Pressemitteilung „Freischussregelung jetzt“

Nachdem innerhalb der letzten Woche auch die Universitäten Passau und Regensburg noch die Freischussregelung beschlossen haben, haben wir eine erneute Pressemitteilung hierzu verfasst.
Es dürfen keine Studierende zurückgelassen werden und auch aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit sollte diese Regel noch rückwirkend für alle Prüfungen des Wintersemesters gelten.

Auch der Minister appelliert in einem Brief, der uns Freitag zuging, an die Hochschulen und Universitäten, dass eine Freischussregelung erneut geprüft werden solle!

Liebe Universitätsleitung und Fakultätsleitungen, bitte ermöglichen Sie diese Regelung jetzt! Es werden so mehr Studierende einen Studienfortschritt erlangen, weniger Studierende ihr Studium abbrechen und auch weniger Studierende die Universität wechseln!

Petition: Keine Uni ohne uns! – Keine Innovation auf Kosten der Demokratie und der Lehrqualität

Die bayerische Staatsregierung beabsichtigt, das Hochschulgesetz zu  novellieren und gemeinsam mit dem Hochschulpersonalgesetz zu einem Hochschul-„Innovations“-Gesetz zu vereinen.
Dieser „große Wurf“, so das Staatsministerium, soll die Hochschulen entfesseln, deregulieren, unternehmerische Aktivität stärken und den Hochschulen im Rahmen einer Körperschaftsumwandlung die Möglichkeit geben, ihre Strukturen und Prozesse selbst zu definieren.
Dass diese Begriffe unter Studierenden und vielen Mitarbeiter*innen der Hochschulen auf große Kritik stoßen, sollten die Köpfe hinter dem erst sehr spät veröffentlichten Eckpunktepapier der bayerischen Staatsregierung ahnen können.
Die Studierendenvertretung (Stuve) der FAU Erlangen-Nürnberg hat noch vor der Anhörung von Expert*innen im Wissenschaftsausschuss am 14.10.2020 einen Arbeitskreis gebildet, dem mittlerweile über 30 Studierende angehören. Aufgrund der sehr einseitigen Schwerpunktsetzung des Eckpunktepapiers und zahlreicher Bedenken hat die Stuve nun eine Petition unter dem Namen „Keine Uni ohne uns! – Keine Innovation auf Kosten der Demokratie und der Lehrqualität“ veröffentlicht.
„Wir fordern deshalb Reform the Reform und haben dazu fünf Forderungen aufgestellt: Demokratie stärken und paritätische Mitbestimmung über ein festgelegtes Budget zur Verbesserung der Studienbedingungen. Weiterhin dürfen unternehmerische Aktivitäten nicht über Forschung und Lehre gestellt werden, Gleichstellung und Diversität müssen verankert werden und ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Fragestellungen sollten bei Entscheidungen an einer (innovativen) Hochschule stets mitgedacht werden.“, so Michael Ruppert, einer der Initiator*innen und Mitglied des Sprecher*innenrats der Stuve.
„Es ist am Besten durch Mitbestimmung in Gremien von unten Veränderung und Fortschritt zu erreichen. Die Macht sollte sich nicht auf einzelne Akteure konzentrieren!“, ergänzt Mareike Schildbach von der Amnesty Hochschulgruppe Nürnberg.
Die Interessen aller Statusgruppen sollten in einem neuen Hochschulgesetz berücksichtigt werden, daher „muss dieses Gesetz im Vergleich zu dem sehr einseitigen Eckpunktepapier wesentliche Verbesserungen enthalten“, so Moritz Wicklein, studentischer Senator der FAU.
„Studierende sind die größte Statusgruppe an den Hochschulen und müssen dementsprechend im Hochschulgesetz berücksichtigt werden. Sollte der Entstehungsprozess des Hochschulgesetzes weiter derart intransparent gehalten werden, sehen wir bei den bayernweit 400.000 Studierenden ein gewaltiges Mobilisierungs- und Protestpotenzial.“ erläutert Richard Schmidt, Vorsitzender des Studentischen Konvents der FAU. In diesem Sinne versteht die Stuve auch den Hashtag #KeineUniOhneUns, mit dem auch im Netz für ein besseres Hochschulgesetz gekämpft wird.
Unterschrieben werden kann die Petition unter stuve.fau.de/petition

Jetzt liegt es in den Händen der Studierenden – Abstimmung über das Semesterticket wird im Januar durchgeführt.

Seit mehr als 20 Jahren haben zahlreiche Studierendengenerationen auf ein Semesterticket hingearbeitet – bisher vergeblich. Nun steht zum ersten Mal seit 2002 wieder ein Angebot, über das die Studierenden abstimmen sollen. Nachdem der VGN und die Kommunen ihr endgültiges Angebot unterbreitet hatten, entschloss sich das Aktionsbündnis Semesterticket diese einmalige Chance nicht verstreichen zu lassen und im Januar eine Urabstimmung über das Angebot durchzuführen. Sowohl das Studierendenparlament der TH Nürnberg als auch der Studentische Konvent der FAU hatten sich zuvor mit deutlichen Mehrheiten für die Urabstimmung ausgesprochen.

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Pressemitteilung: Studierende kritisieren Scheinbeteiligung

Millionenbetrag wird ohne Gremienbeteiligung ausgegeben. Studentische
Gremienmitglieder treten zurück.

Mit der Einführung der Studiengebühren wurden gesetzlich
vorgeschriebene Gremien etabliert, um Professorinnen und Professoren
aller Fakultäten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende an
der Entscheidung über die Verwendung der Gelder zu beteiligen. Durch
diese vielfältige Zusammensetzung arbeiten Expertise und Fachkompetenz
zusammen, um eine gerechte und bedarfsorientierte Vergabe der Gelder zu
erreichen. Die Studienzuschüsse haben mittlerweile die Studiengebühren
ersetzt. Die bewährte Gremienstruktur ist laut Gesetz jedoch
unverändert geblieben, somit auch die paritätische Beteiligung der
Studierenden.
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Semesterticket nötiger denn je

Eine kürzlich vorgestellte Studie des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität zeigt, dass ein kostengünstiges Semesterticket im Raum Erlangen-Nürnberg derzeit nötiger ist denn je.

Der aktuell vom VGN angebotenen Semesterwertmarke, die von der Süddeutsche Zeitung (06.02.2012) als das „teuerste Semesterticket Deutschlands“ bezeichnet wurde, stellt die Studie ein schlechtes Zeugnis aus. Obwohl viele Studierende auf die Nutzung des ÖPNV angewiesen sind, verzichten sie darauf, sich Semesterwertmarken zu kaufen und nutzen lieber Einzelfahrscheine oder Monatswertmarken. Wer kann, verzichtet aufgrund der hohen Preise ganz auf die Nutzung des ÖPNV.
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