Zeit wirds! Flashmob für ein Semesterticket am Mi, 29.1. um 13 Uhr in Nürnberg

Mit Rikscha, Fahrrad, Skateboard oder Leiterwagen in die Hochschule – immer noch lieber als mit dem VGN?

Die Region Nürnberg-Erlangen ist der einzige größere Hochschulstandort Deutschlands, in dem es immer noch kein solidarisch finanziertes und damit bezahlbares Semesterticket gibt. Doch die überaus erfolgreiche Einführung eines Semestertickets in München im Oktober hat auch uns neue Zuversicht gegeben.

VGN_klDie Semesterwertmarke für Nürnberg/Fürth/Erlangen ist mit über 250 Euro nicht nur viel zu teuer, sondern deckt nicht einmal die vorlesungsfreie Zeit ab, in der für viele Studierende Prüfungszeit ist. Deswegen müssen wir uns eine Alternative zu den Öffentlichen suchen, solang es kein echtes Semesterticket gibt.

Wir rufen deshalb dazu auf: Zeig dem VGN mit welchem Fahrzeug du ohne Öffentliche zur Hochschule kommst. Egal ob alter Drahtesel, Skateboard, Pferdekutsche oder Pony – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir treffen uns am Mittwoch, den 29. Januar um 13 Uhr am Planetarium beim Plärrer in Nürnberg – von Erlangen aus fahren wir gemeinsam um 12 Uhr am Busbahnhof hinter dem Bahnhof los!

 

Du willst beim flashmob dabei sein, wohnst aber in Erlangen und Dir ist die Fahrt nach Nürnberg ohne Semesterticket zu teuer?
Das können wir gut verstehen. Deshalb haben wir einen Bus organisiert, der uns ganz ohne VGN und für dich kostenfrei nach Nürnberg bringt! Los geht’s am 29.1. um 12 Uhr am Busbahnhof hinter dem Bahnhof. Außerdem machen wir noch einen Zwischenstop um 12:15 an der TechFak (Haltestelle Erlangen-Süd).
Zurück gehts’s um 14:00 am Plärrer in Nürnberg, sodass wir um 14:30 wieder in Erlangen sind.
Jetzt gibt’s eine Ausrede weniger!

WICHTIG! Da wir nicht wissen, wie groß der Andrang sein wird, können wir Dir einen Platz im Bus nur garantieren, wenn Du dich vorher verbindlich anmeldest. Schreibe einfach eine mail an mobilitaet@stuve.fau.de

4 Antworten auf „Zeit wirds! Flashmob für ein Semesterticket am Mi, 29.1. um 13 Uhr in Nürnberg“

  1. Liebe Studenten,

    viel Erfolg bei der Einführung eines bezahlbaren Semestertickets!
    Bei einem Soldarbeitrag ist aber zu bedenken, dass hier Rad- und Autofahrer zu Gunsten von Busfahrern willkürlich enteignet werden.
    Das Münchner Modell mit 59 EUR Solidarbeitrag und 141 EUR Addon zum 200 EUR Gesamttarif ist Augenwischerei. 70% der Münchner Studenten haben freiwillig das Addon gekauft. Wenn man also den Solidarbeitrag abschaffen würde und auf den Rest umlegt, könnte man daher jedem Studenten ein Ticket für ca. 230 EUR anbieten. Das ist immernoch eine enorme Ersparnis von 50% gegenüber einer studentischen Monatskarte für 80 EUR. Das bedeutet: Die enorme Ersparnis und der riesige Erfolg des Münchner Semestertickets entsteht NICHT DURCH DEN SOLIDARBEITRAG, NICHT durch das Stufenmodell. Die MVG hat einfach einen günstigeren Tarif angeboten.
    Die VGN sollte neben einem Stufentarif auch ein Angebot für ein freiwilliges Ticket anbieten, das sechs Monate gültig ist und begründen, warum dieses Ticket teurer ist. Das Münchner Beispiel zeigt nämlich: Der Solidarbeitrag ist NICHT der Grund für den günstigeren Tarif.
    Ich verstehe nicht, warum die VGN einen 6 Monats-Pflichtticket für 130 EUR anbietet, aber das aktuelle 4 Monatsticket 230 Euro kostet. Das soll die VGN begründen! Die VGN hat kein moralisches Recht, den Rad- und Autofahrern das Busfahren aufzuzwingen, nach dem Motto: Ihr müsst alle auf Bus umsteigen, wer das nicht macht, den bestrafen wir mit dem Solidarbeitrag.
    Die VGN will mehr Kunden durch Pflichtbeiträge und bietet deshalb kein freiwilliges Ticket zu einem vernünftigen Preis an, das ist die eigentliche Sauerei !!!

    Was sagt ihr dazu?

    Der Ulf

  2. Hallo Ulf,

    in allen Hochschulstandorten, in denen es ein vergleichsweise billiges Semesterticket gibt, liegt das an genau diesem Solidarbeitrag. Denn dieser garantiert den Verkehrsbetrieben (in unserem Fall dem VGN) gewisse Mindesteinnahmen. Angenommen, bei uns gäbe es ein Solidarmodell mit 60€ Grundsockel. Dann hätte der VGN von den ca. 50.000 Studierenden garantierte Einnahmen von 50.000*60€ pro Semester, also ca. 3 Mio. €. Damit kann der VGN für das Zusatzticket einen viel attraktiveren Preis anbieten, als wenn er für den Gesamtbetrag immer das Risiko eingehen müsste, dass es vielleicht von weniger Studis gekauft wird als berechnet. Deshalb wird es eine Verbesserung zum status quo nur mit einem solchen Solidarmodell geben (es sei denn, die Städte subventionieren das Studi-Ticket, das ist aber nicht zu erwarten). Und jedes denkbare Modell kann übrigens nur nach einer positiven Urabstimmung unter den Studierenden eingeführt werden, sodass es auch nur kommt, wenn die Studis es wollen.

    PS: dass es dann zu einer groß angelegten ‚Umverteilung‘ unter den Studis kommt, möchte ich so auch anzweifeln. Denn auch wenn ich selbst zur Zeit kein Ticket für die Uni brauche, würde ich es dann öfter in meiner Freizeit verwenden, z.B. für Fahrten nach Nürnberg oder in die Fränkische, würde also auch profitieren, und das wäre bei einem Großteil der Studis sicher ähnlich 😉

  3. Das Argument für den Raum des VGN sei für die FAU nicht finanzierbar ist eine Hinhalte- und Ausnehmtaktik des VGN gegenüber des Studenten und des Zielpublikums! Sowas unsoziales habe ich in keinem anderen Deutschen ÖPNV erlebt! Schaut auf Beispiele wie UNI Würzburg, Regensburg, Bayreuth, Bamberg (Bitte nicht München) und außerhalb Bayerns im Freistaat(!) Thüringen die UNI Jena, oder Hessen Marburg. Vor allem die beiden letztgenannten (Jena, Marburg) müssen das gesteckte Ziel als Vorbild sein!
    Bitte lieber VGN, orientiert euch an diesen Beispielen und findet den eigenen egoistischen Fehler im System. Und für eins, zwei Semester kann auch ein vorläufiges 6 Monate gültiges VGN-Ticket, nach Absprache und Entgegenkommen durch den VGN ab WS 14/15 eingeführt werden. Die offiziellen Zahlen aus der Studie/dem Projekt der Geographie können dann das schon wenn möglich im WS14/15 eingeführte Ticket bestätigen oder zu neuen konstruktiven Verhandlungen führen. Es muss nicht auf die Studie abgewatet werden um ein kostengünstiges, lauffähiges Modell auf die Beine zu stellen, sofern man aus der Sicht des VGN nur will!

    Und das genannte Ziel sollte die METROPOLREGION Nürnberg sein, nicht etwa Großraum Nürnberg oder noch Kleinräumiger. Letzteres wäre ein Anfang, mehr nicht! Die Kosten für erstgenanntes sollten nicht mehr als 115€ (s. Bspw. UNI Jena) für das gesamte Semester betragen. Für den Großraum Nürnberg die angesprochenen 65€, danke.
    Das einzige, was ich an den Modell von der UNI München begrüßen würde, wäre die Wahl zwischen zwei/drei Leistungsmodellen: die erste VGN-Ticket (ggf. Pflicht für alle); zweite DB-Ticket; dritte eins und zwei kombiniert. Aber das nur bspw.!
    Beste Grüße.

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