Pressemitteilung "Nachgelagerte Studiengebühren sind ein fauler Kompromiss"

Die erneute Debatte um die Studiengebühren hat in der bayerischen Koalition Krisenstimmung ausgelöst. Nun scheint sie gemeinsam über nachgelagerte Studiengebühren nachzudenken. Die Studierendenvertretung der Universität Erlangen-Nürnberg spricht sich eindeutig für ein gebührenfreies Studium aus. Nachgelagerte Studiengebühren sind dabei nichts anderes als ein fauler Kompromiss und genauso abzulehnen.

„Diesen erneuten Meinungsumschwung innerhalb der CSU kann sich die Partei nicht erlauben, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit nicht völlig verlieren will. Dies zeugt von bloßer Taktiererei, bei der sich die große CSU wohl nicht gegen die kleine FDP durchsetzen kann.“ so Anna Mayer, Sprecherrätin. „Das alles soll nur dem Volksbegehren im Januar schaden”, vermutet Mayer.

Auch inhaltlich kann das Konzept der nachgelagerten Studiengebühren nicht überzeugen. Es mag zwar verlockend klingen, dass die Studierenden während des Studiums von der Last der Gebühren befreit sind und erst dann ihre Abgabe leisten, wenn sie im Berufsleben angekommen sind. Doch dieses Modell gibt es bereits und nennt sich ‚Steuern‘. Die Einführung derartiger Parallelstrukturen ist schon aufgrund des immensen bürokratischen Verwaltungsaufwand unredlich. „Man darf auch nicht pauschal davon ausgehen, dass alle Absolventinnen und Absolventen eines Studiums per se viel Geld verdienen. Die Einrichtung Hochschule hat einen ganz anderen Wert für die Gesellschaft“, sagt Wolfram Barfuß, studentischer Senator. „Es hat ja einen Grund, warum Hochschulen zum Großteil staatlich sind. Die Finanzierung auch nur teilweise outzusourcen ist brandgefährlich!“, so Barfuß weiter.

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