Bürgerentscheid am 7. Mai: Sozialwohnungsbau/ERBA-Siedlung

Am 07. Mai sind alle in Erlangen gemeldeten Personen aufgefordert ihre Stimme beim Bürgerentscheid zur sogenannten ERBA-Siedlung abzugeben.

Worüber wird abgestimmt?
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU plant neun Wohngebäude im Stadtteil Anger abzureissen und an deren Stelle neue, geförderter Miethäuser mit mehr Wohneinheiten als zuvor zu bauen. Somit würden circa 90 neue Sozialwohnungen entstehen. Die Geister scheiden sich an der Frage, ob eine Sanierung nicht doch möglich wäre.

Lageplan_ERBA

Lageplan_ERBA
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Im Gegensatz zur benachbarten ERBA-Siedlung (Baujahre 1906 bis 1913) hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege die Gebäude Johann-Jürgen-Straße 1-7, Mainstraße 1 sowie Äußere-Brucker-Straße 82, 84, 86, 88 als nicht erhaltenswert eingestuft.


Warum diese Häuser?
An mehreren Stellen in Erlangen werden aktuell von der GEWOBAU Projekte im Sozialwohnungsbau umgesetzt; geplant war hier auch der Abriss von insgesamt 34 Wohneinheiten an der Johann-Jürgen-Straße und anschließender barrierefreier Neubau von 90 Wohneinheiten. In der Diskussion wird immer wieder Bezug auf das Gesamtbild der sog. ERBA-Siedlung und die benachbarten denkmalgeschützten Häuser genommen. Die betroffen Häuser stehen nicht unter Denkmalschutz und sind nicht mehr bewohnt. Die GEWOBAU sieht die schlechte Bausubstanz, aber auch fehlende Barrierefreiheit als Hauptgründe für einen Abrisses.

Warum Neubau und nicht Sanierung?
Um Förderung für Sozialwohnungen zu erhalten muss ein Anteil der Wohnungen barrierefrei sein, was mit dem aktuellen Grundriss der Wohnungen kaum umzusetzen ist. Dazu würden die Kosten für eine Sanierung die künftigen Mietpreise zusätzlich erhöhen.
Laut Aussage der GEWOBAU sind Sozialwohnungen mit Mietpreisen von durchschnittlich 5,50€ pro Quadratmeter nur mit dem Abriss und Neubau möglich.
So kann auch gleich die Anzahl der Wohneinheiten erhöht werden.

Was denkt die Stuve?
Wir glauben, dass jede Möglichkeit den Erlanger Wohnungsmarkt ein wenig zu entspannen genutzt werden sollte!
Jeder Studi, der schon einmal versucht hat in Erlangen eine Wohnung zu bekommen, weiß wie schlecht es um preiswerte Angebote steht. Deshalb glauben wir, dass Nachverdichtung ein Schritt in die richtige Richtung ist.
Aus diesen Gründen unterstützt die Stuve das Bündnis für bezahlbares Wohnen.

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Johannes Schilling

Johannes Schilling

informatik-student im vorletzten semester, notorischer alles-klein-schreiber, ak-it, uniweites studienzuschussgremium, konventsvorsitzender. mädchen für alles ;-)

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