Semesterticket nötiger denn je

Eine kürzlich vorgestellte Studie des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität zeigt, dass ein kostengünstiges Semesterticket im Raum Erlangen-Nürnberg derzeit nötiger ist denn je.

Der aktuell vom VGN angebotenen Semesterwertmarke, die von der Süddeutsche Zeitung (06.02.2012) als das „teuerste Semesterticket Deutschlands“ bezeichnet wurde, stellt die Studie ein schlechtes Zeugnis aus. Obwohl viele Studierende auf die Nutzung des ÖPNV angewiesen sind, verzichten sie darauf, sich Semesterwertmarken zu kaufen und nutzen lieber Einzelfahrscheine oder Monatswertmarken. Wer kann, verzichtet aufgrund der hohen Preise ganz auf die Nutzung des ÖPNV.

Dazu Till Müller vom Aktionsbündnis Semesterticket: „Die derzeit angebotene Semesterwertmarke für Nürnberg, Fürth und Erlangen deckt zu einem Preis von derzeit 251€ lediglich die Vorlesungszeiten ab. Das ist bundesweit einmalig. Viele Studierende müssen gerade in der vorlesungsfreien Zeit Bibliotheken nutzen, Praktika absolvieren und Prüfungen schreiben. Dass die derzeitige Wertmarke den Bedürfnissen der Studierenden nicht gerecht wird und falsche Anreize setzt, zeigt sich unter anderem in einem Anstieg der PKW-Nutzung in der vorlesungsfreien Zeit um 13%. Den vielen Studierenden, die tagtäglich auf die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen angewiesen sind, muss schnellstmöglich eine kostengünstige Alternative zu den überteuerten Semesterwertmarken des VGN geboten werden. Dadurch wird nicht nur die Attraktivität des
Hochschulstandortes Erlangen Nürnberg nachhaltig erhöht, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des PKW-Verkehrs und der Linderung studentischer Wohnungsnot geleistet, da Studierende in der Wahl ihres Wohnorts flexibler agieren können.“

Darum fordern die Studierendenvertretungen der Region ein echtes Semesterticket, das

  • Sechs Monate gültig ist
  • Es ermöglicht, alle Hochschulstandorte zu erreichen
  • Durch eine solidarische Finanzierung nach Münchner Vorbild kostengünstig ist
  • Bereits durch den solidarisch zu entrichtenden Grundbetrag attraktive Leistungen und sinnvolle Mobilität für alle Studierenden bietet

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Ein Blick nach München, wo ein solidarisch finanziertes Modell sehr erfolgreich eingeführt wurde, zeigt, dass kostengünstige studentische Mobilität und praktizierter Umweltschutz auch in Nürnberg, Fürth und
Erlangen kein Wunschtraum bleiben müssen. Dies setzt natürlich den Willen aller beteiligten Akteure voraus.

Um ihren Forderungen nach einer möglichst raschen Einführung eines Semestertickets Nachdruck zu verleihen, planen die Studierenden am 29. Januar vor der Geschäftsstelle des VGN einen Flashmob.

Tipp: Du findest die Initiative für ein Semesterticket jetzt auch auf facebook.

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