Hochschulwahl 2014

Die Stuve hat die Listen des studentischen Konvents nach ihren Positionen zu 27 Thesen für den Hochschulwahlkompass gefragt.
Hier sind die eingegangenen Antworten der Vertreterinnen und Vertreter:

  • Liste 1
    Bunt – Links – Ökologisch – Demokratisch
    (BLÖD)
    
    1. Dafür: Eine Masterplatzgarantie ist notwendig damit Studierende Sicherheit für ihre spätere Lebensplanung haben.
    2. Dafür: Studierende können viele Gründe haben die Regelstudienzeit zu überschreiten. Wenig Zeit durch Nebenjobs, Krankheiten, familiäre Probleme – eine pauschale Regelstudienzeit wird den unterschiedlichen Lebensbedingungen von Studierenden nicht gerecht. Um in der Universität mal über den Tellerrand des eigenen Studienfaches zu schauen, braucht es vor allem eins: Zeit. Zeit, welche bei vollen Modulplänen und Regelstudienzeit, oft fehlt.
    3. Dafür: Grundsätzlich sind wir gegen eine Anwesenheitspflicht. Ausnahmen bestätigen aber die Regel: Für Sitzscheine oder sicherheitsrelevante Übungen finden wir Anwesenheitspflicht durchaus nachvollziehbar. Die aktuelle Handhabung der Anwesenheitspflicht insbesondere in Vorlesungen und Seminaren empfinden wir aber als unzumutbar.
      1. Volle Seminare sind keine Garantie für eine gute Diskussion.
      2. Es ist außerdem nicht nachvollziehbar, dass Studierende mit Anwesenheit in Lehre gezwungen werden, wenn die Lehre leider qualitative Mängel aufweist.

    4. Neutral: Wir haben dieses Konzept kontrovers diskutiert. Wir halten es allerdings für zielführender die Bafögkriterien (z.B. einen automatischen Bescheid ob ein Baföganspruch besteht, bei der Einschreibung) zu vereinfachen und das Bafög insgesamt zu erhöhen.
    5. Dagegen: Wir halten eine finanzielle Entlastung aller Studierender zielführender für bessere Leistungen insgesamt anstatt Studienförderung nur für Leistungseliten bereit zu stellen. Auch andere Kriterien wie soziales/ökologisches Engagement oder der soziale Hintergrund der Studierenden sollten bei der Förderung von Studierenden eine Rolle spielen.
    6. Dafür: Mit einem Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte wäre die Bezahlung wahrscheinlich wesentlich besser als zum aktuellen Zeitpunkt. Wir setzten uns außerdem dafür ein, dass studentische Hilfskräfte auch unter den geplanten gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,5€ fallen.
    7. Dafür: Schlechte Arbeitsbedingungen der Dozierenden heißen auch schlechte Bedingungen für Studierende Studium und Lehre. Die Möglichkeit sich zu Themen informieren, wird verschlechtert, wenn der Wissensstand in den Einrichtungen der Universität unter häufigen Personalwechsel leidet. Außerdem würde Wissenschaft als mögliches Berufsfeld für Studierende durch bessere Arbeitsbedingungen wieder attraktiver werden.
    8. Dafür: Wir finden zwar andere Modelle besser und lohnenswerter aber selbst das Münchner Sockelmodell wäre besser als der Jetztstand. Ein Semesterticket sollte mindestens den gesamten VGN-Raum sowie die vorlesungsfreie Zeit umfassen.
    9. Dafür: Wir fordern zudem jeden Tag mindestens auch eine vollwertige, warme, vegane Mahlzeit im Speiseplan.
    10. Dafür: Auch fair gehandelte uns saisonale Produkte sollten verstärkt angeboten werden. Wir legen aber wert darauf, dass Studierende mit wenig Geld trotzdem noch ein preiswertes Angebot vorfinden müssen.
    11. Neutral: keine Anmerkung
    12. Dagegen: Die Aufgabe die Universität finanziell und materiell auszustatten liegt beim Staat. Durch den stärkeren Einfluss von privaten Sponsoren findet defacto eine Verringerung des demokratischen Einfluss auf Universitäten statt. Außerdem finden wir die Vorstellung von einem „Schlecker-Hörsaal“ oder einem „Tepco-Labor“ gruselig.
    13. Dagegen: Die Energieversorgung ist ein sehr politisches Thema. Die intensive Kooperation mit dem Kernenergieunternehmen AREVA kann dabei einen unabhängigen Blick in Forschung und Lehre gefährden. Wir finden zudem eine Energieversorgung jenseits von Atomstrom und fossilen Energieträgern erstrebenswert – die indirekte Unterstützung eines Weltmarktführers im Bereich Kernenergie hilft dabei nicht weiter.
    14. Dagegen: Siehe vorherige Frage.
    15. Dafür: Eine Ausnahme bilden aus unserer Sicht der Fachbereich Theologie und das Department Islamisch-Religiöse Studien an der PhilFAK. Diesen Studiengängen sollten selber entscheiden wie weit sie mit Religionsgemeinschaften kooperieren.
    16. Dagegen: Alternative Forschungs- und Lehransätze (siehe Ärzte gegen Tierversuche e.V.) müssen ernsthaft in Betracht gezogen werden. Über Grenzfälle muss im Zweifelsfall diskutiert werden – Tierversuche als Regelfall in Forschung und Lehre sind allerdings nicht hinnehmbar.
    17. Neutral: Wir haben nichts gegen Neubauten solange niemand in einstürzenden AltFAUten studieren muss. Eine Verlegung der gesamten FAU nach Disneyland halten wir für angemessen. Das Ergebnis muss heißen: Schöne und sichere Unigebäude für Alle!
    18. Dagegen: Wir lehnen eine Verschlechterung von Forschung und Lehre in einer Studienrichtung zugunsten der Verbesserung von Forschung und Lehre in einer anderen Studienrichtung ab. Wenn bessere Bildung gewünscht ist, muss insgesamt mehr Geld in Bildung gesteckt werden.
    19. Dafür: Siehe Antwort zur letzten Frage. Die derzeitige Umsetzung von FAU II lehnen wir ab.
    20. Dafür: Es braucht mehr Sekretäre an der FAU.
    21. Dagegen: Ausschluss von Frauen, Nationalismus, Elitedenken und Gruppenzwang sollte nicht unterstützt werden. Wir sind uns der Unterschiede studentischer Verbindungen bewusst aber wir haben auch ein Problem mit ihren Gemeinsamkeiten.
    22. Dafür: Mindestens – ein Drittel wäre aus unserer Sicht angemessener.
    23. Dagegen: Bei den geringen Einflussmöglichkeiten der Studierenden ist jede Möglichkeit sich einzubringen und zu informieren wichtig und richtig. Die Versammlung aller Studierenden ist eine davon. Wir schlagen aber vor die Möglichkeit des gemeinsamen Alkoholkosums und Tanzens im Anschluss an die Versammlung aller Studierenden auszubauen um weitere Anreize für die Teilnahme zu schaffen.
    24. Dafür: z.B. Ronja-Räubertochter-Straße statt Erwin-Rommel-Straße.
    25. Dafür: Eine Verfasste Studierendenschaft ist Voraussetzung für eine Verbesserung der studentischen Mitbestimmung und somit auch für Projekte wie das Semesterticket oder eine Theaterflatrate.
    26. Dafür: keine Anmerkung
    27. Dafür: keine Anmerkung
  • Liste 2
    Ring Christlich-De­mo­kra­ti­scher Stu­den­ten Erlangen
    
    1. Dafür: Wir sind der Ansicht, dass jeder Student ein Anrecht auf einen aufbauenden Master haben sollte, da erst dieser ein wirkliches Äquivalent zum ehemaligen Diplom darstellt.
    2. Dagegen: Wir sind gegen die Abschaffung der Regelstudienzeit, da sie vor einer Ausuferung des Studiums schützt. Die gewünschte Straffung durch Einführung von Bachelor und Master wäre hinfällig und die Durchschnittsstudienzeit würde sich somit verlängern. Gleichwohl sehen wir unter anderem bei ehemaligen Diplomstudiengängen Optimierungsbedarf, da die Inhalte noch nicht auf die Regelstudienzeit in den Masterstudiengängen abgestimmt sind.
    3. Neutral: Wir sprechen uns gegen eine pauschale Abschaffung jeglicher Pflichtveranstaltungen aus, da diese häufig essentiell für Studien- und Berufserfolg sind. Gleichzeitig müssen Anwesenheitspflichten in Vorlesungen, die lediglich aus einer zu geringen Partizipationszahl motiviert sind, überprüft und, wenn für nicht sinnvoll erachtet, abgeschafft werden.
    4. Dagegen: Wir finden, dass ein Studentengehalt die falsche Lösung ist. Vielmehr sollte das bestehende BAföG-System verbessert und das Stipendiensystem ausgebaut werden. Ferner wäre ein rückzahlungsloses Studentengehalt finanziell kaum umsetzbar.
    5. Neutral: Wir halten eine extrauniversitäre Netzwerkknüpfung sowie soziale und gesellschaftliche Weiterbildungen für wichtig, darum sehen wir Begabtenförderung für leistungsstarke Studenten, die in finanziell benachteiligten Familien geboren sind, als grundsätzlich unterstützenswert an. Eine Programmteilnahme ist zweifelsohne zudem eine Möglichkeit für jeden Einzelnen, sich außerhalb des Studiums auszuzeichnen. Wir finden allerdings, dass rein finanzielle Förderung auf Kosten des Steuerzahlers in unserem Bildungswesen nicht tragbar und in den meisten Fällen auch nicht notwendig ist. So kann gerade von den geförderten besten 5% erwartet werden, den rückzahlungspflichtigen BAföG-Beitrag leicht aufbringen zu können.
    6. Dagegen: Eine tarifvertragliche Regelung auf Mindestlohnbasis würde nur einen massiven Wegfall von für die Forschung obligaten HiWi-Stellen zur Folge haben, wogegen wir uns deutlich aussprechen.
    7. Neutral: Wir finden, die Arbeitsbedingungen der Angestellten fallen nicht in den Interessens- und damit Wirkungsbereich der Studentenvertretung.
    8. Dagegen: Wir sprechen uns klar gegen ein Semesterticket nach dem Münchener Sockelmodell aus, da dieser Beitrag an den VGN (ca. 60€-100€ pro Semester) für alle Studenten verpflichtend wäre, unabhängig von der Inanspruchnahme der Leistung. Niemand sollte gezwungen werden, ungenutze Leistungen zu bezahlen, zumal der Basistarif die Unizeiten nicht abdecken würde (vgl. München: 18-6 Uhr).
    9. Neutral: Wir sind für eine nachfrageorientierte Auswahl der Gerichte. Was viel gegessen wird, sollte auch verstärkt angeboten werden.
    10. Neutral: Das Studentenwerk sollte regionale und vor allem saisonale Produkte verwenden und weiterhin etablierte und beliebte Marken anbieten.
    11. Dagegen: Wir sprechen uns gegen ein solches Verbot aus, da wir Studenten für mündig genug halten, sich von solchen Aktionen nicht negativ beeinflussen zu lassen. Zudem sehen wir einen dadurch gegebenen Wegfall von Werbegeschenken (z.B. Campustüte, Red Bull) als nicht im Interesse der Studenten.
    12. Dafür: Im Laufe der Jahrzehnte hat es sich ergeben, dass die FAU aktuell jene Universität in Bayern mit dem größten Investitionsstau ist. Schon alleine aus diesem Grund halten wir eine finanzielle oder materielle Unterstützung durch universitätsfremde Firmen für gerechtfertigt, um hier moderne und gepflegte Hörsäle zur Verfügung stellen zu können. Darüber hinaus sehen wir aber auch den durch Sponsoring geschaffenen Rahmen der „gefühlten Verpflichtung“ dieser Sponsoren gegenüber FAU-Studenten für relevant an. So kann gerade in hoch-kompetitiven Bereichen wie Wirtschaft und Technik engere Verbundenheit zu Arbeitgebern und Forschungspartnern für FAU-Studenten zum Vorteil werden.
    13. Dafür: Unsere FAU bemüht sich stets am neusten Stand der Technik und Forschung auszubilden und zu lehren. AREVA stellt gerade im Bereich der Kernenergie – sowohl im Auf- als auch im Abbau solcher Anlagen – einen international agierenden Spitzenreiter dar, dessen deutscher Firmensitz darüber hinaus in Erlangen angesiedelt ist. Wir sehen hier die in Deutschland einmalige Chance, dass Erlanger Ingenieure (Studenten) und (Nachwuchs-)Wissenschaftler, gerade im Hinblick auf den noch einige Jahrzehnte andauernden Prozess des Atomausstiegs, entscheidende Beiträge zu dieser Problematik beitragen können.
    14. Dafür: Durch Stiftungslehrstühle werden an der Universität zusätzliche Kapazitäten geschaffen und die Lehre und Forschung gestärkt. Zudem werden Projekte ermöglicht, die sonst nicht aus dem Regelhaushalt bestritten werden können.
    15. Dagegen: Laizismus, also die vollständige Trennung von Kirche und Staat, spiegelt in Deutschland und im Besonderen in Bayern (anders als z.B. in Frankreich) nicht den Alltag wider. Wir stehen hierbei für einen transparenten Dialog und Prozess zwischen Kirche(n), Land und FAU, um oftmals vorgebrachte „Verschwörungstheorien“ um z.B. Konkordatslehrstühle auszuräumen. Des Weiteren begrüßen wir Initiativen weiterer Kirchen und Glaubensvertretungen (islamische und jüdische Glaubensvertretungen, Buddhismus et al.) und philosophischer Ausrichtungen herzlich an der FAU, um so den Studenten einen realistischen Querschnitt durch dieses für viele Menschen wichtige Feld bieten zu können.
    16. Dafür: Vor allem in Grundlagenarbeiten sind Tierversuche im Rahmen der Wissenschaft essentiell. Besonders in den Bereichen Medizin, Biologie und Pharmazie sind sie für die Forschung aktuell ohne Alternative.
    17. Dafür: Sofern eine Sanierung die Wirtschaftlichkeit wahrt, sollte sie einem Neubau, ggf. in zentrumsfernen Bereichen, definitiv bevorzugt werden.
    18. Neutral: Wir befürworten eine grundsätzliche Profilbildung der FAU, um auf Veränderungen in Forschung und Lehre gezielt reagieren zu können. Gleichwohl sehen wir ein Problem darin, dass es auf diese Weise möglich ist, über die Mittelvergabe Zielvereinbarungen als politisches Steuerungsinstrument zu nutzen.
    19. Dafür: Die FAU soll auch weiterhin ihr Profil als Volluniversität wahren. Eine Stärkung der so genannten MINT-Fächer zulasten anderer Bereiche lehnen wir ab.
    20. Dagegen: Wir halten verbindliche Quoten für ungeeignet, eine tatsächliche Chancengleichheit herbeizuführen. Das Ziel muss vor allem eine Einstellung unabhängig von Geschlecht, Religion etc. sein. Mit einer Quote würde aber gerade aufgrund des Geschlechts selektiert.
      Für uns gilt: Können statt Quote.
    21. Dafür: Studentenverbindungen stellen, genauso wie hochschulpolitische Gruppierungen oder andere, unserer FAU nahe Organisationen oder (Sport-)Vereine, einen Teil des breiten Spektrums der Selbstorganisation sowie der Kultur- und Interessenvertretung durch Studenten dar.
    22. Neutral: Wir sehen die Viertelparität im Senat kritisch.
      Wir betrachten die Universität als eine Einrichtung für Lehre und Forschung.
      Mit der aktuellen Verteilung (fünf Professoren, je ein nicht- und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, zwei Studenten, ein Frauenbeauftragter) sowie dem Personalrat sehen wir bereits die Interessen der nicht-/wissenschaftlichen Mitarbeiter ausreichend vertreten. Da Professoren sowohl Lehre wie auch Forschung vertreten, fiele ein Austausch einer jener Sitze lediglich zulasten der Lehre und damit der Studenten.
    23. Dagegen: Die studentische Vollversammlung ist für die Mitbestimmung der Studenten am Hochschulleben unserer Universität wichtig.
    24. Neutral: Bei Umbenennung einer Straße müssen vor allem auch die damit verbundenen Kosten und Mühen betrachtet werden. Diese stehen unserer Meinung nach nicht in Verhältnis zu dem damit erreichten Nutzen. Wir sehen keinen Bezug zwischen Adresse von Wohnung und Universität des einzelnen Studenten und dessen Gesinnung.
    25. Dagegen: Wir sind für eine starke Mitbestimmung der Studenten an der Universität. Die Verfasste Studierendenschaft (VS) lehnen wir jedoch ab. Die Zwangsmitgliedschaft der Studenten und die Zwangsbeiträge sind inakzeptabel. Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, dass oftmals Beiträge zweckentfremdet werden oder in ominöse Projekte fließen. Unterstützung der „Antifaschistischen Aktion“, Fahrten zu Demonstrationen und allgemeinpolitische Äußerungen sehen wir als Privatsache und nicht Aufgaben einer Studentenvertretung. Zudem werden bereits viele Leistungen der VS in Bayern von den Universitäten übernommen.
    26. Dagegen: Wir lehnen pauschale Begrenzungen von Forschung in Gesetzen und Grundordnungen der FAU kategorisch ab. Dies gilt insbesondere für so genannte „Zivilklauseln“, die Forschung zu auch oder primär militärischen Zwecken untersagt: Eine Grenzziehung zwischen ziviler und militärischer Forschung ist in der Praxis kaum möglich, folglich sind solche Regelungen willkürlich und nehmen dem Einzelnen den Freiraum, selbst die Folgen seiner Forschungstätigkeit einzuschätzen.
    27. Neutral: Die Verwendung der Studienzuschüsse als staatliche Kompensation der „Studiengebühren“ soll unserer Meinung nach zu mindestens 90% von Studenten bestimmt werden. Wir sehen allerdings ein, dass die 9% Vorabzüge, die die Universitätsleitung auch nach dem Wechsel Immernoch einbehält, um langfristige Projekte zu finanzieren, Einstellungen vorzunehmen oder z.B. studentische Projekte zu unterstützen, die Minderheiten fördern, eine sinnvolle Einrichtung ist. Wir finden, die Universitätsleitung hat dazu das Recht.
      Wir sehen es zudem kritisch, diese Aufgabe einem jährlich wechselnden Gremium zuzuordnen.
  • Liste 3
    Ring Christlich-De­mo­kra­ti­scher Studenten Nürnberg e.V.
    
    1. Dafür: Wir sprechen uns dafür aus, dass jeder Bachelorabsolvent auch die Möglichkeit zur Fortsetzung des Studiums im Master hat, jedoch muss nicht zwingend gewährleistet werden, dass das Studium an dem Hochschulstandort des Erststudiums fortgesetzt werden kann. Deshalb forden wir den allgemeinen Ausbau von Masterplätzen.
    2. Dagegen: Den Studenten soll ein angemessener Zeitraum zur Verfügung gestellt werden, um das Bachelorstudium erfolgreich abschließen zu können. Dennoch soll den Studenten ein Anreiz gegeben werden, ihr Studium nicht unnötig in die Länge zu ziehen und einhergehend für Bafög-Bezieher die Verschuldung beim Staat zu begrenzen.
    3. Dagegen: An der Rechts-und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät gilt die Anwesenheitspflicht nur in Veranstaltungen, in denen ein interaktiver Austausch oder eine Bewertung durch andere zuhörende Studenten nötig ist. Nur so kann in diesen Fällen die Qualität der Lehre gesichert werden.
    4. Dagegen: Der RCDS Nürnberg befürwortet die Beibehaltung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes. Die Erfolge der letzten 40 Jahre sprechen eindeutig dafür, das BAföG weiter zu erhalten.
      Probleme bestehen bei Formalia und seiner Durchführung, zum Beispiel die komplizierten BAföG Anträge oder zu lange Bearbeitungszeiten. Hier ist Abhilfe zu schaffen.
      Außerdem sprechen wir uns für eine Ausweitung aus, sodass jeder Student ein Recht auf eine Grundförderung hat.
    5. Dafür: Leistungsstarke Studenten sollen für ihre Mühe und Arbeit belohnt werden und somit unterstützt werden.
    6. Dagegen: Wir möchten, dass vielen Studenten die Möglichkeit der Gewinnung von Erfahrungen an einem wissenschaftlichen Lehrstuhl ermöglicht werden kann. Durch eine tarifvertragliche Vereinbarung befürchten wir den Abbau von Stellen.
    7. Dagegen: Die Beschäftigten der Universität haben hierfür ihre eigenen Interessensvertreter in den entsprechenden Gremien.
    8. Dafür: Nach jahrelangen Verhandlungen ist das Münchner Sockelmodell nun die einzige realistische Möglichkeit zur Einführung eines Semesterticket im Großraum Erlangen/Nürnberg.
    9. Dagegen: Für Vegetarier soll immer eine Möglichkeit zur Auswahl zwischen zwei Gerichten bestehen, jedoch muss dies nicht zwingend der Hälfte der Speisen entsprechen. Vielmehr sprechen wir uns für gesunde Mahlzeiten für alle aus.
    10. Neutral: Da Studenten in der Regel kein großes Budget zur Verfügung haben, sprechen wir uns nur für regional und nachhaltig produzierte Produkte aus, wenn dies nicht zu einer signifikaten Erhöhung der Preise führt.
    11. Dagegen: Gerade für wirtschaftwissenschaftliche Studenten bietet externe Werbung und somit Aufmerksamkeit durch Wirtschaftsunternehmen eine einfache und kostenlose Möglichkeit mit diesen in Kontakt zu treten und Informationen zu bekommen.
    12. Dafür: Finanzielle und materielle Unterstützung ist immer ein Gewinn für eine Universität, solange dies keinen Einfluss auf die Qualität von der Lehre und Forschung nimmt.
    13. Neutral: Grundsätzlich sprechen wir uns immer für eine Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen aus. Jedoch sollte dies nicht verpflichtend sein und somit sollte jeder Lehrstuhl nach Abwägung selbst über eine Kooperation entscheiden dürfen.
    14. Dafür: Das Lehrangebot wird durch Stiftungslehrstühle erweitert und dadurch bekommen die Studenten einen besseren Einblick in die Praxis. Jedoch sollte hier eine Qualitätsüberprüfung des Lehrstuhls und der Inhalte stattfinden.
    15. Dafür: Wir sprechen uns für eine Trennung von Religion und Staat aus.
    16. Dagegen: In der Lehre und Forschung müssen Tierversuche kein Bestandteil sein, wenn es durch ädiquate Testverfahren ersetzt werden kann und dennoch valide Ergebnisse bringt.
    17. Dagegen: Eine Renovierung erachten wir grundsätzlich als sinnvoll, jedoch verursacht eine Sanierung meist deutlich höhere Kosten. Neubauten hingegen sind oftmals kosten-und energieeffizienter. Ausnahmenregelungen sollten hierbei natürlich für denkmalgeschützte Objekte und Wahrzeichen bestehen.
    18. Dafür: Damit die Universität im weltweiten Wettbewerb um Studenten bestehen kann, ist Profilbildung eine gute Möglichkeit, ihre Stärken hervorzuheben.
    19. Dafür: Wir erachten die Aufrechterhaltung von Qualitätsstandards in der Lehre als höchste Priorität für jede Universität und sprechen uns deswegen gegen einen Stellenabbau aus.
    20. Dagegen: Stellen sollen nach Qualifikation vergeben werden, welche nicht vom Geschlecht abhängig sind.
    21. Dafür: Verfassungskonformität muss gewahrt sein. Wir maßen es uns jedoch nicht an, ein Verbot einzelner studentischer Gruppen zu fordern.
    22. Dafür: Eine Studierendenvertretung kann an einer Universität nur dann etwas verändern, wenn ihr genügend Mitspracherecht eingeräumt wird.
    23. Dagegen: Ziel sollte es sein, dass mehr Studenten an solch einer Versammlung teilnehmen und somit Interesse zeigen und nicht, dass diese nicht fortgesetzt wird.
    24. Neutral: keine Anmerkung
    25. Dagegen: Besonders kritisch erachten wir vor allem das allgemeinpolitische Mandat und die aus der Einführung resultierende Schwächung des Serviceangebots der Universitäten. Das allgemeinpolitische Mandat einer VS bedeutet, dass sich Asten zu allen gesellschaftspolitischen Themen positionieren dürfen. Die Hochschulen und ihre Studentenwerke haben viele der Aufgaben einer klassischen VS übernommen (Hochschulsport, Beratungsangebote und kulturelle Veranstaltungen) und bezahlen hierfür qualifiziertes Fachpersonal mit langjähriger Berufserfahrung. Derartige Qualitätsstandards können von Studenten, in einer während des Studiums getragenen verfassten Studierendenschaft niemals gewährleistet werden.
    26. Dagegen: Oftmals werden Ergebnisse der militärischen Forschung letztendlich nur für zivile Zwecke eingesetzt und ebenso andersrum. Daher wollen wir der Universität weiterhin das Recht auf freie Forschung geben.
    27. Dafür: Diese Entscheidungen beeinflussen den studentischen Alltag in erheblichem Ausmaße, deshalb muss ihnen eine faire Beteiligung an der Vergabe der Mittel zustehen.
  • Liste 4
    Hoch­schul­wahl­liste der Fach­schafts­ini­tia­tiven
    (FSIen-Liste)
    
    1. Dafür: Das Bachelorstudium dient in Deutschland hauptsächlich der Vermittlung der Grundlagen eines Fachbereiches und ist oft kein berufsqualifizierender Abschluss. Erst das Masterstudium bietet die Möglichkeit einer wirklichen Spezialisierung. Wir sind der Meinung, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, sein Fachwissen zu spezialisieren, unabhängig von den Studienleistungen im Bachelorstudium.
    2. Dafür: Regelstudienzeit sollte wieder ihren eigentlichen Zweck erfüllen und die Studierbarkeit eines Studiengangs in 10 Semestern garantieren, nicht vorschreiben. Eine strikte Vorgabe an Semestern, in denen ein Studium zu absolvieren ist, bedeutet gleichzeitig auch starken Druck für die Studierenden; wer auf Nebenjobs zur Studienfinanzierung angewiesen ist, wird zusätzlich benachteiligt. An ehrenamtliches Engagement, freiwillige Praktika und Praxiserfahrung ist so oft gar nicht mehr zu denken. Wir setzen uns daher für die Aufhebung der Exmatrikulation aufgrund der Maximalstudiendauer ein.
    3. Dafür: Didaktische Kompetenz braucht keine Anwesenheitspflicht. Durch die Abschaffung der Anwesenheitspflicht in Vorlesungen, Tutorien und Übungen wollen wir der Verschulung des Studiums entgegenwirken.
      Allerdings sind Ausnahmeregelungen für Veranstaltungen, bei denen praktische Erfahrung vermittelt wird, empfehlenswert; zum Beispiel bei Praktika, Exkursionen und bestimmten Seminaren.
    4. Dafür: Das Beispiel Schweden zeigt, dass ein elternunabhängiges Studierndeneinkommen durchaus realisierbar ist. Wir sehen darin eine Erhöhung der Chancengleichheit. An der Umsetzung muss im Einzelnen auf Bundesebene gearbeitet werden.
    5. Dagegen: Um die Chancengleichheit zu wahren oder sogar zu verbessern, sind wir für eine Förderung in der Breite, nicht nur für die Elite. Jeder Euro, der in Elitenförderung fließt, fehlt in der Breitenförderung. Förderung sollte sich zum Beispiel auch an sozialem Engagement orientieren.
    6. Neutral: Tarifvertragliche Fixierung von Arbeitsverträgen studentischer Hilfskräfte hat in den letzten Jahren für die Studierendenvertretung (Stuve) keine Rolle gespielt. Bei Verbesserungsbedarf stehen wir gerne zur Verfügung.
    7. Neutral: Wir sind uns der Problematik von Kettenverträgen und hierarchischen Beschäftigungsverhältnissen bewusst. Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten sind aber im Moment nicht unsere oberste Priorität.
    8. Dafür: Viele Studierende der FAU sind auf bezahlbare Verkehrsmittel angewiesen. Die FSIen-Liste hat sich seit langer Zeit mit viel Einsatz im Arbeitskreis Semesterticket engagiert, und das wird auch weiterhin eine unserer höchsten Prioritäten sein. Die endgültige Entscheidung über die Einführung eines Semestertickets kann aber nur von allen Studierenden direkt getroffen werden.
    9. Neutral: Prinzipiell stehen wir für die Ausweitung eines vollwertigen, abwechslungsreichen vegetarischen Angebots in den Mensen und Cafeterien des Studentenwerks, wir fordern jedoch nicht explizit 50%. Auch eine Ausweitung hin zu veganen Gerichten und generell einem vielfältigeren Angebot unterstützen wir. Außerdem setzen wir uns für die bessere Kennzeichnung von Inhaltsstoffen, Zutaten und Allergenen ein.
    10. Dafür: Wir fordern eine Ausweitung des Angebots um regionale und alternative Bioprodukte in den Einrichtungen des Studentwerks. Dies betrifft auch die in der Uni aufgestellten Getränke-und Süßigkeitenautomaten. Da Bioprodukte häufig teurer sind, wollen wir das bisherige Angebot nicht komplett ersetzen, um eine kostengünstigere Alternative zu erhalten.
    11. Dafür: Die Universität sollte als staatliche Bildungseinrichtung eine neutrale, werbefreie Umgebung sein. Deshalb lehnen wir Werbung externer Unternehmen auch in und um die Mensa ab. Insbesondere die Unicum-Tüten, die zu Beginn jeden Semesters verteilt werden, sehen wir kritisch. Sie produzieren große Mengen an Müll, welcher nicht nur die Umwelt, sondern auch Hörsäle und Seminarräume verschmutzt.
    12. Dagegen: Die Finanzierung von Bildungseinrichtungen ist staatliche Aufgabe. Um die Unabhängigkeit der Bildungseinrichtungen von Unternehmensinteressen zu gewährleisten, sprechen wir uns gegen Hörsaalsponsoring aus. In Fällen, in denen wir Hörsaalsponsoring nicht verhindern können, fordern wir möglichst dezente, in der Lehre nicht störende Werbemaßnahmen. Wir fordern außerdem mehr Transparenz, welche Mittel wofür eingesetzt werden.
    13. Neutral: Einzelne Firmen kategorisch abzulehnen ist nicht zielführend. Wir sind stattdessen generell für mehr Transparenz in der Drittmittelvergabe, bei Firmenkooperationen und von Firmen finanzierter Forschung, so dass sich der oder die Einzelne fundiert eine eigene Meinung bilden kann.
    14. Dagegen: Wir lehnen die Einrichtung von Stiftungslehrstühlen ab, da sie zur finanziellen Abhängigkeit von äußeren Stiftern führt. Zudem wird durch solche Lehrstühle ein Einfluss in die Universität von außen ermöglicht, welcher im schlimmsten Fall objektive Forschung und Lehre beeinflusst. Im Einzelfall muss allerdings von Stifter zu Stifter transparent unterschieden werden.
    15. Dafür: Wir vertreten die Position, dass Religionsgemeinschaften keinen Einfluss auf Forschung und Lehre haben sollten. Konkordatslehrstühle, wie sie an dieser Universität immer noch existieren, lehnen wir ab, da Religionsgemeinschaften keinen Einfluss auf die Besetzung von Professuren haben dürfen. Dass eine Kandidatin oder ein Kandidat geschieden ist, darf kein Ausschlusskriterium für eine Professur sein. Wir stellen den Fachbereich Theologie jedoch nicht in Frage. Theologische Ausbildung und Lehre als Schnittmenge zwischen Religion und Bildung haben ihren Platz an der Universität, da sie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Glauben zum Inhalt haben und damit dem Diskurs mit den Religionen förderlich sind.
    16. Dafür: Tierversuche sind essentiell für Biologie und Medizinstudierende in der Ausbildung und bilden außerdem eine wichtige Grundlage, beispielsweise bei der Erforschung neuer Medikamente. Dennoch müssen diese nach ethischen sowie moralischen Standards erfolgen. Zudem müssen unnötige Experimente vermieden werden, soweit Alternativen vorhanden sind.
    17. Dafür: Die gegenwärtige Situation ist unserer Ansicht nach untragbar. Auch die Universitätsleitung beklagt einen (immer noch wachsenden) Sanierungsstau. Ein grundsätzliches Umdenken beim Thema Gebäudeunterhalt muss auf bayernweiter Ebene erreicht werden. Deshalb setzen wir uns besonders auf dieser Ebene für rechtzeitige Sanierung und Instandhaltung statt teurer Neubauten ein.
    18. Dagegen: Die FAU ist eine Volluniversität, und sollte ihr breites Spektrum weiter erhalten. Generell kritisieren wir die zunehmende Ausrichtung der Universität nach ökonomischen Gesichtspunkten, bei denen die Lehrqualität und das Fächerspektrum zugunsten von Markenaufbau leiden. Das macht sich vor allem in der unzureichenden Finanzierung von wirtschaftlich weniger attraktiven Studiengängen und Fakultäten bemerkbar.
    19. Dafür: Wir richten uns generell gegen Profilbildung.
    20. Dagegen: Eine solche Quote ist unserer Meinung nach nicht das richtige Instrument zur Gleichstellung der Geschlechter. Die Qualifikation ist für uns hier deutlich ausschlaggebender als das Geschlecht. Dennoch sollte die Universitätsleitung durch Fördermaßnahmen besonders im Mittelbau (bei Promotion und Habilitation) die Gleichstellung mehr unterstützen.
    21. Neutral: Studentische Verbindungen sollten nicht verallgemeinert werden, das Spektrum ist differenziert zu betrachten. Es deckt Verbindungen mit menschenfeindlichen Positionen genauso ab, wie solche die diese strikt ablehnen. Eine verallgemeinerte Aussage können wir zu der These deshalb nicht treffen.
    22. Dafür: Die Überrepräsentation der Professorinnen und Professoren in allen Gremien der Universität ist nicht mehr zeitgemäß. Wir stehen für eine Gleichberechtigung aller Statusgruppen.
    23. Dagegen: Diese Versammlung ist eine Möglichkeit für Studierende aller Fachrichtungen sich bei der direkten Mitgestaltung der Hochschulpolitik einzubringen und sich zu informieren. In keinem Fall wollen wir den wenigen Interessierten die Möglichkeit nehmen, sich so direkt zu beteiligen.
    24. Neutral: Wir halten den kritischen Umgang mit der eigenen Geschichte für wichtig. Die Umbenennung von Straßen oder Plätzen ist unserer Ansicht nach aber Aufgabe der Städte und Kommunen, die die Universitätsöffentlichkeit allenfalls als Anlieger betreffen.
    25. Dafür: Die FSIen haben sich nach Abschaffung der Verfassten Studierendenschaft als Fachschaftsinitiativen zu ihrer Wiedereinführung gegründet. Wir befürworten die Einführung klar, denn so könnten wir uns direkter für Studierende einsetzen, Verträge (wie z. B. für das Semesterticket) einfacher schließen und besseren Service anbieten (z. B. BAföG-Beratung, Kulturcafe, …).
    26. Dafür: Forschung zu militärischen Zwecken lehnen wir ab. Inwiefern eine Zivilklausel umsetzbar und nachprüfbar ist, ist fraglich. Stattdessen fänden wir eine transparentere Forschung und Drittmittelvergabe besser. Wir setzen uns für eine aktive Diskussion und kritische Reflexion des Themas ein und haben auch in der Vergangenheit dazu aufgerufen und beigetragen.
    27. Dafür: Im Bayrischen Hochschulgesetz steht, dass die Studierenden paritätisch an der Vergabe der Studienzuschüsse zu beteiligen sind. Derzeit hat die Universitätsleitung aber durchgesetzt, dass ca. 2 Millionen Euro pro Jahr an den Gremien vorbeigeschleust werden. Diese Praxis lehnen wir aufs Schärfste ab.
  • Liste 5
    Liberale Hoch­schul­gruppe Erlangen Nürnberg LHG
    
    1. Dafür: Jedoch sollen die Universitäten unter Berücksichtigung ihrer Kapazitäten weiterhin die Möglichkeit haben, Bewerber abzulehnen, wenn durch die Annahme aller Bewerber die Qualität der Masterstudiengänge nicht mehr gewährleistet werden kann.
    2. Dagegen: Wir lehnen die Abschaffung der Regelstudienzeit ab, da es keine Rechtfertigung dafür gibt, die Allgemeinheit für die Studienkosten von Langzeitstudenten aufkommen zu lassen.
      Jedoch sollte es einfacher möglich sein, eine Verlängerung zu beantragen, wenn private Gründe einen Abschluss in der Regelstudienzeit (z. B. Nebenjobs) verhindern.
    3. Dafür: Die Studierenden sollen auf eigenverantwortliche Weise selbst darüber entscheiden können, ob sie an Veranstaltungen teilnehmen möchten oder nicht.
    4. Dafür: Ähnlich wie die Ausbildungsvergütung von Auszubildenden eine Anerkennung ihrer Leistung darstellt, würde ein vermögensunabhängiges Studierendengehalt die Leistung der Studierenden würdigen.
      Ein elternunabhängiges Studierendengehalt würde die Abhängigkeit der Studierenden vom eigenen Elternhaus minimieren und die Selbstständigkeit der Studierenden fördern.
    5. Dafür: Leistungsbereitschaft sollte besonders gefördert werden, um Studenten auch finanzielle Anreize zu geben, ihr Studium besonders gut zu absolvieren.
      Jedoch muss auch gewährleistet sein, dass alle Studierende ihr Studium mit den regulären BaföG-Sätzen bestreiten können und nicht zur Aufnahme eines oder gar mehrerer Nebenjobs gezwungen werden.
    6. Dafür: Studentische Hilfskräfte verdienen nach der aktuellen Vergütungstabelle der FAU teilweise lediglich 7,50 Euro pro Stunde, also weitaus weniger, als den von der großen Koalition aktuell beschlossenen Mindestlohn. Dies kann weder mit der Produktivität der studentischen Hilfskräfte, noch mit einer vermeintlich geringen Qualifikation gerechtfertig werden. Vielmehr zeigt es, dass das Kräfteverhältnis zwischen Arbeitgeber (FAU) und Arbeitnehmer (Studierende) zu Ungunsten der studentischen Hilfskräfte verschoben ist. Mittels eines Tarifvertrags, könnte dieses Verhältnis ausgeglichen werden.
    7. Dafür: Ein Tarifvertrag verfolgt das Ziel, die schwächere Position des Arbeitnehmers im Verhältnis zum Arbeitgeber auszugleichen.
      Es ist nicht verständlich, warum diese Möglichkeit Arbeitnehmern der Universität nicht zur Verfügung stehen sollte.
    8. Neutral: keine Anmerkung
    9. Dagegen: Wir sind der Meinung, dass jeder selbst entscheiden kann, was er essen möchte und was nicht. Bevormundungen jeglicher Art lehnen wir ab. Bei einem Anteil von Vegetariern an der Gesamtbevölkerung von unter 4 % ist es nicht einleuchtend, mehr als ein solches Gericht anzubieten. Letztendlich sind es aber die Studierenden selbst, die durch ihre Gerichteauswahl darüber entscheiden, welche Gerichte in der Mensa angeboten werden.
    10. Dagegen: Die Studierenden entscheiden mit ihrer Gerichteauswahl selbst darüber, welche Produkte vom Studentenwerk angeboten werden und welche nicht.
      Sind sie aufgrund ihres persönlichen Budgets oder ihrer Wertevorstellungen nicht bereit, mehr Geld für regionale oder alternative Bioprodukte auszugeben, ist dies zu akzeptieren.
    11. Dagegen: Wir stören uns nicht daran, dass in der Mensa geworben wird.
    12. Dafür: Sind Sponsoren bereit, die Lehre und Forschung finanziell oder materiell zu unterstützen, ist dies zu begrüßen und kann auch honoriert werden, z. B. mit der Benennung eines Hörsaals. Nichtsdestotrotz müssen Lehre und Forschung unabhängig bleiben.
    13. Dafür: Durch Kooperationen zwischen Universitäten und Unternehmen profitieren beide. Dies kommt vor allem den Studierenden zu Gute.
      Eine direkte Einflussnahme der Unternehmen auf das Studium lehnen wir allerdings entschieden ab!
    14. Dafür: Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass andere Lehrstühle verdrängt werden.
    15. Dafür: Die Abschaffung der Konkordatslehrstühle halten wir für ein wichtiges Projekt, um die im Grundgesetz geforderte Trennung von Kirche und Staat wirklich herbeizuführen.
    16. Dafür: Vor allem im biomedizinischen oder pharmazeutischen Bereich können Experimente nur durch Tierversuche qualitativ hochwertig durchgeführt werden. Nichtsdestotrotz befürworten wir eine Ausweitung alternativer Verfahren (z. B. in Vitro-Versuche oder Verwendung von Organchips), um die Anzahl der Tierversuche möglichst gering zu halten.
    17. Neutral: keine Anmerkung
    18. Dafür: Eine Profilbildung ist für die Einwerbung von Drittmitteln unabdingbar. Nur so kann der aktuellen Finanzierungsnot der Universitäten entgegengewirkt werden.
      Dies darf jedoch nicht zu Einsparungen in den Bereichen führen, die nicht zu diesen Schwerpunkten zählen.
    19. Dafür: Die Profilbildung darf keinesfalls zur Benachteiligung einzelner Fakultäten führen. Vielmehr soll dadurch die finanzielle Gesamtsituation der Universität verbessert werden.
    20. Dagegen: Frauenquoten bekämpfen Diskriminierung nicht, sondern verstärken diese, da für die Besetzung nicht mehr die Qualifikation oder Motivation, sondern zunehmend der Faktor „Geschlecht“ bedeutend ist. Wir begrüßen die Entwicklung, dass mehr Stellen an der Universität mit Frauen besetzt werden, erachten aber Quoten für den falschen Weg.
    21. Dafür: Wir akzeptieren alle studentischen Gruppen und Organisationen, die die demokratische Grundordnung, die Freiheit des Einzelnen und ein tolerantes, chancengleiches Weltbild verteidigen.
      Solange studentische Verbindungen dies tun, ist dem nichts entgegenzusetzen.
    22. Dafür: Von wirklicher studentischer Mitbestimmung kann mit den aktuellen Strukturen nicht gesprochen werden. Die Einführung einer Viertel-Parität ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Mitbestimmung der Studierenden.
    23. Dagegen: Das geringe Interesse resultiert aus den aktuell geringen Möglichkeiten der Studierenden mitzugestalten.
    24. Dafür: Auch wenn dies nicht im Entscheidungsbereich der Hochschulen liegt und somit auch keinen Bestandteil der Hochschulpolitik darstellt, halten wir diesen Diskurs für sehr begrüßenswert.
    25. Dafür: keine Anmerkung
    26. Dagegen: Art. 5 GG sichert die Freiheit von Lehre und Forschung zu. Ein Verbot der militärischen Forschung (Zivilklausel) stünde dem entgegen.
    27. Dafür: keine Anmerkung



Ein Kommentar zu Hochschulwahl 2014

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