Verwendung der Studiengebühren

Gestern ist auf einer Pressekonferenz die Verteilung der Studiengebühren bekannt gegeben worden, für den Zentralbereich auch die einzelnen Maßnahmen. Die Mittel sind seit einer Woche freigegeben, können jetzt also ausgegeben werden.
Die Informationen sind hier in der Pressemitteilung der Uni zu finden:
Verteilung der Studiengebühren
In meinen Augen ist die Verteilung an der FAU positiv verlaufen, an Tiefgaragensanierung oder Heizkosten hat bei uns niemand gedacht. Die Wünsche und Vorschläge von uns Studenten sind weitestgehend erfüllt worden, und das Diskussionsklima war sehr angenehm.

Bei der jetzt folgenden Zuteilung erfolgt nicht nur eine Überprüfung durch die Verwaltung, sondern auch eine Evaluation der Maßnahmen auf ihre Nützlichkeit durch Studierende. Es ist auch Eure Meinung gefragt, wenn noch etwas unklar ist oder Ihr Vorschläge habt, wendet Euch an die studentischen Vertreter im Gebührengremium, denen ich an dieser Stelle auch ganz herzlich für ihre Mitarbeit danken möchte!
studentische Mitglieder des zentralen Gebührengremiums

Wir werden Euch zu Beginn des Semesters an den einzelnen Fakultäten nocheinmal detailliert informieren, auch was genau bei Euch vor Ort umgesetzt wird.

Natürlich war nicht alles eitel Sonennschein, es gibt auch einige Negativpunkte. Für die Maßnahmen haben die verschiedenen Institutionen (RRZE, Bibliothek, Sprachenzentrum) Vorschläge beziehungsweise Anträge eingereicht. Manche Anträge waren sehr gut ausgearbeitet und durchdacht, während bei manchen Institutionen bis zu sechsstellige Beträge ohne eine weitere Begründung beantragt worden sind. Wenn man sich vor Augen führt, dass bei normalen Drittmittelanträgen schon für sehr viel kleinere Summen Anträge mit 10 Seiten und mehr geschrieben werden, finden wir das Verhalten schon etwas unpassend.
Am Ende hat sich das meiste dann noch geklärt und wir haben ausreichend Informationen bekommen, um eine möglichst vernünftige Entscheidung zu treffen, wir hoffen dass beim nächsten Mal gleich alles besser verläuft.

Leider muss man auch feststellen, dass vieles was jetzt unser Studium verbessert vor einigen Jahren noch normal war, und im Zuge der Mittelkürzungen vom Staat einkassiert wurde. Es sei nur an unsere Demonstration vor einigen Jahren erinnert, auf der wir zusammen mit dem Rektor gegen eine pauschale und willkürliche 10-prozentige Kürzung aller Stellen demonstriert haben.
Die Studentenzahlen werden in den nächsten Jahren weiter anwachsen, bis zum Doppeljahrgang. Wir müssen jetzt also sehr darauf achten, dass die Universität auch entsprechend mehr Mittel zur Verfügung gestellt kommt, da eine Stagnation der Zuwendungen bei steigenden Studentenzahlen ja einer Kürzung entspricht, und die Studiengebühren dann nur dazu dienen das allernötigste aufrechtzuerhalten.

Der Sicherungsfonds stellt einen weiteren Kritikpunkt dar: wir haben von Anfang an gefordert, die überzogenen Rücklagen zu verringern, und die Zahlen belegen unsere Forderungen: An der Uni Erlangen haben 3% der Studierenden einen Kredit in Anspruch genommen, im bayernweiten Durchschnitt 1%. Von diesen werden aber geschätzt nur 10% den Kredit nicht zurückzahlen, so dass der tatsächliche Ausfall sich im Rahmen von 0,1% bis 0,3% bewegen dürfte, da ist der Abzug von 10% für den Sicherungsfonds reichlich übertrieben.

6 Antworten auf „Verwendung der Studiengebühren“

  1. @chr:
    leider nein…dieses Semester läuft’s etwas unrund in der Studentenkanzlei (ihr könnt euch vorstellen, warum…).
    Allerdings ist diese Verzögerung langsam schon etwas unangebracht, das neue Semester fängt ja gleich an und einige Leute bräuchten sicher dringend ihre Bescheinigungen…wenn ich was rausfinden kann, schreibe ich’s…

  2. Zwei Dinge dazu:

    Das bei vielen Projekten keine große Begründung oder kein Konzept vorlag, lag sicherlich auch an der (ihr erspar mir mal ein paar sehr negative Attribute) Methodik, wie die Kommission vorgegangen ist um Vorschläge zu erhalten.
    Während die Kommission sich jeweils selbst Monate Zeit ließ, mussten die Antragsteller teilweise unangekündigt binnen 2 Werktagen reagieren (wenn sie denn überhaupt informiert wurden!).So wurde z.B. in der Sitzung am 29. Januar bschlossen wurde, daß die Antragsteller ihre Vorschläge nochmal zu detaillieren haben. Was ja nicht schlecht war. Aber das entsprechende Protokoll wo dies beschlossen wurde, wurde aber erst am Donnerstag, den 22.02. zugestellt. In der Woche drauf am Dienstag, dem 27.02 sollten die Antragsteller dann am vormittag bereitstehen um ggf. ins Schloß gerufen zu werden.
    Ähnlich kurzfrist wurde um letzten Jahr bei der generellen Einreichung von Vorschlägen gehandelt. Man hatte wenige Tage Zeit um *Vorschläge* (keine Konzepte, keine Anträge!) einzureichen. Danach hörte man dann nichts mehr bis eben Februar.
    Sich dann zu wundern, daß die Anträge nicht ausführlich sind oder nur oberflächlichen Blabla enthalten, ist etwas … .
    Aber glücklicherweise fiel irgendjemand in letzter Minute noch ein, in nem Buch über Projektmanagement zu lesen, so daß die Vorschläge und Anträge die am 27.02. bereits formlos beschlossen wurden, nochmal bis zum 2.3. neu in einem formalisierten Antrag (ausgehend von der Form kann man bestimmt auf das Buch schließen) fertig zu stellen waren.
    Ob es bei Toll Collect genauso genial zuging?

    Was IMHO ganz fehlt ist eine wichtige Sache: Was passiert mit den bereit gestellten Geldern für Projekte, wenn die darin enthaltenen Stellen nicht besetzt werden können und somit das ganze Projekt nicht machbar ist? Ich bezweifle stark, daß bsp. das RRZE in der Lage sein wird, auch nur die Hälfte der Stellen zu besetzen. (Versucht mal einen Diplominformatiker für eine befristete Stelle a TV-L zu kriegen. Da krieg ich ja als Aushilfe beim Smile mehr..)

  3. Nicht verwendetes Geld bleibt erstmal im Studiengebührentopf, ob es in einem neuen Semester erneut zugewiesen werden muss oder automatisch wieder für eine früher beantragte Stelle zur Verfügung steht ist, wie so vieles, nicht klar (also mir jedenfalls nicht).

    Und ja, auch wir hätten uns mehr Systematik gewünscht. Wir haben schon in der ersten Sitzung vorgeschlagen, die Formulare zu verwenden, und jede Institution sollte ihre Anträge nach Projekten aufgesplittet mit Begründung etc. per Formular stellen.
    Auch die fehlenden Protokolle, bzw. überhaupt klare Aussagen waren sehr störend, wir haben oft eine Stunde lang über etwas diskutiert, was eigentlich in der letzten Sitzung schon beschlossen war, aber leider nirgendwo schriftlich vorlag.
    Oft wurde dann das „ist ja nur eine vorbereitende Komission, Entscheidungen trifft eh die Hochschulleitung“ vorgebracht, dann kann ich mir meine Zeit auch sparen.

    Ich habe das ganze trotzdem öffentlich nicht weiter kritisiert (ok, hier ist jetzt ja öffentlich), weil ich es der Einarbeitungsphase zuschreibe. Klar handelt eine Komission effektiver wenn die Rahmenbedingungen etc. seit Jahren bekannt sind, aber ich sage ganz klar dass ich das für die nächste Periode nicht mehr so hinnehmen werde, dann setz ich mich lieber in den Biergarten als meine Zeit da zu vergeuden. Ich habe aber die Hoffnung dass es sich ändern wird, da die Problematik auch von den anderen Komissionsmitglieder so gesehen wurde.

    Im Übrigen will ich auf niemanden negativ mit dem Finger zeigen, aber das RRZE hat auch schon ganz am Anfang gute Vorschläge abgeliefert, die besser als so manche ausgearbeiteten „Anträge“ waren 🙂

  4. @chr: Falls wer dringend eine Imma-Bescheinigung braucht, kann sich die in der Studentenkanzlei jederzeit ausdrucken lassen, geht schnell und problemlos. Die eigentlichen Briefe sollten schon vor Wochen verschickt worden sein, glaub aber nicht dran… 😉

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