Diskussion steht, beinhaltet die Summe von 75.000€, also die Hälfte. Es profitieren 3 (studentische) Gruppen von diesem Antrag. Man kann es also auch als 3 gebündelte Maßnahmen zu unterschiedlichen Summen betrachten.

* Der Werkstattraum ist für das Fablab sehr gut geeignet (Vielen von euch ist sicherlich das FabLab ein Begriff. Dieses existiert seit dem Wintersemester 11/12 und ist eine offene studentische Werkstatt, in der jeder Student der FAU seine Bastelprojekte verwirklichen kann. Weitere Informationen findet ihr unter: www.fablab.fau.de)
–> Alle Studis der TF können von einem „besseren“ FabLab profitieren
* einen kleineren Sitzungraum, in den wir ausweichen können für Planungstreffen, ESE, Sommerfest o.ä.
–> Jede FSI, studentische Initiative und die FSV ist die (teilweise mühsame) Raumsuche los, falls das Zimmer zu klein ist
* Die Studenten, die in der EEI eine Vertiefungsrichtung wählen, in der sie am neuen, verbesserten und ausgebauten Netzmodell arbeiten
–> Nutzen für 20-40 Studenten pro Jahr + BA/MA-Arbeiten, durch Ausbau und Aktualisierung

Skizze zur geplanten Raumnutzung:
http://www.fachschaft.techfak.uni-erlangen.de/fileadmin/Konzept_FabLab_FSV.jpg

Zum Finanziellen:
Die Gesamtkosten werden durch die 75.000€ aus Studienbeiträgen/-gebühren und 75.000€ durch die ZUV (Zentrale Universitätsverwaltung) gedeckt.
Sollten die Kosten die veranschlagten 150.000€ übersteigen, werden die zusätzlichen Kosten NICHT aus Studienbeiträgen gedeckt. Die 75.000€ werden ausschließlich für den Um-und Ausbau der Räume im MHB-Gebäude und für das Labor eingesetzt!

Eine „Fast-Garantie“ zur Nutzung der Räume für Studentische Interessen kann nur für max. 5 Jahre gegeben werden. Dies wird von Frau Prof. Merklein in einem Schreiben zugesichert. Dort wird auch die Finanzierung nochmals aufgeschlüsselt, sie ist also auch schriftlich abgesichert. Eine längere Nutzung durch Studenten ist vorgesehen und wird auch aktiv vom Dekanat vorangetrieben, kann aber nicht zugesichert werden (weil die Räume formell alle 5 Jahre an die ZUV zurückfallen die sie dann wieder an die TF gibt).

Dieses Schreiben steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der endgültigen Version zur Verfügung. Sobald das Schreiben endgültig ist, werde ich es euch zur Verfügung stellen.

Wichtig für alle:
Die Maßnahme wird nur dann UND NUR DANN (!) von uns als Studienrendenvertreter unterstützt, wenn:
a) unser Beitrag gedeckelt ist
b) das FabLab in die Räume will
c) das Schreiben von Frau Prof. Merklein akzeptabel ist, sprich oben genannte Forderungen erfüllt sind
d) die FSIen sich mehrheitlich dafür aussprechen.
e) eine Regelung für den Zugang zum MHB-Gebäude außerhalb der normalen Öffnungszeiten gefunden wird (elektronische Schließanlage)

Wenn die Teil-Finanzierung aus Studiengebühren/-beiträgen nicht genehmigt wird, werden die Räume höchstwahrscheinlich nicht den Studenten zur Verfügung stehen.

Wir als Stuve wollen jetzt von euch wissen, ob wir (die Studenten) das Projekt unterstützen und finanzieren wollen oder ob das (auch wenn es rein rechtlich kein Problem darstellt) eine Maßnahme ist, die euch nicht verhältnismäßig erscheint.

Im Falle einer positiven Rückmeldung von euch als Studenten ist dies KEINE finale Zustimmung für den Antrag, sondern ein Zeichen von uns (Studenten), dass wir dieses Projekt wollen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Das heisst, wenn nur ein Halbsatz in dem Brief von Frau Prof. Merklein nicht hinnehmbar ist, stimmen wir dagegen! Ihr seid aus der Entscheidung nicht draußen, wir wollen jetzt wissen, ob wir weiter unsere Zeit investieren sollen, oder ob die Vorbehalte innerhalb der Studierendenschaft so groß sind, dass wir vollkommen gegen den Willen der Studenten handeln.

Bitte besprecht dies bis nächsten Mittwoch auch gerne untereinander und gebt mir, wenn ihr wollt, dann Rückmeldung. Für Fragen habe ich jederzeit Zeit, ihr könnt mich auch einfach an der TF treffen oder mich auf dem Handy anrufen.

Natürlich können wir auch über diverse Verteiler diskutieren =)
Verteiler für alle FSIen: fsien.tech(at)stuve.uni-erlangen.de
Verteiler für die Fachschaftsvertretung: fachschaft.tech(at)stuve.uni-erlangen.de
oder Ihr schreibt mir einfach so eine Mail unter seb.teichert(at)gmail.com

Euer
Sebastian
Fachschaftssprecher an der TF

15 Antworten auf „Bitte um Meinungsbild zu Antrag aus Studiengebühren“

  1. Ich bin grundsätzlich dafür. An sich ist das ganze Projekt ja sinnvoll (nur etwas teuer?), und bevor das Geld für andere sinnlosere Sachen verwendet wir, weil wir nicht wissen wohin damit, stecken wir es doch hier rein.

    Ich kenn mich mit Immobilien nicht so wirklich aus. Sind 75k für 80m² inklusive Ausstattung günstig?

    Ansonsten würd ich mich für die Amazongutschein Aktion aussprechen. ;]

    Gruß,
    Huy (FSI Mechatronik)

  2. Gibts bei den Informatikern im Hochhaus nicht irgendwo (2. Stock?) einen Raum, der für größere Besprechungen geeignet ist? Ca. 1/3 von 80 Quadratmetern ist jetzt auch nicht gerade riesig, hätte man also wirklich was davon, so viel Geld da reinzustecken?

  3. Es soll hier Geld für einen Umzug und den Bau von Räumen ausgegeben werden. Das ist definitiv nicht der Sinn von Studiengebühren, die nur für die „Verbesserung der Lehre“ sind, nicht um diese erst möglich zu machen.
    Auch das FabLab ist zu diesen Bedingungen (75.000€ aus Studiengeb.) gegen einen Bezug des Raumes.

    Eine Nutzung der Räume ausschließlich für FSIen lässt sich nicht rechtssicher vereinbaren, weil FSIen keinen dazu nötigen rechtlichen Status besitzen.

  4. Ist das Verbesserung der Lehre?

    Ich glaub es hackt!

    Wir zahlen keine Baumassnahmen. Punkt. Aus.

    Sobald wir anfangen, solche Massnahmen zu zahlen, werden das noch mehr. Wollt ihr vielleicht auch noch das Gehalt der Profs und Mitarbeiter von Euren Studiengebuehren zahlen? Dann weiter so.

  5. @Anonym, Alexander + Arno Nym

    den Raum in der Informatik gibt es, wird auch von der FSV schon häufig genutzt. Trotzdem ist es so, dass der Raum auch im Department und von der Fakultät genutzt wird und wir uns, gerade bei spontanen Treffen, sehr schwer tun, geeignete Räume zu finden, in denen man sich gescheit treffen kann, also bei angenehmen Ambiente. Das mag euch nicht so auffallen, ist aber die Erfahrung, gerade nach dem Umbau des MHB-Gebäudes und dem einhergehenden Austausch der Schließanlage, der uns momentan den Zugang zu all den Räumen nicht mehr ermöglicht, die wir sonst vorher einfach so genutzt haben.

    Auch werden hier bestehende Dinge verbessert: Das Praktikum wird besser (Studium), das FabLab wird besser (Anwendung) und die FSIen/FSV-Arbeit wird besser (Soft-Skills). Außerdem geht es (rein rechtlich) um eine Verbesserung der Studienbedingungen. Dass man das gelernte Wissen direkt anwenden kann, ist z.B. eine Sache, die das Studium sicher verbessert – sonst hätten wir dem FabLab im letzten Jahr schon die Förderung verweigern müssen und alle Jahre davor die interdiszipilinären Gruppenprojekte auch ablehnen können.

    Zum Thema Mitarbeiter:
    Sowohl an der TF (SSC EEI, SSC TF, International Office, SSC MB) als auch an anderen Fakultäten werden Mitarbeiter aus Studiengebühren gezahlt. An anderen Fakultäten sind das sogar Profs.

    Rechtlich ist die Maßnahme möglich und ich würde mich freuen, wenn wir eine konstruktive Diskussion und keine Stammtisch-Posts hier führen könnten.

    Wenn ihr dagegen seid, dann versucht das bitte sinnvoll zu begründen. Einfach, damit ich diese Diskussion auch als Argument nehmen kann, wenn ich mich gegen dieses Projekt entscheide.

    Welche FSIen momentan dafür und dagegen sind, kann ich nicht sagen. Ich habe nur von wenigen bisher zu dem Thema etwas gehört.

  6. An sich finde ich es gut, dass FabLab und Co da einen Raum bekommen sollen. ABER:

    1. Wie rechtfertigt sich der Preis? Ich hab den Raum gesehen. Und bei allem Respekt, für den Umzug muss man doch keine 150 000€ ausgeben. Das Ding abzubauen, rüberzutragen und wieder aufzubauen alleine kann doch nicht so teuer sein. Warum werden von den Mitteln nicht ein paar Studenten dafür bezahlt, die das machen. Da gibt es auch genug Leute, die sich damit auskennen.
    Und zum schwere-Sachen-Schleppen braucht man keinen Master.

    2. Im schlimmsten und gar nicht unrealistischen Fall fliegt das FabLab (und wir Studenten an sich) in fünf Jahren da raus. Dann sind die meisten von uns nicht mehr an der Uni und keine Sau denkt je wieder daran, dass wir Studenten dafür mal 75 000€ ausgegeben haben.
    Und 1250€ Miete pro Monat sind extrem hoch. Da mieten wir uns lieber einen Loft mit 200m² Fläche, den wir auch behalten können.
    Oder wir kaufen uns von der Stadt etwas Grundfläche und Stellen ein paar Bürocontainer hin. Das wird auch nicht teurer, aber wir könnten die Räume behalten.

    3. Warum sollen wir das Zahlen? Da werden einfach die Studiengebühren hergenommen, um Gelder zu sparen, die wir eigentlich vom Freistaat bekommen sollten. Das geht zu lasten derer, die sozial Schächer da stehen und nutzt nur dem Ministerium.

    4. Wenn wir das Zahlen, dann hat Herr H. (man bemerke den abwertenden Unterton) wieder einen Anlass zu behaupten, die Studiengebühren würden genutzt und gebraucht. Das aber nur, weil er nicht in die Bildung investieren will.

    Ja, wir brauchen die Räume, aber nein, wir zahlen sie nicht aus den Studiengebühren.

  7. Hey Ralf,

    ein paar Punkte möchte ich aufgreifen:

    zu 1. Der Umbau etc. ist ja gar nicht in unseren Kosten drin. Wir zahlen nur den Umbau der bestehenden Räume (also Labor und die Räume im Untergeschoss) um trotzdem nochmal ein paar Worte zu den Umzugkosten zu verlieren:
    in jedem dieser Schaltschränke sind ein paar hundert Kabel drin. Es wird damit ein Hochspannungsnetz simuliert. Wenn man da nu rein Kabel falsch steckt, fliegt einem das ganze Teil um die Ohren. Deswegen müssen da Fachmänner ran und es war wohl (Aussage LS) sehr schwierig, eine Firma zu finden, die sich da überhaupt rantraut und das Know-How dazu hat.

    2. unrealistisch ist es schon, unmöglich nicht. Entweder wir vertrauen auf den guten Willen der Uni oder nicht. Wenn wir erstmal drin sind, dann sollten wir den Raum für längere Zeit sicher haben, gerade wenn wir ihn genau so bauen, wie wir ihn haben wollen.

    3. u. 4.

    Ob wir bei 100 Millionen Euro, die an Bayerns Hochschulen auf der Kante liegen, bei 75k€ angst haben müssen, dass diese 75k€ den Unterschied zwischen „die Studienbeiträge sind überflüssig“ und „wir brauchen sie auf jeden Fall“ machen, überlasse ich jetzt jedem zu urteilen. An der TF werden jedes Semester ca. 150.000€ an Personalkosten gezahlt für Dinge, die (teilweise) auch der Freistaat/die Uni tragen sollte oder die in ihrer Effizienz diskutierbar sind.

  8. 1. Eine hinreichende Ausstattung mit Räumlichkeiten ist Bestandteil der Grundausstattung und stellt keine Verbesserung der Studienbedingungen dar. Punkt.
    2. FSV-Arbeit muss unabhängig von der Erhebung von Studiengebühren möglich sein und diese Möglichkeit scheint bisher doch gegeben zu sein. Einen zusätzlichen Wunsch nach einem „angenehmen Ambiente“ kann man natürlich haben, aber das klingt nicht gerade nach einer großartigen Verbesserung der Studienbedingungen der Kommilitonen, die die Studiengebühren zahlen. Und wenn es bei manchen FSIen Engpässe bezüglich der Räume gibt, dann bin ich dennoch dagegen, dafür Studiengebühren auszugeben. Das hat was von einer Selbstbediener-Mentalität und stellt die FSIen in ein schlechtes Licht.
    3. Am Department Informatik haben alle Studenten Tag und Nacht über die elektronische Schließanlage Zugang zu diversen Übungsräumen, die folglich studentische Gruppen auch für Treffen nutzen können. Wenn das an anderer Stelle nicht der Fall ist, dann liegt darin doch das eigentliche Problem. Bitte löst lieber das, als hier Studiengebühren rauszuhaun.
    4. Wenn die Baumaßnahme sowieso nur befürwortet werden soll, falls der Zugang zum MHB-Gebäude für Studenten per elektronischer Schließanlage ermöglicht wird: Löst sich das Problem dann nicht von selbst? Was ist mit den Konferenzräumen dort? Warum können diese dann nicht für die Sitzungen genutzt werden? Solche Vereinbarungen werden am Department Informatik getroffen, warum ist das nicht auch auf TechFak-Ebene oder bei anderen Departments möglich?
    5. FSI-/FSV-Arbeit als durch Studiengebühren finanzierbare Softskills anzusehen, finde ich irgendwo daneben.

    An der TF werden jedes Semester ca. 150.000€ an Personalkosten gezahlt für Dinge, die (teilweise) auch der Freistaat/die Uni tragen sollte oder die in ihrer Effizienz diskutierbar sind.

    Das spricht nicht für den hier diskutierten Antrag. Vielmehr legt das die Frage nahe, warum zweifelhafte Ausgaben getätigt werden. Die Studentenvertreter sitzen ja nicht zum Abnicken in den Gremien, sondern zur Kontrolle — hoffe ich zumindest.

  9. zum Punkt Energietechnik: Wir haben (soweit es den BSc EnTe angeht) das Netzmodell noch nie gesehen. Momentan ist eine Nutzung in der Lehre für uns also nicht vorgesehen. Dass wir das ändern möchten ist ein anderer Punkt, der in unserer StuKo behandelt werden sollte, jedenfalls ist das Argument wir würden davon profitieren damit weniger schlagkräftig. Ich weiß von Herrn Weinzierl, dass der EEV noch keine Nutzerzahlen für das Modell rausgegeben hat. Wenn wir die hätten könnten wir in der Richtung auch fundiert argumentieren.
    Allgemein an alle: Bitte konstruktiv argumentieren, Stammtischparolen bringen uns da nicht weiter.

  10. Erstmal allgemein:
    Das Geld fuer „andere sinnlosere Sachen“ zu ver(sch)wenden (wie der erste Kommentator befuerchtet) steht nicht zur Debatte.
    Nur weil wir „nicht wissen wohin damit“, gibt es keinen Grund das sinnlos zu verpulvern.
    Es ist kein Geheimnis, dass an der Technischen Fakultaet zu viel ungenutzte Studiengebuehren rumliegen, und aus politischen Gruenden von oben Druck gemacht wird diese „Abfliessen“ zu lassen (ist auch nichts neues, siehe http://bayernleaks.de/ ).
    Deswegen sinkt die Hemmschwelle fuer unnoetige Ausgaben, es werden schon mal aus kosmetischen Gruenden die seit ’nem halben Jahr im Hoersaal-Gebaeude stehenden Tische fuer 35.000 Euro erneuert, obwohl wir dadurch nur Gefahr laufen, dass diese brandschutztechnisch fragwuerdige Positionierung nun allgemein geprueft wird und Studenten gar keine Lerninsel mehr haben.
    Den FSIen werden zum Teil moralisch sehr fragwuerdige Angebote vorgeschlagen, welche zwar ueberhaupt nicht notwendig (dafuer jedoch verlockend) sind, als Beispiel dient die Renovierung vollkommend intakter Fachschaftszimmer.
    Ist ja leider nicht so, dass sonst nur sinnvolle Antraege durch kommen, siehe http://stuve.uni-erlangen.de/2012/04/28/infokampagne-uber-die-strukturen-im-zentralen-gebuhrengremium/
    Den Abschuss liefern Vorschlaege wie (Buecher-)Gutscheine fuer alle Studenten der Fakultaet im Bereich von 100Euro aufwaerts – klingt verlockend, aber wieso senken wir die Studiengebuehren nicht gleich um den Betrag? Dann kann ich mir davon auch leisten was ICH will.
    Sofern wir das Geld, welches wir nicht wirklich sinnvoll verwenden einfach liegen lassen statt unnoetig zu verpulvern, so ist zwangsweise ein Umdenken der UL noetig.

    Konkret:
    Als Informatikstudent schaetze ich das FabLab sehr. Eine feine Sache, keine Frage. Aber das Kosten/Nutzen-Verhaeltnis zweifel ich hier stark an.
    Die Argumentation dass jedoch „jede FSI“ einen Nutzen hat halt ich fuer schwachsinnig. Sitzungs- und Seminarraeume gibts an der Uni genug, mir ist kein Fall der letzten 2 Jahre bewusst in dem dies uns auch nur ein einziges Mal was genutzt haette – Zimmer zu bekommen war noch nie ein ernstes Problem (an Univis-bedienen-koennen fuehrt kein Weg vorbei).
    Wie das mit der EEI aussieht kann ich nicht beurteilen. Klar, helfen wird es vermutlich, aber es ist (nach meinem bisherigen Stand) sogar die Elektrotechnik-FSI unter diesen Konditionen deutlich gegen das Projekt.
    Vor einem dreiviertel Jahr, als noch nicht ganz abzusehen war das wir derart viel Geld uebrig bleibt, waere das ganz klar abgelehnt worden. Und nun?

    An Seb:
    Dabei spielt es fuer mich keine Rolle ob es um 1 000 Euro oder 950 000 Euro geht. Verschwendet wird nichts, es geht hier um’s Prinzip.
    Wenn die Personalkosten in Hoehe von 150 000 Euro keine VERBESSERUNG der Lehre sind, sondern nur eine AUFRECHTERHALTUNG der Lehre, dann kann ich beim besten Willen nicht verstehen wieso du dies durch die TF-StuBeiKo gelassen hast, wenn du es selbst fuer falsch haeltst?
    Das die UL in erster Linie macht was sie wollen ist nichts neues. Wenn es ums Geld geht, dann hat der Wirtschaftswissenschaftler an der Spitze offensichtlich andere Interessen als die unseren. Glaubst du ernsthaft das bei Raumnot die Leitung ganz oben das FabLab unterstuetzt?

  11. Servus Leute,

    bevor ich nochmal versuche, auf ein paar Dinge einzugehen, vorneweg:
    Ich bin schon etwas länger an der TF (und auch noch länger bleiben werde) und wer mich länger als ein Jahr kennt weiß, dass ich massiv gegen die Verschwendung von Studiengebühren bin. Ich zahle sie selbst und würde mir die 500€ gerne sparen.

    Eine Raumausrüstung für ein ehrenamtliches, rein studentisches Projekt als PFLICHT für die Universität hinzustellen halte ich ernsthaft für dreist. Die Uni leistet bei der ganzen Aktion voraussichtlich den größeren finanziellen Anteil, dafür dass wir Studenten danach den Nutzen haben.

    Meines Erachtens hat es nichts mit „Selbstbedienermentalität“ zu tun hat, wenn die FSIen wirklich in jeden Uni-Prozess eingebunden sind und das Studium effektiv verbessern, aber teilweise die Arbeit durch die derzeitige Situation erschwert wird.

    Ein elektronisches Schließsystem in allen Dept., am besten noch aus Uni-Mitteln, ist ein Projekt, was du dir, Micha, am besten auf die Fahnen schreiben solltest, um dich dann dort so 2-3 Jahre hinter zu klemmen.

    Die Konferenzräume im Haupthörsaalgebäude sind außerhalb der Öffnungszeiten (also dann, wenn wir sie brauchen, per Schlüssel verschlossen, ein dauerhafter Zugang ist uns seitens der Raumverantwortlichen nicht erlaubt. Innerhalb der offiziellen Öffnungszeiten sowohl der K1 als auch der K2 vollkommen in die Lehre eingebunden. Vor 20 Uhr ist praktisch nie etwas frei.

    Die Studenten in den Gremien müssen aber die Entscheidungen mittragen, die vor einigen Jahren (auch vor meiner Zeit!) von anderen Studenten beschlossen worden sind. Außerdem habe ich schon in diversen Mails drum gebeten, ob sich nicht jemand findet, der sich solcher Dinge mal annimmt.

    Die Personalkosten fallen auch in allen Dept. an, nicht nur durch die Stubeiko TF. Nachlesbar, wo an der TF Geld für Personalstellen ausgegeben wird, ist auf fau.de.

    Auf das Gutscheinthema geh ich nicht weiter ein, nur so viel: Eine Senkung können wir nicht beschließen, die Gutscheine schon. Den Gutschein kannst du auch bei Ebay verscherbeln, dann hast du es bar.

    Über den Raumbedarf müssen wir nicht diskutieren. Natürlich hat man Seminarräume, am besten für jedes Treffen wechselnde Räume zu unterschiedlichen Zeiten. Dann kommt die Hälfte nicht, das sagt die Erfahrung. Ziel sollte es sein, dass man einen Raum hat, in dem alles stattfindet.

    Das das Informatik-Hochhaus ein Paradies an der TF ist, ist bekannt, deswegen ist auch klar, dass aus dem Hochhaus kein Bedarf signalisiert wird.

  12. Seb, vielen Dank, dass du das Thema nun auch auf den Stuve-Blog gebracht hast, da es sicherlich nicht nur uns Techfakler interessiert.
    Die aktuellen Anträge Umzug Hochspannungsversuch (75.000€) und Bau eines Studentenhauses (1.000.000€) werden derzeit sehr intensiv in den FSIen und der FSV diskutiert. Ich möchte nun die Argumente pro und kontra Finanzierung des Raumumzuges zusammenfassen, wie sie in den Treffen der Techfak-Stubeiko-Studis und der FSV vor einer Woche gefallen sind:

    Pro Finanzierung aus Studiengebühren:
    * Einzige Chance, den Raum für uns Studenten zu gewinnen. Ansonsten würde Bauamt für immer einziehen.
    * FSV/FSI Maschbau-Zimmer wurde vor zwei Wochen von Dekanat weggenommen, jetzt sehr beengt mit FSI Wing und FSI IPEM zusammen. Also Raumproblem vorhanden, das dadurch zeitnah gelöst werden könnte.
    * Lage und Größe des Raumes gut.
    * Möglichkeit, Studiengebühren bei uns an der Techfak zu behalten, am 31.09. werden von Unileitung alle Restmittel eingezogen und wo anders ausgegeben.
    * Studiengebühren werden vermutlich bald abgeschafft, also wo es geht für uns selber ausnutzen.

    Kontra Finanzierung aus Studiengebühren:
    * Finanzierung des Auszuges eines Hochspannungsmodells aus den 70er Jahren? Verbesserung der Lehre??
    * Gewählte Fachschaftsvertretung ist der Uni nichts wert und soll sich selber finanzieren?
    * Raumnutzungsgarantie sehr ungewiss! Immerhin wurde FSV lediglich einen Monat davor darüber informiert: „Also, euer Zimmer gehört jetzt uns. Ciao.“
    * Fablab hat bereits 20.000€ Studiengebühren für Gerätschaften bekommen. 75.000€ für Raum in keinem Verhältnis, derzeitige Räume liegen auch gut und reichen aus.
    * Wir Studenten hauen Studiengebühren nicht für dubiose Deals raus, haben reines Gewissen, schwarzer Peter für eventuelles Geldverbrennen (Anweisung von Heubisch) liegt bei Uni.

    Ich hoffe, keine Argumente der übrigens bis spät in die Nacht geführten Diskussionen der Treffen vergessen zu haben. Ansonsten bitte als Kommentar ergänzen.

  13. hallo zusammen,

    erstmal vorneweg: ich bin kein TechFak-Student, deswegen könnt Ihr meine Meinung auch ignorieren, denn es ist in dem Fall nicht mein Geld, das ausgegeben werden soll. Aber ich würde gerne als Externer eine Meinung einbringen:

    Ich finde, dass wir als Stuve unbedingt jeden klitzekleinen Anschein, dass wir aus Eigennutz handeln und uns die Gebühren für unsere eigenen Zwecke zuschustern würden, vermeiden müssen. Wir haben die Aufgabe, die Interessen aller Studierenden zu vertreten und nicht die unserer Initiative, Gruppierung oder FSI. Deswegen hätte ich große Vorbehalte, aus Gebühren Infrastruktur für FSIen zu schaffen, die ja dann nur denjenigen etwas bringen würde, die in der FSI aktiv sind. (Es sei denn man interpretiert das so, dass der Raum der FSI nützt und die sich dann besser für die Interessen aller Studierenden einsetzen könnte, das würde ich aber nicht mehr als direkte Verbesserung der Studienbedingungen betrachten) Im Übrigen gibt es an anderen Fakultäten einige FSIen, die gar kein Zimmer zur Verfügung haben!
    Wenn das am Ende so ausgeht, dass es unter Studierenden breiten Missmut gegen alle FSIler und Studierendenvertreter gibt, weil das Gerücht umgeht, dass die aus Eigennutz handeln, dann stehen wir sehr schlecht da und unsere Verhandlungsposition gegenüber anderen wird auch schlechter, wenn die behaupten könnten, wir würden die Studierenden gar nicht wirklich vertreten.
    Schlussendlich sehe ich persönlich grundsätzlich Baumaßnahmen aus Gebühren kritisch, insbesondere wenns um so viel Geld geht.

    Soweit sogut.

  14. Ich möchte keine neue Argumentationskette eröffnen, sondern mich nur den Kritikern anschließen. Denn nur weil wir das Geld haben, müssen wir es nicht für Maßnahmen ausgeben, die unter der Studentenschaft nicht für eindeutig sinnvoll erachtet werden. Und das ist diesem Stimmungsbild zufolge nicht der Fall.

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