Meinungsfreiheit? Nein, danke!

Die Studierendenvertretung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verfolgt auf ihrem Stuve-Blog eine Zensurpolitik, die sich gewaschen hat. Wenn Kommentare nicht dem Bild oder der Meinung der Studierendenvertretung entsprechen, werden diese kurzerhand nicht mehr öffentlich, sondern nur noch angemeldeten Nutzern gezeigt. Heute geschehen mit meinem Kommentar zur Versammlung aller Studierenden.

Wissen wir, wie viele Artikel schon ganz verschwunden sind, damit sie bloß niemand mehr liest, da man ja anfangen könnte, die StuVe zu kritisieren oder sich eine nicht StuVe-konforme Meinung zu bilden?

Was bitteschön soll das?

Hinweis der Moderation: Beiträge, deren einziger Inhalt es ist, die derzeit Aktiven der Stuve aufzufordern, den „SCHEISS, der nichts bringt“ bleiben zu lassen, sind nicht als eigenständige Artikel erwünscht und werden so angepasst, dass sie nur angemeldeten Benutzern angezeigt – jedoch nicht gelöscht – werden. Meinungen sind in Kommentaren besser aufgehoben und werden nicht zensiert.

14 Antworten auf „Meinungsfreiheit? Nein, danke!“

  1. Kommentare und die eigene Meinung sagen ist natürlich erlaubt. Wenn es die VaS betroffen hätte, dann hätten wir gern diskutieren können. wenn du aber rumtrollst und forderst die Stuve aufzulösen dann ist das kein Kommentar sondern armselig…

  2. Ich weiß nicht, wie uns hier jetzt Beleidigungen weiterhelfen sollen. Ich habe nie behauptet, dass es nicht ein paar Mitglieder des Konvents und des Sprecherrats gibt, die wirklich viel tun und auch gute Arbeit leisten. Aber ganz ehrlich: Wie viele der Konventsmitglieder sind das? Wann hat der Konvent das letzte Mal auch nur annähernd vollzählig getagt? Es gab schon viele Sitzungen dieses „Studierendenparlaments“, in denen es kaum möglich war, selbst mit Stimmrechtsübertragungen, eine beschlussfähige Anzahl zusammen zu bekommen…

  3. Schade, dass der ursprüngliche Kommentar verschwunden ist… hätte diesen gerne zu Ende gelesen und mitdiskutiert, denn das hier was grob falsch läuft ist doch offensichtlich: nur knapp 500 Leuten ‚gefällt‘ die Stuve auf Facebook, es gibt Studies, die im 3ten Semester sind und noch nie was von der Stuve gehört haben; dann die Wahlbeteiligung usw. gibt sicher noch einige Punkte, die man hier nennen könnte…
    Ich honriere die Arbeit, die manche da reinstecken, finde es aber gradezu grotesk, dass da – quasi im Namen der Studies – Dinge beschlossen werden, ohne dass die davon etwas mitbekommen….
    Die Stuve operiert ohne Basis und das ist über kurz oder lang ein Existenzproblem dieser Institution.

  4. Ich weiß nicht auf welches Jahr sich hier bezogen wird, aber seit über einem Jahr war es nicht ein einziges Mal wirklich kritisch, dass eine Konventssitzung nicht hätte stattfinden können O.o
    Und ich weiß nicht wie manche Menschen sich die Arbeit der Stuve vorstellen…es gibt im allerbesten Fall genau 20 Aktive, die für 33.000 Studierende sprechen sollen und dabei auch gern mal 10 Stunden pro Woche investieren, ohne dass man auch nur irgendwie dafür entlohnt wird, im Grunde hat man durch Telefon- und Fahrtkosten und aufgewendeter Zeit eigentlich ein reines Verlustgeschäft.
    Sollen diese im besten Fall 20 Aktiven nun jeden Studierenden einzeln anquatschen und so informieren? Sollen wir uns in jede einzelne Vorlesung reinstellen? Allein die PhilFak hat rund 30 verschiedene Institute. Wir müssen nebenbei selbst arbeiten und studieren.
    Wie informiert ihr, die ihr euch dan oben beschwert habt, bitte über die Bundestagswahlen? Wartet ihr bis jeder Politiker bei euch persönlich an der Tür klopft und etwas erzählt? Nein, ihr lest Zeitung, informiert euch online usw.
    Die Stuve hat ihre Plattformen. Wir arbeiten derzeit ziemlich effizient und beschreiben eigentlich so ziemlich jeden Arbeitsschritt und jede Information, die uns wichtig erscheint. Dazu sind sämtliche Sitzungen öffentlich und werden auch so bekannt gegeben. Woher haben die beiden Beschwerenden bitte Informationen, wie sinnlos die Arbeit der Stuve ist? Ich hab euch zumindest nicht gesehen 😉

  5. Von mir aus könnt ihr China spielen. Die EU hat bei einer kritischen Äußerung des chinesischen Machthabers Hu über die Politik seines Landes die Fernseher abgeschaltet, weil die chinesische Delegation das nicht sehen wollte.
    Ich finde, dass zeigt, wie wenig uns Europäern unsere Werte überhaupt wert sind.

  6. Sebastian,
    Artikel, die die Stuve-Aktiven dazu aufrufen, ihre Scheiß Arbeit lieber zu lassen, kann ich beim besten Willen nicht auf der Startseite dulden. Du hattest den Arbeitskreis Vollversammlung dazu aufgefordert, also Thorsten, Dario, Wolf, Sebastian und Bene, ihre Arbeit einzustellen. Das ist dein gutes Recht, aber du hättest das als Kommentar in den Artikel zur Vollversammlung machen müssen.

    Ich habe gerade einen Einführungsvortrag über die Stuve bei den Wirtschaftsrechtlern gehalten und auch die Seite verbreitet. Meinst du, da lässt sich einer blicken, wenn wir selber Stimmung gegen uns selbst machen? Meinst du, uns bedrückt die niedrige Beteiligung nicht? Im Gegensatz zu dir (bitte entschuldige, wenn doch noch der Fall) SIND wir im Moment die Aktiven, und ich finde, wir machen keine schlechte Arbeit.

    Kommentare werden nicht moderiert.
    Artikel werden behutsam moderiert.
    Dieser Artikel wird nicht gelöscht, außer du wünschst es.

    Stefan als Mitglied des Sprecherrates.

  7. Lieber Stefan,

    ich habe nie behauptet, dass ihr alle schlechte Arbeit macht. Und meine Vorwürfe gehen nicht nur gegen die Stuve-Aktiven, sondern auch gegen diese Tausenden Nicht-Wähler.

    Und ja, ich bin seit dem vergangenen Sommersemester nicht mehr aktiv.
    Ich wünsche auch keine Löschung des Artikels, das könnte ich selbst. Artikel werden, wie mir scheint, nicht behutsam sondern nach Stuve/Moderator-Gusto moderiert und zur Not versteckt!

    Eigentlich ungeheuerlich! Und das hätte ich von euch auch nicht erwartet, oder heißt ihr jetzt CSU?

  8. Lieber Patrick,

    ich weiß nicht wer du bist, aber ich habe selbst über Jahre hinweg Hochschulpolitik gemacht. Ich habe in drei verschiedenen Studiengebührengremien (u.a. ZGS) gesessen, der Bio-Fachschaft vorgestanden und habe auch auf Uniebene an Themen zu Studiengebühren mitgearbeitet. Ich weiß, wie viel Arbeit an der ganzen Sache hängt. Ich werfe auch niemandem, der seine Arbeit macht, für die er gewählt wurde, vor nichts zu tun oder scheiße oder faul zu sein!
    Und im Grunde sprecht ihr für genau 3.186 von 31.052 Studierenden (Stand Sommersemester 2012). !Das sind 10,26 % !

    EDIT: Und die PhilFak ist ein ganz anderes Problem! Denn da liegt die Wahlbeteiligung bei 5,49 %. Das sind 486 von 8.845 Studierenden!

  9. Hallo Sebastian,

    was wäre jetzt deiner Meinung nach die Konsequenz? Alle Aktiven lassen’s nun bleiben, besuchen keine Gremien mehr, führen keine Gespräche mehr mit Universitätsangehörigen, gehen nicht mehr als Telefon, wenn eine 85-Nummer anruft, sondern studieren einfach ihr Fach?

    Vielleicht bin ich zu sehr Ingenieur:
    Dein wie unser Ziel ist doch, mehr Studis zu aktivieren und zur Mitarbeit anzuregen.
    Die Mittel sind geschriebene Worte, gesprochene Worte und Veranstaltungen, um ins Bewusstsein zu kommen.
    Der Weg wird nicht sein, einfach aufzugeben. Der Weg wird sein, ein Angebot zu haben und viel, viel mit Studis zu reden.

    Allerdings wird dieser Vorgang nie abgeschlossen sein. Systeme streben zeitlich immer zur größtmöglichen Entropie, wenn man eben nichts macht. Weil ständig neue Studenten kommen, sowohl Schweigende, als auch Engagierte.

    Ich habe übrigens ein Déjà-vu bei dieser Diskussion: Etwa alle 2-3 Semester schreibt ein anscheinend gefrusteter Ehemals-Aktiver ähnliche Worte. Für die Jetzt-Aktiven ist das immer ein Schlag ins Gesicht, aber weiter geht’s immer. Ich behaupte, dass über ein halbes Jahrzehnt fließend gemittelt die Intensität gleich bleibt.

    Für ein Ehrenamt kann man niemanden zwingen. Für mich sind alle Aktiven, die ich in meiner bisherigen Zeit in der Stuve kennenlernen durfte, allesamt ehrenwerte Menschen mit scharfsinnigen Idealen. Und mit diesen Menschen werde ich auch weiter zusammenarbeiten, bis mein letzter Tag an der Uni gekommen ist.

    Stefan.

  10. ich will noch hinzufügen dass andere ähnlich provokante Kommentare wie z.B. dieser hier: http://stuve.uni-erlangen.de/2011/12/16/kommentar-eines-ausenstehenden-zur-3-versammlung-aller-studierenden-der-fau-am-12-12-11/ zumindest einige Themen angesprochen hat, über die man unterschiedlicher Meinung sein kann. Du hingegen hast versucht, die verschiedensten Leute, seien es VaS-OrganisatorInnen, gewählte StudierendenvertreterInnen oder Studierende, die nicht wählen gehen, in die Pfanne zu hauen und alle abzuqualifizieren, während du selbst keinen einzigen Hinweis gegeben hast, was man anders machen sollte. Das haben nicht wenige von uns als Beleidigung aufgefasst und ich gehe davon aus dass du es auch so gemeint hast.
    Deshalb haben wir den Kommentar für Besucher unsichtbar gemacht, da sonst für Uninformierte schnell der Eindruck entstehen könnte, dies wäre Meinung der Stuve, und nicht die eines frustrierten ehemals-Aktiven, dem grad langweilig war.
    Wenn Du auch nur einen konstruktiven Vorschlag bringen würdest, dann kenne ich in der Stuve niemand, der sich dem Gedankenaustausch darüber verweigern wird. Aber jetzt werde ich dazu nichts mehr sagen, denn du hast schon erreicht was du wolltest – das sich ein paar Leute über dich aufgeregt haben!

  11. Der Fall jetzt zeigt mir als Außenstehendem, dass die Stuve gut funktioniert. Anstatt sich beleidigen zu lassen, wird der Post innerhalb kurzer Zeit weggenommen. Ich kenne zwar nicht alle Details, aber so hätte ich es auch gemacht.

    PS: Ich bin in meiner Fachschaft engagiert und habe leider aus privaten Gründen keine Zeit für die höhere Studierendenvertretung. Aber ich unterstütze sie.

  12. Liebe Menschen!

    Es ist eigentlich nur traurig. Anscheinend bekommt die Studierendenvertretung es (seit Jahren) nicht hin transparente Richtlinien für die Autor_innen dieses Blogs zu entwerfen. Derzeit gibt es die „Infos für Autoren“ (http://stuve.uni-erlangen.de/infos-fuer-autoren/) – dort steht „Alle Studierenden sind eingeladen [über Unithemen] zu berichten und […] zu diskutieren“. Keine weiteren Einschränkungen. Ich denke es ist selbstverständlich, dass Beiträge respektvoll bleiben müssen; aber auch hier wäre es nötig den Umgang mit „respektlosen“ Beiträgen in den Richtlinien offen zu legen.

    Hier hat ein Student einen Beitrag über ein Unithema verfasst; dieser ist vielleicht kein glänzendes Beispiel zum Thema Respekt, aber es wird niemand angegriffen / beleidigt. Deswegen ist eine Löschung / ein Verstecken auch nicht angebracht. Vorallem nicht mit der Begründung, dass „Selbstmitleid derzeit nicht förderlich ist“.

    Schade.

    Sven, ehemaliger technischer Betreuer dieses Blogs

  13. Hallo Fruchtzwerg,

    in meinem versteckten Artikel zur VaS habe ich niemanden beleidigt. Und mir scheint eher, dass die StuVe nicht so gut funktioniert, wenn so mit Kritik, auch scharfer Kritik umgegangen wird.
    Und wenn Zensur deiner Meinung nach zeigt, dass ein eigentlich demokratisches Organ funktioniert, na dann Gute Nacht!

  14. Und jetzt, nach drei Monaten? Die Stuve existiert immer noch, es sind ein paar neue, fleißige Gesichter dazugestoßen, ein paar haben ihr Studium beendet. Es geht weiter wie bisher und zwar gar nicht schlecht: Die Vollversammlung lief nicht schlecht, im Öko-Referat passiert einiges, für das Volksbegehren opfert eine Hand voll fast ihr Studium, Raumanträge von Hochschulgruppen werden bearbeitet, Kontakte gepflegt, Gespräche hinter geschlossenen Türen geführt, schlicht: Die Interessen der Studis vertretern. Und es macht Spaß. 😉
    Auf ein für uns Studis erfolgreiches Jahr 2013!

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