Petition: Keine Uni ohne uns! – Keine Innovation auf Kosten der Demokratie und der Lehrqualität

Die bayerische Staatsregierung beabsichtigt, das Hochschulgesetz zu  novellieren und gemeinsam mit dem Hochschulpersonalgesetz zu einem Hochschul-“Innovations”-Gesetz zu vereinen.
Dieser “große Wurf”, so das Staatsministerium, soll die Hochschulen entfesseln, deregulieren, unternehmerische Aktivität stärken und den Hochschulen im Rahmen einer Körperschaftsumwandlung die Möglichkeit geben, ihre Strukturen und Prozesse selbst zu definieren.
Dass diese Begriffe unter Studierenden und vielen Mitarbeiter*innen der Hochschulen auf große Kritik stoßen, sollten die Köpfe hinter dem erst sehr spät veröffentlichten Eckpunktepapier der bayerischen Staatsregierung ahnen können.
Die Studierendenvertretung (Stuve) der FAU Erlangen-Nürnberg hat noch vor der Anhörung von Expert*innen im Wissenschaftsausschuss am 14.10.2020 einen Arbeitskreis gebildet, dem mittlerweile über 30 Studierende angehören. Aufgrund der sehr einseitigen Schwerpunktsetzung des Eckpunktepapiers und zahlreicher Bedenken hat die Stuve nun eine Petition unter dem Namen “Keine Uni ohne uns! – Keine Innovation auf Kosten der Demokratie und der Lehrqualität” veröffentlicht.
“Wir fordern deshalb Reform the Reform und haben dazu fünf Forderungen aufgestellt: Demokratie stärken und paritätische Mitbestimmung über ein festgelegtes Budget zur Verbesserung der Studienbedingungen. Weiterhin dürfen unternehmerische Aktivitäten nicht über Forschung und Lehre gestellt werden, Gleichstellung und Diversität müssen verankert werden und ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Fragestellungen sollten bei Entscheidungen an einer (innovativen) Hochschule stets mitgedacht werden.”, so Michael Ruppert, einer der Initiator*innen und Mitglied des Sprecher*innenrats der Stuve.
“Es ist am Besten durch Mitbestimmung in Gremien von unten Veränderung und Fortschritt zu erreichen. Die Macht sollte sich nicht auf einzelne Akteure konzentrieren!”, ergänzt Mareike Schildbach von der Amnesty Hochschulgruppe Nürnberg.
Die Interessen aller Statusgruppen sollten in einem neuen Hochschulgesetz berücksichtigt werden, daher “muss dieses Gesetz im Vergleich zu dem sehr einseitigen Eckpunktepapier wesentliche Verbesserungen enthalten”, so Moritz Wicklein, studentischer Senator der FAU.
“Studierende sind die größte Statusgruppe an den Hochschulen und müssen dementsprechend im Hochschulgesetz berücksichtigt werden. Sollte der Entstehungsprozess des Hochschulgesetzes weiter derart intransparent gehalten werden, sehen wir bei den bayernweit 400.000 Studierenden ein gewaltiges Mobilisierungs- und Protestpotenzial.” erläutert Richard Schmidt, Vorsitzender des Studentischen Konvents der FAU. In diesem Sinne versteht die Stuve auch den Hashtag #KeineUniOhneUns, mit dem auch im Netz für ein besseres Hochschulgesetz gekämpft wird.
Unterschrieben werden kann die Petition unter stuve.fau.de/petition

News on the interim financial aid

The economic situation is still very tense for many students due to the pandemic. Due to the persistently difficult general conditions, the Federal Ministry of Education and Research has reinstated the interim financial aid for students in pandemic-related difficulties since November 20 and until the end of the winter semester 20/21, after the aid was initially not extended. As before, the aid will be administered by the local Student Union.

Beyond that the entrance conditions to the support were defined slightly broader:

  • The pandemic emergency can now also be fulfilled by a self-declaration if the pandemic-related termination of the previous employment relationship or the required two written rejections of at least two job applications cannot be fulfilled.
  • Only the bank account statements from the previous month and the current month up to the day before the application is submitted must be uploaded, no longer the bank account statements since February.

The application for the financial aid can be done online at www.überbrückungshilfe-studierende.de

Tipps und Tricks – Stuve approved

Gestern haben auf der virtuellen Erstsemesterbegrüßung Lisa und Paulus die Stuve vorgestellt und einige wertvolle Tipps für den Studienbeginn und -alltag präsentiert.
Wir wollen uns nochmal für all die technischen Probleme entschuldigen, auch wir machen das das erste Mal und waren von dem Ansturm von Interessent*innen überrascht.

Hier könnt ihr nochmal die Folien herunterladen und anschauen! Wenn ihr weitere Fragen habt meldet euch gerne unter: stuve-sprat@fau.de

Yesterday at the virtuell welcome event for new first year students at FAU, Lisa and Paulus introduced the Stuve and presented worthfull tipps and tricks for the start of the study programs and the life in the region Erlangen-Nürnberg.
We say sorry about all the tecnical problems that occured but it was also our first time to do an online welcome event. Moreover we definetley were surprised about the amount of students who were interested in our presentation!

Here you can download the slides. If you have any questions, don’t hesitate and write us an e-mail to: stuve-sprat@fau.de

GEW Studis FAU: Arbeitsrechtinfo für studentische Hilskräfte

Die GEW Studis haben ein Infoblatt mit Arbeitsrechtinfos für studentische Hilfskräfte erstellt:

Mit dem neuen Semester haben die vielen Studentischen Hilfskräfte an der FAU auch ihre neuen oder erneuten Arbeitsverträge unterschrieben.

Aber was bedeutet dieser Vertrag eigentlich? Was heißt “Hilfskraft sein”? Welche Rechte hat man als SHK? Und an wen wendet man sich wenn man Hilfe braucht?

Wir haben einen kurzen Überblick mit dem wichtigsten arbeitsrechtlichen Wissen für euch erstellt – denn nur wer seine Rechte kennt kann sie auch einfordern und sich wehren. Das klappt natürlich am besten gemeinsam – also an Kolleg*innen und Kommiliton*innen weiterleiten!
Außerdem freuen wir uns natürlich immer über Feedback und Ergänzungen.

 

Offener Brief an die UL bzgl. des Kuratoriumsmitglieds der FAU, Stefan Müller

Einzelne Mitglieder der Studierendenvertretung und weitere Mitglieder der FAU haben einen offenen Brief an die Universitätsleitung verfasst, da das Kuratoriumsmitglied Stefan Müller (CSU, Mitglied des Bundestags) zum wiederholten Male rechtsextrem bzw. Rechtsextremismus-verharmlosende Tweets auf Twitter verfasst hat.
“Er vertritt nicht die offenen und pluralistischen Werte der Universität und deshalb sollte ihm sein Amt als Kurator der FAU aberkannt werden”, so die Unterzeichnenden.
Innerhalb eines Vormittages haben sich mehr als 30 Erstunterzeichner*innen und sieben Gruppierungen zusammengefunden, den offenen Brief zu unterstützen.
Wer den offenen Brief weiterhin unterstützen will, kann eine E-Mail an paulus.istein.guter@fau.de senden mit Namen, Funktion (Studierende*r, Mitarbeiter*in etc.) und ggf. Hochschulgruppe/Gremienzugehörigkeit.
Ein erster Artikel dazu ist bereits erschienen: https://www.nordbayern.de/politik/polarisierender-tweet-stefan-muller-gerat-erneut-in-die-kritik-1.10394653