13 Antworten auf „FSIen-Liste: Plakate“

  1. Heyho!

    Seid ihr auch für die Abschaffung von Groß- und Kleinschreibung? 🙂
    Sonst aber ein gelungenes Design!

    Euer ehemaliger Konventskollege
    Felix
    aus Berlin

  2. Wie kann man die Abschaffung der Studiengebühren auf hochschulpolitischer Ebene fordern, wenn diese Entscheidung doch auf politischer Ebene in München gefällt wird? Das ist weder realistisch noch realitätsnah und hat als Punkt im Wahlprogramm prinzipiell nichts zu suchen. Mir geht es nicht um pro/kontra Studiengebühren – nur darum, dass dieser Spruch auf einem Wahlplakat und somit im Wahlprogramm schlicht nichts zu suchen hat, genausogut könnte man einen Mondflug fordern – es hat mit dem im hochschulpolitischen Rahmen Möglichen nichts gemein.

  3. lieber e.t. irgendwie ist es schon erstaunlich, dass du immer ein Haar in der Suppe finden willst, selbst wenn dort gar keines ist. Wenn wir als Kandidatinnen und Kandidaten der FSIen-Liste die Abschaffung der Studiengebühren fordern tun wir dies selbstverständlich nicht – denn wir sind uns durchaus bewusst, dass es hier nicht geht – im inneruniversitären Rahmen, sondern bei der Landesregierung – der einzig richtigen Stelle, wie du so treffend angemerkt hast. Um das aber tun zu können, sind wir auf die Stimmen der Studierenden angewiesen. Denn unsere Forderung steht ja auch nicht im Wahlprogramm (!) sondern „nur“ auf unseren Plakaten (!). Dass man aber keine Romane auf Wahlplakate drucken sollte, denke ich leuchtet auch dir ein!

  4. Soweit ich mich erinnere ist eine Uni doch nicht gezwungen Studiengebühren zu verlangen. Aber wenn müssen sie zwischen 300-500€ sein. Und eine Auszahl nicht verwendeter Studiengebühren währe IMHO mal ein Anfang. Ist auf jeden Fall besser als sie zu Bunkern. Wobei Bunkern IMHO immernoch besser ist als sie sinnlos auszugeben, weil der Gesetzgeber einen dazu nötigt.

  5. @morty: jede bayerische Hochschule (Uni, FH, Kunst-, Sport-, usw) muss Studiengebühren erheben, das schreibt das BayHSchG vor. Nur in der Höhe kann variiert werden
    Ausgezahlt werden dürfen die Studiengebühren nicht wieder (das ist ein längeres Thema, das ich hier nicht erörtern kann). Alles in allem betrachtet werden in Erlangen wenig Gelder „gebunkert“. „Sinnlos ausgeben“ ist natürlich auch immer vom Standpunkt abhängig…

  6. Uebrigens finde ich die „eine Karte fuer alles“-Forderung aus diversen Gruenden sehr daemlich.

    Erstmal sind fuer verschiedene Zwecke verschiedene Karten sinnvoll. Ich moechte nicht namentlich mit meinem Essverhalten ueber die Mensakarte identifizierbar sein. Ebensowenig beim Kopieren. Ausserdem sind fuer Geldtransaktionen sowieso Bargeld oder Karten der Banken viel geeigneter, denn dann kann ich mir den ganzen Aufladekram sparen.

    Und dann wird es aus technischen Gruenden zwar vielleicht eine physikalische Karte geben, die wird aber technisch sehr viele interne Module haben (kontaktbehaftet, kontaktlos, anonym, personalisiert, verschluesselt, offen, etc). Das macht das System extrem komplex und teuer, zusaetzlich wird die Karte mechanisch stark beansprucht werden weil ich sie ja dann fuer „alles“ brauchen werde. D.h. man wird halbjaehrlich oder jaehrlich eine sehr teure neue Karte brauchen.

    Bestenfalls waere also die Forderung „zwei Karten fuer alles“ realistisch: Eine fuer anonyme Dienste wie Bezahlen, die man auch durch eine Bankkarte ersetzen koennte und eine fuer personalisierte, sichere, verschluesselte Dienste mit „Studentenausweisaufdruck“. Fuer letztere faellt mir aber nur eine realistische Verwendung ein, und das ist Tuerzugang, was aber vermutlich erstmal noch sehr viele Kosten fuer die Installation der entsprechenden Tuerleser verursachen wird.

    Also im Endeffekt ein Riesenaufwand fuer einen teuren Studentenausweis ohne wirklichen Nutzen.

  7. @Gelöscht: da deine letzte Aussage wohl als Angriff auf die FSIen-Liste zu werten ist, möchte ich es nochmals klarstellen (dieses Mal vielleicht mit weniger Ironie und Sarkasmus), wie unsere Forderung auf Abschaffung der Studiengebühren zu verstehen ist.
    Für uns muss ein Studium komplett kostenfrei sein (bis auf den Studentenwerks-Beitrag). Weil wir uns nicht mit einer Senkung zufrieden geben, schreiben wir uns das auch aufs Plakat. Erreichbare Zwischenschritte sind zwar Erfolge, aber für uns nicht genug.
    Wie aussichtslos eine Senkung im Moment ist (und wie stark uns das in Probleme reiten würde), wird erkennbar, wenn man sich mal damit beschäftigt, was die neuen sozialen Befreiungstatbestände (gefordert von der FDP) eh schon an „Schwierigkeiten“ mit sich bringt. Aber ich will hier keine Romane schreiben

    @ arw: selbstverständlich muss diese Karte für Alles gut ausgefeilt sein und sicher und vor allem datensicher sein. Aber ich kann deine Bedenken nicht wirklich teilen. Niemand wird in der Mensa speichern, ob du für 4€ oder für 1,80€ gegessen hast oder wie häufig du in der Mensa was oder überhaupt isst. Auch glaube ich interessiert es die Damen an der Kasse recht wenig, wer da gerade bezahlt. Im Bezug auf das Drucken? Wovor hast du da Angst? Dass jemand auslesen könnte, wieviele Kopien du machst?

  8. Die Mensa speichert derartige Dinge schon. Es gibt nur keine Verknuepfung von der Karte zur Person, die so „eine Karte fuer Alles“ herstellen wuerde.

    Und es gibt noch einen zweiten Teil der Argumentation, naemlich Kosten und Nutzen. Wie stehts denn damit?

  9. Wie man ja nicht nur von Martin’s Artikel weiß, steht der Landesverband der LHG für die nachgelagerten Studiengebühren… so 100% studierendenfreundlich ist diese Lösung also auch nicht.

    Uns ist durch aus bewusst, dass wir momentan an der FAU nur auf die Höhe der Studiengebühren Einfluss nehmen können. Trotzdem bleibt unser Ziel, dass für die selbe Qualität des Studiums kein Studierender mehr zur Kasse gebeten werden darf. Dies realisieren wir zum Beispiel über Kontakte zu Mitgliedern im Landtag, mit deren Hilfe wir versuchen wollen, dass der Staat durch finanzielle Unterstützung die Studiengebühren (welche dann keine mehr sind) mehr oder weniger ‚übernimmt‘.

    Also weg von allen möglichen Parteiprogrammen und -vorstellungen und hin zu den Studierenden.
    Weil deren Wunsch ist es nach wie vor, dass eine qualitativ hochwertige Bildung (gerade in Deutschland, wo wir nur Bildung haben) nicht aus deren Geldbeuteln bezahlt wird.

  10. Die Forderung nach Abschaffung der Studiengebuehren ist auch hochschulpolitisch angebracht. Wenn nicht die mehrheitlich gewaehlte Vertretung der Studenten diese Forderung nach aussen traegt, besteht fuer die Politiker auf Landesebene (welche momentan immer noch die selben sind, die willentlich die Studiengebuehren eingefuehrt haben) nicht der gerinste Grund, diese abzuschaffen.

    Des weiteren ist das Antreten mit dieser Forderung nicht gleichzusetzen mit der Behauptung diese Forderung sofort auf hochschulpolitischer Ebene durchsetzen zu koennen.
    Zudem sieht auch die FSIen-Liste eine baldmoeglichste Senkung der Beitraege an der Uni als ersten Schritt an, bevor es zu einem bayernweiten Konsens kommt.

    Es ist schoen, dass hier die Positionen hinterfragt werden. Aktiver Diskurs foerdert Meinungsbildung und Informationsaustausch 🙂
    Der Vorwurf, es handle sich um „idealistische verklaerte Propaganda“ ist lediglich der Kurzsichtigkeit (oder dem Unwillen) des Verfassers zuzuschreiben, die es ihm erschwert zu erkennen dass eine hochschulpolitische Vertretung durchaus auch die Moeglichkeit der politischen Einflussnahme hat, um hochschulpolitische Ziele erreichen.

  11. @ThoBi:
    Also die Bedenken von arw teile ich auch. Nur um mal ein Augenmerk zu geben, wie wertvoll personendaten sind: Für *einen einzigen* bestätigten Personendatensatz aus Name, Anschrift, Geburtsdatum zahlen „Marketingfirmen“ (ich würde sie eher „Adresshandel-Mafia“ nennen) bis zu 10 Euro.
    Wenn diese wenigen Informationen nun ergänzt werden über Informationen über Ernährungsverhalten, Interessen und Ausbildungsinformationen (->Studiengang) und ggf. Anstellungsinformationen wird das ganze schon etwas heikler.
    Da dürfte es schon klar sein, daß solche Informationen durchaus Begehrlichkeiten weckt. Mich würde es auch nicht wundern, wenn einige Adresshändler versuchen würden, mit Bestechung an solche Datensätze zu kommen. Und wenn ich an die ganzen 2-Jahresverträge von technischen Angestellten mit nicht viel mehr als Busfahrergehalt denke, fürchte ich persönlich schon um meine Daten.

  12. ….als ob die Daten beim RRZE oder der ZUV sicherer wären. 😉 Aber solange die Mensa meine leicht zu kopierende Mifare-ID nicht mit mir verknüpft ist mir das recht egal. Wichtig ist nur, dass es parallel noch absolut anonyme Karten gibt.

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