BERICHTE BERICHTE BERICHTE

Was lange währt, wird hoffentlich gut: Hier gibts nen ganzen Stapel an Berichten aus der letzten Zeit, ein ausführlicher Senatsbericht, der Bericht von der Konventssitzung und der Fakultätenkoordinationskonferenz.

Senatsbericht

Am 21.12.11 war wieder Senatssitzung, bei der Sandra und ich teilgenommen haben.
Zuerst wurden im TOP 1 „Besetzung von Professorenstellen: Berufungsvorschläge“ viele Berufungslisten verabschiedet.
Wenn eine Professorenstelle besetzt werden soll, wird dafür eine Berufungskommission ins Leben gerufen. Diese schreibt die Stelle aus, prüft die Bewerber und lädt zu den Bewerbungsgesprächen ein, bei denen die Bewerber einen Vortrag halten über ihr Forschungsgebiet. Nachdem dadurch dann der Kreis der in Frage kommenden eingeschränkt wurde, holt die Kommission über die engere Auswahl externe Gutachten ein. Die Gutachter begründen dann, wie sie die Bewerber vergleichend einschätzen. Aus den Gesprächen, den Vorträgen und den Gutachten erstellt die Berufungskommission dann die Liste, die dem Senat zum Beschluß vorgelegt wird. Stimmt der Senat dafür, wird ein sog. „Ruf“ ausgesprochen; den jeweils Erstplatzierten auf den Listen werden die Stellen angeboten, wenn sie den Ruf annehmen, werden sie in Zukunft Professoren an unserer Universität sein. Lehnt jemand ab, wird die Stelle dem Zweitplatzierten angeboten usw.
Alle Listen sind befürwortet worden, im Detail Ur- und Frühgeschichte, Innere Medizin II (NF Daniel), Nieren- und Kreislaufforschung, Neurochirurgie, Anorganische und Analytische Chemie (NF van Eldik), Paläoumwelt, Diskrete Optimierung in den Ingenieurwissenschaften und Physik in der SAOT.
In TOP 2 „Berichte und Anfragen“ wurde über den Qualitätspakt Lehre (http://www.uni-erlangen.de/infocenter/meldungen/nachrichten/2011/12/15/1428.shtml) berichtet, der die FAU 11.5 Mio Euro zur Verbesserung der Lehre beschert. Außerdem wird es eine zweite Runde der Ausbauplanung geben.
In TOP 3 „Zentrale Gremien: Mitgliederbestellung – Kuratorium“ wurden einstimmig Katharina Kempe (Chefin der Unternehmergruppe Kempe) und Günter Gloser (Bundestagsabgeordneter SPD) als neue Mitglieder in das Kuratorium aufgenommen.
In TOP 4 „Satzungen“ wurden Prüfungsordnungsänderungen der PhilFak und der WiSo geändert und beschlossen, welche Fächer im Sommersemester ’12 die Tore für die Abiturienten aus dem Doppeljahrgang in Bayern und Baden-Württemberg öffnen.
Eine redaktionelle Änderung der Allgemeinen Prüfungsordnung der Philosophischen Fakultät wurde vorgenommen, da sich ein Stichtag verschoben hat und in Zukunft die Masterarbeiten auch von einem Zweitgutachter beurteilt werden sollen.
In der Prüfungsordnung des Masterstudiengangs „North American Studies“ wurden die Deutschkenntnisse als Zugangsvoraussetzung gestrichen, da alle Module auf Englisch angeboten werden.
Die juristische Zwischenprüfungs- und Studienordnung wurde geändert, sodass man nun den Bachelor Wirtschaftsrecht als Zwischenprüfung Jura anerkennen lassen kann.
In der Rahmenprüfungsordnung für die konsekutiven wirtschaftswissenschaftlichen Masterstudiengänge und in der Prüfungsordnung für den Master Sozialökonomik wurden nur redaktionelle Änderungen vorgenommen, z.B. das Wort „Zulassung“ durch „Zugang“ ersetzt, Fußnoten verbessert und Fächernamen auf den neusten Stand gebracht.
Im Masterstudiengang Arbeitsmarkt und Personal wurde die Prüfungsordnung so angepasst, dass nun mehr Wahlfreiheit in den Modulen möglich ist.
Im Masterstudiengang Management wurde das Qualifikationsfeststellungsverfahren umstrukturiert und im Masterstudiengang Finance, Auditing, Controlling, Taxation wurde die Möglichkeit des Erwerbs eines Zertifikats für das Wirtschaftsprüferexamen geschaffen. Zu guter Letzt der Masterstudiengang Economics, bei dem es in Zukunft auch mehr Wahlmöglichkeiten bei den Modulen und eine Flexibilisierung der Anerkennung der Auslandsmodule gibt.
In TOP 5 „Besetzung von Professorenstellen – Ausschreibungen“ wurden 2 Stellen ausgeschrieben, für Kirchengeschichte und für Theoretische Physik.
Zum Glück hatte im TOP 6 „Verschiedenes“ keiner mehr etwas einzubringen, denn es war schon 18:30, die Sitzung hat somit 4h gedauert. Was die Sitzungen immer sehr lange gestaltet sind die Berufungskommissionslisten, da jede einzelne Liste und somit alle in Frage kommenden Bewerber von einem Professor aus der Berufungskommission vorgestellt werden.

Konventssitzungsbericht

Die Konventssitzung fand am 22.12.11 statt. Traditionell findet die Sitzung in der Weihnachtszeit immer an der WiSo in Nürnberg statt, um, wenn man rechtzeitig fertig sein sollte, noch auf den Christkindlesmarkt zu können.
Zu unserer Freude kamen viele Konventler und auch viele Gäste zur Konventssitzung.
Nach dem obligatorischen TOP 0 „Beschlussfähigkeit und Protokoll“ wurde in TOP 1 „ZGS-Leitfaden“ der ebender diskutiert. Die studentischen Vertreter im Zentralen Gebührengremium (ZGS) haben sich überlegt, was ein guter Einsatz von Studiengebühren ist, der die Lehre verbessert und wofür Studiengebühren tunlichst nicht ausgegeben werden sollen. Herausgekommen ist ein Leitfaden, an dem sich nicht nur ein studentisches Mitglied im ZGS sondern auch die studentischen Mitglieder in den Studienbeitragskommissionen orientieren können. Zu jedem Punkt findet sich auch eine kleine Erklärung, warum gewisse Maßnahmen keine Verbesserung der Lehre darstellen, um noch unerfahrenen einen Argumentationsansatz zu liefern. Über den Leitfaden wurde schon online abgestimmt, das Abstimmungsergebnis wurde in der Sitzung nur bestätigt.
In TOP 2 „Versammlung aller Studierenden (VaS)“ wurde die Versammlung aller Studierenden und die Reaktionen auf die gestellten Meinungsbilder, insbesondere das Presseecho, diskutiert. Nach einem einführenden Rückblick von Gustav Lieberknecht wurde über die Meinungsbilder der Vollversammlung abgestimmt. Viele Meinungsbilder wurden übernommen, an dieser Stelle werde ich nur auf die abgelehnten eingehen, genaueres ist dem Protokoll zu entnehmen.
Das Meinungsbild „Soll sich die Stuve für andere Formen der Studiengebührenerhebung einsetzen? – Nein“ wurde abgelehnt, da man sich alle Optionen offen halten möchte.
Das Meinungsbild „Soll die Studierendenvertretung in einem offenen Brief Kritik an der (geschilderten) Studiensituation üben? – Ja“ wird erst thematisch aufgearbeitet und soll dann in der nächsten Konventssitzung entschieden werden.
Das Meinungsbild „Sollen wir den Rücktritt von Präsident Grüske fordern? – Ja“ wurde lebhaft diskutiert. Die Befürworter kritisieren die Politik der Hochschulleitung, im Besonderen die Position zu Studiengebühren, die fehlende Mitbestimmung der Studierenden und die Sicht auf die Universität als Unternehmen (Stichwort „Marke FAU“). Der Antrag auf Ablehnung des Meinungsbildes wird mit einer knappen Mehrheit angenommen. Begründungen für die Ablehnung sind unter anderem, dass ein Rücktritt und/oder eine Rücktrittsforderung nichts erreichen würde und dass man weiterhin mit der Hochschulleitung konstruktiv zusammen arbeiten müsse. Im TOP 3 „Bewirtschaftungsplan“ wurde der Haushaltsplan für die jetzige Amtsperiode beschlossen, der Haushaltsplan, so wie er vom Konventsvorsitzenden Christian Miska vorgeschlagen wurde, wurde angenommen.
Im letzten TOP 4 „Sonstiges“ wurden verschiedene Themen diskutiert, zum Beispiel die Intransparenz der Rechnungslegung und was man dagegen unternehmen könnte, außerdem wurde ein Bericht des Sprecherrates als eigener TOP in jeder Konventssitzung gewünscht, danach war die Konventssitzung nach fast 4h beendet.

Fakultätenkoordinationskonferenz (FKK)

Am 16.01.12 fand wie im jeden Jahr eine Fakultätenkoordinationskonferenz, diesmal ausgerichtet von der Fachschaft Medizin. Als Rahmenprogramm gab es einen Vortrag aus der Reihe „Bild am Dienstag“, bei dem Radiologen uns nicht-Medizinern anhand von ausgewählten Röntgenbildern erklärt haben, wie man einen Tumor von einer Läsion unterscheidet und warum sie eigentlich total überbezahlt werden. 😉
Aber da die FKK eigentlich nicht dazu dienen sollte, arme Radiologen arbeitslos zu machen, sondern die Fachschaften untereinander zu vernetzen und gemeinsam Probleme, die in der Studierendenvertretungsarbeit aufkommen, zu besprechen, widmeten wir uns im Anschluss den Themen Akkreditierung und Studiengebühren und beschäftigten uns mit den Ergebnissen der Vollversammlung.
Da die Systemakkreditierung bald auf unsere Uni zukommt und auch die Studierendenvertretung in Zukunft beschäftigen werden wird, haben wir eine kleine Einführung von Herrn Rüdiger Brandt, der am Referat L1 (Lehre und Studium) der Experte auf diesem Bereich ist, bekommen, was Akkreditierung ist und was sich speziell für uns Studierende ändern wird.
Zum Thema Studiengebühren wurde der Leitfaden zur Verwendung von Studiengebühren vorgestellt, Probleme aus den Studienbeitragskommissionen besprochen und die Rechnungslegung diskutiert.
Nach einem Umzug der FKK in das Sprecherratsgebäude wurden bei Pizza die Ergebnisse der Vollversammlung diskutiert.

Das wars erst mal an Berichten, die sich über die Zeit angesammelt haben, bei meinen nächsten werde ich zügiger sein, versprochen. 🙂

Eine Antwort auf „BERICHTE BERICHTE BERICHTE“

  1. Der Senat berät über Berufungslisten… Das Berufungsrecht liegt beim Präsidenten. Die Regelung ist auch noch gar nicht so alt, sondern wurde erst 2009 geschaffen. Vorher hatte ausschließlich der Wissenschaftsminister das Berufungsrecht.

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