Die Studierendenvertretung setzt ein deutliches Zeichen gegen Rechts!

 Am Samstag den 4. Jsommerfestuli veranstaltete das Referat gegen Rassismus und Diskriminierung der Stuve ein  „Buntes Sommerfest gegen Rechts“ auf der Grünanlage am Bürgermeistersteg. 
Mit über 500 Gästen war das Fest trotz der hohen Temperatur sehr gut besucht und zeigt, dass Rassismus, Nationalismus, Sexismus und Trans- / Homo- und Interphobie in der Gesellschaft keinen Platz haben.

Anlass war die neu-rechte Messe „Zwischentag“ die am gleichen Tag nur einen Steinwurf entfernt  im Haus der rechten Burschenschaft Frankonia stattgefunden hat.
Unter dem Label „Freie Messe für non-konforme Verlage und Initiativen“ (vgl. www.zwischentag.de) versuchen sich die VeranstalterInnen von Intoleranz zu distanzieren und beschreiben sich dabei selbst als „[…] eine Büchermesse, die für Vielfalt, Freiheit und kontroverse Diskussionen steht“  (ebenda).
Diese halbherzigen Distanzierungen sind dabei alles andere als haltbar. So fanden sich unter den AustellerInnen unter anderem die VertreterInnen der rechtsextremen Identitären Bewegung. 
Als Gäste konnte die Frankonia auf ihrem Haus unter anderem verurteilte Rechtsextremisten wie Karl-Heinz Hoffmann willkommen heißen.
Wir sagen klar: So sieht keine Veranstaltung für Vielfalt und Freiheit aus und danken daher allen die dabei waren um mit uns ein klares Nein zu Nazis zu sagen.
Wir wollen ein großes Dankeschön an alle HelferInnen aussprechen, die uns bei unserem Sommerfest mitgeholfen haben und dafür gesorgt haben, dass es stets kühle Erfrischungen, Essen und Musik gegeben hat. 
Besonders zu nennen sind dabei die folgenden UnterstützerInnen, ohne die der Tag so hätte nie stattfinden können:
    – Studierendenvertretung der FAU
    – AG Medizin und Menschenrechte
    – Fachschaftsvertretung der Philosophischen Fakultät
    – FSI WiSo
    – AStA der Universität zu Köln
    – ASB-Sanitäter
Sowie für die musikalische Untermalung:
    – Ramon Revolte
    – The Dead Peasants
    – Rave Guerilla
    
Abschließend geht ein riesiges Dankeschön an alle AktivistInnen von nozwischentag die trotz aller Widrigkeiten, brennender Hitze und Repressionen auf der Kundgebung vor der  Burschenschaft Frankonia gezeigt haben, dass dieses rechtsextreme Gedankengut keinen Platz in unserer Gesellschaft hat!

 

2 Antworten auf „Die Studierendenvertretung setzt ein deutliches Zeichen gegen Rechts!“

  1. Was zum Geier sind Trans- und Interphobie? Homophobie verstehe ich ja noch, aber warum sollte ich Männer hassen, die auf Frauen stehen (und umgekehrt)? Gut, meinen Nebenbuhler hasse ich, schließlich will _ich_ das Mädel erobern. Heißt Interphobie, dass ich alles und jeden hasse?

    Freunde, net so viel rumschimpfen, was wir nicht mögen, sondern einfach das Leben genießen, wie man es als Student hat.

    PS: Die Frankonen hasse ich übrigens auch.

  2. Hallo,

    gerne beantworte ich deine Fragen:
    Leider ist es so, dass transsexuelle Menschen (unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, also wen sie begehren), auch oftmals mit Anfeindungen zu leben haben. Das fängt an bei „Dann such ich mir auch absofort raus, was ich sein will“ und hört auf bei Debatten um welche Toilette ein transsexueller Mensch denn zu besuchen hat [1].

    Bei Interphobie handelt es sich um Vorbehalte / Anfeindungen gegenüber intersexuellen Menschen, also Menschen welche (medizinisch) nicht genau einem Geschlecht zugeordnet werden können [2]. Anstelle diese Menschen einfach als Menschen zu akzeptieren, wird erwartet, dass sie sich, teilweise durch Medikation oder durch operative Eingriffe, „ihrem wahren“ Geschlecht zuordnen.

    Zusammen mit Homophobie decken diese Punkte zwar sehr verschiedene Bereiche ab.
    Sie werden allerdings oft zusammen genannt, da die Basis der Vorbehalte die Vorstellung von nur 2 festen Geschlechtern ist.
    Frau oder Mann sein soll sowohl persönliches Befinden, Hobbies, Talente, als auch die sexuelle Orientierung festlegen. Alles was nicht in dieses Schema passt wird, wenn es nicht abgelehnt / verneint wird, doch zumindest kritisch beäugt.

    Menschen sollten unserer Meinung nach unabhängig von ihrer sexuellen Identität, ihres Geschlechts und ihrer sexuellen Orientierung voll in der Gesellschaft akzeptiert werden!

    [1] http://www.spiegel.de/schulspiegel/transgender-schueler-verklagt-high-school-wegen-toiletten-a-1038816.html
    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Intersexualit%C3%A4t

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